쉴러와 감성의 정치학 - 쉴러의 미학 정치 혹은 정치 미학의 안과 밖
Schiller und seine Gefühlspolitik - Innen und Außen der ästhetischen Politik oder der politischen Ästhetik Schillers
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초록
In Don Carlos stellt Schiller Marquis Posa als einen republikanischen Aufklärer dar, und deutet damit an, dass Posa wohl ein Mitglied der Geheimgesellschaft des Illuminaten sein mag. Die Figur Posa verrät zugleich den ambivalenten Charakter der Realpolitik und des Politikers derer, der einerseits vom König die Freiheit der Bürger verlangt, jedoch jederzeit für seine eigenen Interessen Diktatur auszuüben bereit ist. Die Anspielung auf den Illuminaten spielt hierbei eine bedeutende Rolle nicht nur für den Marquis Posa, sondern auch um das Verhältnis Schillers zu der damaligen Realpolitik zu verstehen. Schiller präsentiert in Über die ästhetische Erziehung des Menschen die Bedeutung der ästhetischen Politik und das Wesen des ästhetischen Staates, und betont dabei das subjektive Vermögen des Individuums, das die intellektuelle Natur des Menschen mit der sinnlichen Natur versöhnt und sich ästhetischer Erziehung unterziehen läßt, und die vollkommene Bildung eines vernünftigen Menschen ermöglicht. Diese Logik in seinen ästhetischen Briefen steht damit im krassen Gegensatz zu der in Don Carlos, in dem für die Möglichkeit des politischen Wechsels in einem Staat nicht die individuelle Bildungsabsicht oder das Bildungsvermögen des Menschen, sondern vielmehr Lenkung und Eingreifen des Staates bzw. der Regierung artikuliert wird. Dieser Widerspruch ist erst dann nachzuvollziehen, wenn wir Schillers Ansichten über die damalige Realpolitik und die aufklärerische Geheimgesellschaft des Illuminaten verstehen, die eng mit der Entstehungsgeschichte der Briefe Über die ästhetische Erziehung des Menschen und mit der des Dramas Don Carlos verbunden sind. Man kann in diesem Sinne seine politische Auffassung und Praxis, die durch jene Ansichten Schillers vorgestellt werden und seine politische Verhaltensweise bestimmen, als seine Gefühlspolitik bezeichnen. Die Gefühlspolitik, die Schiller präsentiert, orientiert sich an der ästhetischen Sensibilisierung des Menschen über die politische Wirklichkeit bzw. an der Politisierung des ästhetischen Gefühls des Menschen. Das heißt, die schillersche Gefühlspolitik besteht darin, das politisch Urteilsvermögen des Menschen, das diskursive politische Analyse und zugleich intuitives politisches Urteil durchführt, mit dem ästhetischen Vermögen des Menschen gleichzusetzen, das in der Literatur und Kunst praktiziert wird.
Abstract
In Don Carlos stellt Schiller Marquis Posa als einen republikanischen Aufklärer dar, und deutet damit an, dass Posa wohl ein Mitglied der Geheimgesellschaft des Illuminaten sein mag. Die Figur Posa verrät zugleich den ambivalenten Charakter der Realpolitik und des Politikers derer, der einerseits vom König die Freiheit der Bürger verlangt, jedoch jederzeit für seine eigenen Interessen Diktatur auszuüben bereit ist. Die Anspielung auf den Illuminaten spielt hierbei eine bedeutende Rolle nicht nur für den Marquis Posa, sondern auch um das Verhältnis Schillers zu der damaligen Realpolitik zu verstehen. Schiller präsentiert in Über die ästhetische Erziehung des Menschen die Bedeutung der ästhetischen Politik und das Wesen des ästhetischen Staates, und betont dabei das subjektive Vermögen des Individuums, das die intellektuelle Natur des Menschen mit der sinnlichen Natur versöhnt und sich ästhetischer Erziehung unterziehen läßt, und die vollkommene Bildung eines vernünftigen Menschen ermöglicht. Diese Logik in seinen ästhetischen Briefen steht damit im krassen Gegensatz zu der in Don Carlos, in dem für die Möglichkeit des politischen Wechsels in einem Staat nicht die individuelle Bildungsabsicht oder das Bildungsvermögen des Menschen, sondern vielmehr Lenkung und Eingreifen des Staates bzw. der Regierung artikuliert wird. Dieser Widerspruch ist erst dann nachzuvollziehen, wenn wir Schillers Ansichten über die damalige Realpolitik und die aufklärerische Geheimgesellschaft des Illuminaten verstehen, die eng mit der Entstehungsgeschichte der Briefe Über die ästhetische Erziehung des Menschen und mit der des Dramas Don Carlos verbunden sind. Man kann in diesem Sinne seine politische Auffassung und Praxis, die durch jene Ansichten Schillers vorgestellt werden und seine politische Verhaltensweise bestimmen, als seine Gefühlspolitik bezeichnen. Die Gefühlspolitik, die Schiller präsentiert, orientiert sich an der ästhetischen Sensibilisierung des Menschen über die politische Wirklichkeit bzw. an der Politisierung des ästhetischen Gefühls des Menschen. Das heißt, die schillersche Gefühlspolitik besteht darin, das politisch Urteilsvermögen des Menschen, das diskursive politische Analyse und zugleich intuitives politisches Urteil durchführt, mit dem ästhetischen Vermögen des Menschen gleichzusetzen, das in der Literatur und Kunst praktiziert wird.
참고문헌 (19)
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