횔덜린의 아스클레피아데스 송가 두 편에 나타난 걸음과 앎의 관계
Das Gehen als Erkenntnisvorgang Überlegungen zu zwei Asklepiadeischen Oden Friedrich Hölderlins
0
조회
0
다운로드
1
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Dieser Beitrag behandelt das Motiv des Gehens in den beiden Asklepiadeischen Oden Friedrich Hölderlins Lebenslauf und Blödigkeit unter zwei Gesichtspunkten. Der eine ist der Widerstreit zwischen metrischem Zwang und Inhalt. Der Versfuß, der ein Sinnbild für die Metrik darstellt, bestimmt das Tempo und die Richtung des Gehens. Hölderlin wählte die Asklepiadeische Ode zur metrischen Vorlage für seine Gedichte Lebenslauf und Blödigkeit, in denen es um das Motiv des Gehens geht. Die Odenform besteht aus der Wiederholung der ersten 6 Silben mit beschränkter Variation, wobei das Gehen in diesem Versfuß als Pendelbewegung aufgefasst wird. Die metrische Vorlage gerät in Widerstreit mit dem Motiv des Gehens, als Hölderlin einen Zusammenhang zwischen diesem Motiv und dem der Freiheit herstellt. Der vorliegende Beitrag analysiert deshalb ausführlich Struktur und Inhalt der beiden Oden, um diesen Widerspruch in den Vordergrund zu rücken. Der Beitrag zeichnet ferner Hölderlins Versuch nach, das Motiv des Gehens inhaltlich so zur Entfaltung zu bringen, dass er darin sein Weltbild aufnehmen konnte. Das Bild der Welt, die das lyrische Ich auf seinem Wandern erfährt, rechtfertigt Hölderlin in der erweiterten Ode Lebenslauf mit Argumenten, die aus der aufklärerischen Theologie sowie der kritischen Philosophie gespeist sind. Und die Ode Blödigkeit setzt die Annahme voraus, dass die Welt kohärent konstituert ist und der Mensch sie entsprechend wahrnehmen kann. Das Gehen wird in dieser Ode als Erkenntnisvorgang dargesellt. Damit gelangt Hölderlin über das Motiv des Gehens zu einer Einsicht in die Autonomie des Menschen.
Abstract
Dieser Beitrag behandelt das Motiv des Gehens in den beiden Asklepiadeischen Oden Friedrich Hölderlins Lebenslauf und Blödigkeit unter zwei Gesichtspunkten. Der eine ist der Widerstreit zwischen metrischem Zwang und Inhalt. Der Versfuß, der ein Sinnbild für die Metrik darstellt, bestimmt das Tempo und die Richtung des Gehens. Hölderlin wählte die Asklepiadeische Ode zur metrischen Vorlage für seine Gedichte Lebenslauf und Blödigkeit, in denen es um das Motiv des Gehens geht. Die Odenform besteht aus der Wiederholung der ersten 6 Silben mit beschränkter Variation, wobei das Gehen in diesem Versfuß als Pendelbewegung aufgefasst wird. Die metrische Vorlage gerät in Widerstreit mit dem Motiv des Gehens, als Hölderlin einen Zusammenhang zwischen diesem Motiv und dem der Freiheit herstellt. Der vorliegende Beitrag analysiert deshalb ausführlich Struktur und Inhalt der beiden Oden, um diesen Widerspruch in den Vordergrund zu rücken. Der Beitrag zeichnet ferner Hölderlins Versuch nach, das Motiv des Gehens inhaltlich so zur Entfaltung zu bringen, dass er darin sein Weltbild aufnehmen konnte. Das Bild der Welt, die das lyrische Ich auf seinem Wandern erfährt, rechtfertigt Hölderlin in der erweiterten Ode Lebenslauf mit Argumenten, die aus der aufklärerischen Theologie sowie der kritischen Philosophie gespeist sind. Und die Ode Blödigkeit setzt die Annahme voraus, dass die Welt kohärent konstituert ist und der Mensch sie entsprechend wahrnehmen kann. Das Gehen wird in dieser Ode als Erkenntnisvorgang dargesellt. Damit gelangt Hölderlin über das Motiv des Gehens zu einer Einsicht in die Autonomie des Menschen.
참고문헌 (21)
- 박준규, "횔덜린의 송가 「하이델베르크」 연구", 헤세연구, (20), pp.155~175 (2008), 한국헤세학회
- 이경희, "실러의 미학 이론에 나타난 젠더 불평등 연구-우미와 존엄을 중심으로", 독일문학, 47(3), pp.5~24 (2005), 한국독어독문학회
- 장영태, "횔덜린 시선: 머무는 것은 그러나 시인이 짓는다" (2008), 유로
- 정상건, "삶과 환상의 길 - 횔덜린의 시에 나타난 “저녁” 모티브", 독일문학, 53, pp.92~140 (1994)
- 황윤석, "횔덜린의 송시 확장에 관한 연구", 독일문학, 17, pp.259~274 (1976)
- Benjamin, Walter, "Gesammelte Schriften, Bd. II", pp.105~126 (1972)
- Beissner, Friedrich, "Hölderlin. Reden und Aufsätze" (1961)
- Binder, Wolfgang, "Hölderlin-Aufsätze" (1970)
- Briese, Olaf, "Wie unsterblich ist der Mensch?", Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte, 47, pp.1~16 (1995)
- Dischner, Gisela, "“Bald sind wir aber Gesang”: Zur Hölderlin-Linie der Moderne" (1996)
- Haselhaus, Clemens, "Die deutsche Lyrik: Form und Geschichte, Bd. 2", pp.375~380 (1964)
- Hölderlin, Friedrich, "Sämtliche Werke, Große Stuttgarter Ausgabe, hrsg. von Friedrich Beissner und Adolf Beck" (1943)
- Hölderlin, Friedrich, "Sämtliche Werke" (1975)
- Meyer, Christian, "Die religiöse Reise: Zum Verständnis eines allgemeinen Erfahrungsmusters im Bereich der Religion", Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte, 49, pp.11~33 (1997)
- Mieth, Günter, "Friedrich Hölderlin: Dichter der bürgerlichdemokratischen Revolution" (1978)
- Schiller, Friedrich, "Schillers Werke. Nationalausgabe. Im Auftrag des Goetheund Schiller-Archivs, des Schiller-Nationalmuseums und der Deutschen Akademie, Bd. 20" (1943)
- Scholem, Gershom, "Der Stern der Erlösung. Mit einer Einführung von Reinhold Mayer und einer Gedenkrede von Gershom Scholem", pp.525~549 (1996)
- Szondi, Peter, "Hölderlin-Studien. Mit einem Traktat über philologische Erkenntnis" (1967)
- Trappe, Tobias, "Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 10", pp.269~296 (1998), -
- Waibel, Violetta L., "Wechselbestimmung. Zum Verhältnis von Hölderlin, Schiller und Fichte in Jena", Fichte-Studien, 12, pp.43~69 (1997)
- Zuberbühler, Rolf, "Hölderlins Erneuerung der Sprache aus ihren etymologischen Ursprüngen" (1969)
