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독일 팝소설의 문화산업적 시뮬라크르 미학

Zur Ästhetik der kulturindustriellen Simulakren in den deutschen Pop-Romanen

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주제분류독일어와문학

초록

Nach J. Baudrillard wird die Realität in der modernen Gesellschaft immer wieder von Simulationen und Simulakren aus medialen Sphären ersetzt, die keine Entsprechungen in der Realität haben. Er nennt die so entstandene neue Realität “Hyperrealität”. Ausgehend von dieser These untersucht die vorliegende Studie anhand von vier popliterarischen Werken, wie sich die Hauptfiguren gegenüber den medialen Konsumprodukten verhalten, die den Simulakren zuzuordnen sind. Die Figuren zeigen sich ohne Ausnahme vom schönen Schein der Simulakuren in hohem Maß faszinert - dann aber schlagartig enttäuscht, sobald sie den Zeichencharakter des Scheins erkannt haben. Im Roman von Chr. Kracht 『Faserland』 trägt die Hauptfigur mit Vorliebe Barbourjacken. Das Markenprodukt erscheint hier als ein begehrtes Etwas, das jedoch immer wieder verschmutzt, verschleißt oder verloren geht, sobald es besessen wird. In Th. Meineckes Kurzprosa 「Ein Student verirrt sich」 verliebt sich die Hauptfigur zufällig in die ansprechend dekorierte Schaufensterpuppe eines Modekaufhauses, obwohl über deren Künstlichkeit kein Zweifel herrscht. Es entsteht eine Spannung zwischen Verzauberung und frustrierender Ernüchterung, die bis zum Ende fortbesteht. Im Roman 『Generation Golf』 von Fl. Illies gibt sich die Hauptfigur mit voller Absicht der visuellen Faszination von Kosumprodukten wie dem Golfwagen hin. Dass dabei kein sinnstiftender Zusammenhang erkennbar ist, wird akzeptiert. Die Hauptfigur aus Th. Melles 『Die Welt im Rücken』 leidet an einer bipolaren Störung. Die charakteristischen Schwankungen zwischen Manie und Depression potenzieren sich im endlosen Strom von medialen Produkten wie Madonna, Björk, MCA, usw. Es lässt sich schlussfolgern, dass die Simulakren mit ihren verschiedenen Konnotationen für Figuren als attraktiver Realitätsersatz fungieren. Auch wenn der Schein immer wieder zerstört wird, können sich die Figuren seiner verführerischen Macht nicht erwehren. Mal erscheinen die Simulakren als quasi erotisierte Statussymbole, mal sogar als Katalysator psychischer Zwänge. So liegen sie im Spannungsfeld zwischen Illusionierung und Desillusionierung. Das ist wohl auch in unserem Alltag mit all den Konsumobjekten nicht anders.

Abstract

Nach J. Baudrillard wird die Realität in der modernen Gesellschaft immer wieder von Simulationen und Simulakren aus medialen Sphären ersetzt, die keine Entsprechungen in der Realität haben. Er nennt die so entstandene neue Realität “Hyperrealität”. Ausgehend von dieser These untersucht die vorliegende Studie anhand von vier popliterarischen Werken, wie sich die Hauptfiguren gegenüber den medialen Konsumprodukten verhalten, die den Simulakren zuzuordnen sind. Die Figuren zeigen sich ohne Ausnahme vom schönen Schein der Simulakuren in hohem Maß faszinert - dann aber schlagartig enttäuscht, sobald sie den Zeichencharakter des Scheins erkannt haben. Im Roman von Chr. Kracht 『Faserland』 trägt die Hauptfigur mit Vorliebe Barbourjacken. Das Markenprodukt erscheint hier als ein begehrtes Etwas, das jedoch immer wieder verschmutzt, verschleißt oder verloren geht, sobald es besessen wird. In Th. Meineckes Kurzprosa 「Ein Student verirrt sich」 verliebt sich die Hauptfigur zufällig in die ansprechend dekorierte Schaufensterpuppe eines Modekaufhauses, obwohl über deren Künstlichkeit kein Zweifel herrscht. Es entsteht eine Spannung zwischen Verzauberung und frustrierender Ernüchterung, die bis zum Ende fortbesteht. Im Roman 『Generation Golf』 von Fl. Illies gibt sich die Hauptfigur mit voller Absicht der visuellen Faszination von Kosumprodukten wie dem Golfwagen hin. Dass dabei kein sinnstiftender Zusammenhang erkennbar ist, wird akzeptiert. Die Hauptfigur aus Th. Melles 『Die Welt im Rücken』 leidet an einer bipolaren Störung. Die charakteristischen Schwankungen zwischen Manie und Depression potenzieren sich im endlosen Strom von medialen Produkten wie Madonna, Björk, MCA, usw. Es lässt sich schlussfolgern, dass die Simulakren mit ihren verschiedenen Konnotationen für Figuren als attraktiver Realitätsersatz fungieren. Auch wenn der Schein immer wieder zerstört wird, können sich die Figuren seiner verführerischen Macht nicht erwehren. Mal erscheinen die Simulakren als quasi erotisierte Statussymbole, mal sogar als Katalysator psychischer Zwänge. So liegen sie im Spannungsfeld zwischen Illusionierung und Desillusionierung. Das ist wohl auch in unserem Alltag mit all den Konsumobjekten nicht anders.

참고문헌 (22)

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  12. Baßler, Moritz, "Was vom Tage bleibt. Das Feuilleton und die Zukunft der kritischen Öffentlichkeit in Deutschland", pp.79~85 (2004), Fischer
  13. Baßler, Moritz, "Chiffre 2000. Neue Paradigmen der Gegenwartsliteratur", pp.185~199 (2005), Wilhelm Fink
  14. Baudrillard, Jean, "Übersetzt von Joseph Garzuly" (2007), Campus
  15. Diederichsen, Diedrich, "Ders.: Der lange Weg nach Mitte. Der Sound und die Stadt", pp.273~275 (1997), Kiepenheuer & Witch
  16. Horkheimer, Max, "Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente" (2006), S. Fischer
  17. Lange, Carsten, "Pop-Pop-Populär. Popliteratur und Jugendkultur", pp.120~130 (2004), Aschenbeck &Isensee Universitätsverlag
  18. Regn, Gerhard, "Poststrukturalismus - Dekonstruktion - Postmoderne", pp.52~74 (1992), Steiner
  19. Schmidt, Siegfried J, "Fernsehwerbung und Sozialer Wandel 1956-1989" (1997), Suhrkamp
  20. Schumacher, Eckhard, "Schreibweisen der Gegenwart" (2003), Suhrkamp
  21. Ullrich, Wolfgang, "Warenästhetik", pp.111~128 (2011)
  22. "Heft 47" (1998)[URL]

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