자서전의 장르 규정과 그 문제-‘역사기술’과‘시’로서의 자서전
U ·· ber definitionsprobleme der gattung 'autobiographie' : autobiographie als 'geschichtsschreibung' und 'dichtung'
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Abstract
Diese vorliegende Arbeit befasst sich mit Definitionsproblemen der Gattung 'Autobiographie'. Einen wichtigen Ansatz daf u ·· r finde ich in der Vielf a ·· ltigkeit der autobiographischen Formen und in kritischer Bewertung von Autobiographie als "abendl a ·· ndicher Gattung". Die bisherige Autobiographie-Forschung kann keine allgemeing u ·· ltige Definition der Gattung feststellen und beschreibt eher einen fliessenden Charakter der Gattung. So habe ich mich an diesem fliessenden Charakter gehalten und das Muster der klassischen Autobiographie u ·· berpr u ·· ft, um dann wesentliche Konstante der modernen autobiographischen Formen zutage zu bringen. Bei der Untersuchung der (Rezeptions)Geschichte der deutschen Autobiographie lassen sich zwei feste Konstanten erkennen, die auch f u ·· r die Schriftsteller-Autobiographie aus den 1970er und 1990er Jahren gelte: 'Geschichtsschreibug' und 'Dichtung'. Bereits Goethe hat seine Autobiographie als "eine halb poetische, halb historische Behandlung" charakterisiert. Diese Goethesche Bestimmung wird in den 1990er Jahren von G u ·· nter de Bruyn konkreter aufgefasst, und zwar unter drei Aspekten: 'Individuelles', 'Geschichtliches' und 'literarische Form'. Wie bekannt, erlebt Autobiographie in den 1970er Jahren den H o ·· hepunkt. Da wurde sie als ideale Ausdrucksform der Ich-Ermittlung aufgenommen. Wichtiges Merkmal an solchen Schriftsteller-Autobiographien ist eine enge Verflechtung mit Roman, die zum grossen Teil die Grenze der graditionell u ·· berlieferten Gattung verletzt. Die Dekonstruktivisten wollen daran das "Ende der Autobiographie" erkennen. Aber dass die Autobiographie nach der deutschen Vereinigung wieder eine Hochkonjunktur erlebt, widerspricht dieser Behauptung. Die moderne Autobiographie entwickelt sich in verschiedenen Formen mit ihren romanhaften Elementen, w a ·· hrend sie ihren Referenzcharakter durch das 'Historische' weiter beh a ·· lt. Das 'Historische' in der 'Geschichte im Ich' sowie in der individuellen Chronik einer Zeit er o ·· ffnet als Dokument von gesellschaftlicher kultureller Verh a ·· ltnissen der Vergangenheit eine neue Dimension. Der Schluss dieser Arbeit wird einer Untersuchung u ·· ber Lebensbeschreibung in der traditionellen koreanischen Gesellschaft gewidment. Sich selbst niederzubeugen, galt in Korea als allerwichtigste Tugend. In dieser Kultur ist das kollektive Bewusstsein wichtiger als die individuelle Pers o ·· nlichkeit. Dementsprechend wird die Ausdrucksform von Selbstlebensbeschreibungen anders entwickelt. Statt sich auf die eigene Pers o ·· nlichkeit und auf die Identit a ·· tssuche zu konzentrieren, werden haupts a ·· chlich die gesellschaftlich bestimmbaren T a ·· tigkeiten erz a ·· hlt. Dieses Element l a ·· sst sich immer noch als ein wesentliches Merkmal von der modernen Autobiographie der koreanischen Schriftsteller feststellen.
