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Stigmata des Krieges in der Literatur des geteilten Korea

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주제분류기타인문학

초록

Das Land Korea wurde, nachdem es 1945 vom japanischen Joch befreit worden war, mit dem Beginn des Kalten Kriegs von den beiden Großmächten USA und UdSSR in zwei Teile, in Nord- und Südkorea geteilt. Diese Teilung wurde weder nach irgendwelchen ethnischen Logiken geschweige denn nach dem Willen der Bevölkerung des Nordens und des Südens vollzogen. Vor der Teilung hatte es nicht einmal differenzierte geographische oder ethnologische Unterschiede zwischen Nord- und Südkorea gegeben. Die koreanische Halbinsel wurde einfach willkürlich und brutal am 38. Breitengrad in zwei Hälften geteilt, als ob die kleine Halbinsel, auf der seit der alten Zeit ein Frieden liebendes Kulturvolk lebte, ein Stück Kriegsbeute wäre. Wir wissen, die Geschichte kennt eher selten die Kategorie Gerechtigkeit. Denn es wurde ja nicht etwa die japanische Insel Hokkaido geteilt, sondern die koreanische Halbinsel, als ob die Koreaner irgendeine Mitschuld am Zweiten Weltkrieg gehabt hätten. Wie paradox dies aus historischer Perspektiv ist, kann man sich lebhaft durch das Gedankenspiel vor Augen führen, dass die vier Siegermächte nicht etwa das besiegte Deutschland geteilt hätten, sondern etwa das schuldlose Polen. Diese Betrachtungen über die Willkürlichkeit der Geschichte schicke ich voran, weil ich unterstreichen möchte, dass die Koreaner nicht etwa ihrem. Naturell nach „feindliche Brüder“ sind, sondern erst infolge der Kontingenzen des Zweiten Weltkrieges und des „Kalten Kriegs“ so zu „feindlichen Brüdern“ wurden. Die zwei erzfeindlichen Fronten auf der koreanischen Halbinsel sind nicht nur das Produkt der Politik von RHEE Syngman und KIM Il-Sung, sondern auch ein Ergebnis des weltweiten Kalten Krieges. Der Korea-Krieg der Jahre 1950-1953 war in gewissem Sinne ein Stellvertreterkrieg der beiden Großmächte des Kalten Krieges, dessen Folgen das koreanische Volk zu erleiden hatte.

Abstract

Das Land Korea wurde, nachdem es 1945 vom japanischen Joch befreit worden war, mit dem Beginn des Kalten Kriegs von den beiden Großmächten USA und UdSSR in zwei Teile, in Nord- und Südkorea geteilt. Diese Teilung wurde weder nach irgendwelchen ethnischen Logiken geschweige denn nach dem Willen der Bevölkerung des Nordens und des Südens vollzogen. Vor der Teilung hatte es nicht einmal differenzierte geographische oder ethnologische Unterschiede zwischen Nord- und Südkorea gegeben. Die koreanische Halbinsel wurde einfach willkürlich und brutal am 38. Breitengrad in zwei Hälften geteilt, als ob die kleine Halbinsel, auf der seit der alten Zeit ein Frieden liebendes Kulturvolk lebte, ein Stück Kriegsbeute wäre. Wir wissen, die Geschichte kennt eher selten die Kategorie Gerechtigkeit. Denn es wurde ja nicht etwa die japanische Insel Hokkaido geteilt, sondern die koreanische Halbinsel, als ob die Koreaner irgendeine Mitschuld am Zweiten Weltkrieg gehabt hätten. Wie paradox dies aus historischer Perspektiv ist, kann man sich lebhaft durch das Gedankenspiel vor Augen führen, dass die vier Siegermächte nicht etwa das besiegte Deutschland geteilt hätten, sondern etwa das schuldlose Polen. Diese Betrachtungen über die Willkürlichkeit der Geschichte schicke ich voran, weil ich unterstreichen möchte, dass die Koreaner nicht etwa ihrem. Naturell nach „feindliche Brüder“ sind, sondern erst infolge der Kontingenzen des Zweiten Weltkrieges und des „Kalten Kriegs“ so zu „feindlichen Brüdern“ wurden. Die zwei erzfeindlichen Fronten auf der koreanischen Halbinsel sind nicht nur das Produkt der Politik von RHEE Syngman und KIM Il-Sung, sondern auch ein Ergebnis des weltweiten Kalten Krieges. Der Korea-Krieg der Jahre 1950-1953 war in gewissem Sinne ein Stellvertreterkrieg der beiden Großmächte des Kalten Krieges, dessen Folgen das koreanische Volk zu erleiden hatte.

참고문헌 (10)

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