문학사기술의 문제의식과 장르변화의 문제
Das Problembewu?tsein der Literaturgeschichtsschreibung und die Gattungsproblem
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Das Problembewußtsein der Literaturgeschichtsschreibung und die Gattungsproblem Ra, Young-Kyun Literaturgeschichte ist eine Art Kollektivgedächtnis, in dem vergangene Traditionsbestände aufbewahrt, in temporale Sequenzen angeordnet und so gelegentlichem Wiedererinnern verfügbar gehalten werden. Der Begriff Literaturgeschichte ist ebenso wie der der Geschichte doppeldeutig: Er bezeichnet einen bestimmten Objektbereich, zugleich aber auch dessen Aneignung und Darstellung. Das weite Feld, das der Blick auf die histori- sche Entwicklung der Literaturgeschichtsschreibung auftut, ist bezeichnet nicht nur durch eine Mannigfaltigkeit in den methodisch-theoretischen Prämissen, sondern auch durch verschiedene Funktionsweisen, in denen sich die Literaturgeschichte jeweils zum gesellschaftlichen, politischen und ideologischen Hintergrund verhält. Der gegenwärtige Disskusionsstand zur Literaturgeschichtsschreibung läßt sich unter mehreren Aspekten folgendermaßen charakterisieren: Die Erweiterung des Literaturbegriffs, die Pluralisierung des Literaturkanons, der Paradigmawechsel vom Entwicklungszusammenhang zum Sinnzusammenhang, das Prinzip der Fragmentierung, Diversität und Dispersion, die kritische Reflexion der Epochengliederung. In bezug auf die Gattungen ist für die Literturgeschichtsschreibung die Frage nach möglichen allegemeinen Gesetzmäßigkeiten der Gattungsentwicklung besonders wichtig. Diese Frage verweist auf das Problem von Geschichte und Evolution überhaupt und spielt sowohl unter soziokulturellen als auch unter wissenschaftgeschichtlichen Aspekten derzeit eine wichtige Rolle.
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