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대도시와 거리 산보자 -짐멜과 벤야민의 도시 문화 읽기

Gro?tadt und Flaneur - Simmels und Benjamins Lektuere der Stadtkultur

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주제분류독일어와문학

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Abstract

Die These der Unwirklichkeit der Großstadt, die im Rahmen des Diskurses über Stadtkultur aufgestellt ist, besagt, dass es immer mehr schwierig wird, großstädtische Wirklichkeit konkret wahrzunehmen. Die Intensivierung der Kommunikationstechniken beschleunigt den Prozeß der Entmaterialisierung des Stadtraumes. Dieser Tendenz setzt sich der Versuch entgegen, konkrete Materialität der Stadt erfahbar zu machen. Im Zusam-menhang damit steht das Interesse am Flaneur als sozialer Typus, dessen Blütezeit das 19. Jahrhundert war. Walter Benjamin sah in Baudelaire einen Künstler, dessen poetische Inspiration aus der Flanerie stammt. Nach Benjamin bietet sich die Stadt dem Flaneur als Schauplatz der unwill-kürlichen Erinnerung, des Abenteuers und des Rausches. Benjamin fasst Baudelaire als Flaneur auf, dessen Wahrnehmungsstruktur dem groß- städtischen Erfahrungswandel unterliegt. Dabei beruft er sich auf Simmels Theorie über großstädtische Psychologie. Seiner Interpretation von Baudelaires Gedicht A une passante liegt Simmels Theorie der Mode zugrunde, die auf großstädtische Liebe des Flaneurs anzuwenden ist. Simmels scharfsinnige Analyse der großstädtischen Kultur hat sich zum Programm der Ästhetisierung des Lebens entwickelt. Gerade darin setzt der Punkt an, in dem sich Benjamin von Simmel distanziert. Während sich Simmel im Rahmen der ästhetischen Reflexionen für den Dichter Stefan George sympathisiert, dessen Poesie auf der von der großstädtischen Wirk-lichkeit abgekehrten Innerlichkeit basiert, liest Benjamin an Baudelaires poetischen Leistungen eine Subjektivität ab, die mit der Wahrnehmungs-struktur des Großstädters vermittelt ist.

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