Die teleologische Naturidee bei Kant und Schelling
The Teleological Idea of Nature in Kant and Schelling
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초록
Es ist das Ziel der vorliegenden Abhandlung, die Grundzüge der teleologischen Naturidee bei Kant und Schelling - als ein Alternativkonzept zur mechanistichen Naturauffassung - zu erläteren und dadurch den Unterschied zwischen Kant und Schelling aufzuzeigen. Kant und Schelling haben etwas mit der Akzeptanz der Naturteleologie gemeinsam, aber je nachdem, woher das Prinzip der Zweckmäßigkeit stammt, gibt es den Unterschied. Die Zweckmäßigkeit der Natur für Schelling stellt im Unterschied zu Kant keine bloß subjektive Idee dar, sondern ist objektiv, real vorhanden. Kants Konzeption lässt es im Dunkeln, warum wir Organismen immer und notwendig mit der Idee der Zweckmäßigkeit in Verbindung bringen. Kant nimmt das teleologische Urteil über Organismen selbst als etwas Gegebenes hin, das es zu analysieren gilt. Schelling hingegen versucht, sein Zustandekommen zu erklären. Kant erteilt in seiner Kritik der reinen Vernunft dem naturwissenschaftlichen Naturbegriff eine eingeschränkte Bedeutung, nach welcher die Natur das Konstituierte unserer Erkenntnis ist. Daher etabliert er schrittweise über die Kritik der praktischen Vernunft hinaus in der Kritik der Urteilskraft einen erweiterten Begriff von der Natur, der uns als vernünftig-sittliche Wesen zu umfassen vermag. In der Kritik der Urteilskraft begreift Kant die lebendige Natur als zweckmäßig. Hier verbindet sich die teleologische Naturidee mit einem Organismusmodell der Natur. Schelling fasst die Natur gemäß dem Kantischen Begriff der Zweckmäßigkeit auf und erklärt die Zweckmäßigkeit der Natur, dass sie ursprünglich durch sich selbst ist. Diese Idee der Zweckmäßigkeit wird daher ein Angelpunkt des Schellingschen Naturbegriffs. Er formuliert eine organische Naturauffassung, welche die Natur der menschlichen Subjektivität nicht dualistisch entgegensetzt, sondern ihr selbst eine eigene Zweckmäßigkeit.
Abstract
Es ist das Ziel der vorliegenden Abhandlung, die Grundzüge der teleologischen Naturidee bei Kant und Schelling - als ein Alternativkonzept zur mechanistichen Naturauffassung - zu erläteren und dadurch den Unterschied zwischen Kant und Schelling aufzuzeigen. Kant und Schelling haben etwas mit der Akzeptanz der Naturteleologie gemeinsam, aber je nachdem, woher das Prinzip der Zweckmäßigkeit stammt, gibt es den Unterschied. Die Zweckmäßigkeit der Natur für Schelling stellt im Unterschied zu Kant keine bloß subjektive Idee dar, sondern ist objektiv, real vorhanden. Kants Konzeption lässt es im Dunkeln, warum wir Organismen immer und notwendig mit der Idee der Zweckmäßigkeit in Verbindung bringen. Kant nimmt das teleologische Urteil über Organismen selbst als etwas Gegebenes hin, das es zu analysieren gilt. Schelling hingegen versucht, sein Zustandekommen zu erklären. Kant erteilt in seiner Kritik der reinen Vernunft dem naturwissenschaftlichen Naturbegriff eine eingeschränkte Bedeutung, nach welcher die Natur das Konstituierte unserer Erkenntnis ist. Daher etabliert er schrittweise über die Kritik der praktischen Vernunft hinaus in der Kritik der Urteilskraft einen erweiterten Begriff von der Natur, der uns als vernünftig-sittliche Wesen zu umfassen vermag. In der Kritik der Urteilskraft begreift Kant die lebendige Natur als zweckmäßig. Hier verbindet sich die teleologische Naturidee mit einem Organismusmodell der Natur. Schelling fasst die Natur gemäß dem Kantischen Begriff der Zweckmäßigkeit auf und erklärt die Zweckmäßigkeit der Natur, dass sie ursprünglich durch sich selbst ist. Diese Idee der Zweckmäßigkeit wird daher ein Angelpunkt des Schellingschen Naturbegriffs. Er formuliert eine organische Naturauffassung, welche die Natur der menschlichen Subjektivität nicht dualistisch entgegensetzt, sondern ihr selbst eine eigene Zweckmäßigkeit.
참고문헌 (7)
- Düsing, Klaus, "Natur und Subjektivität. Zur Auseinandersetzung mit der Naturphilosophie des jungen Schelling" (1985), Stuttgart-Bad Cannstatt
- Heckmann, R., "Natur und Subjektivität. Zur Auseinandersetzung mit der Naturphilosophie des jungen Schelling" (1985), Stuttgart-Bad Cannstatt
- Jacobs, Wilhelm G., "Schelling im Deutschen Idealismus. Interaktionen und Kontroversen", pp.1998, Stuttgart
- Martin, Gottfried, "Ontologie und Wissenschaftstheorie" (1969), Berlin
- Schmied-Kowarzik, W., "Schellings Ringen um eine Naturphilosophie in Auseinandersetzung mit Kant, Fichte und Hegel" (1996), Stuttgart-Bad Cannstatt
- Spaemann, R., "Die Frage Wozu? Geschichte und Wiederentdeckung des teleologischen Denkens" (1991), München
- Wolters, Gereon, "Klassiker der Naturphilosophie. Von den Vorsokratikern bis zur Kopenhagener Schule" (1989), München
