가족기억과 나치 과거사 - 우베 팀의 『내 형을 예로 들어』에 나타난 서사전략
Familiengedächtnis und NS-Vergangenheit - Narrative Strategie in Uwe Timms Am Beispiel meines Bruders
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초록
2000년대 초반 독일의 기억문화를 살펴보면, 나치 과거사에 대한 국가적 차원의 공식적인 기억은 독일의 죄과를 인정하고 반성하는 방향으로 확립되어 있는 반면, 평범한 독일 가정에서 거론되는 사적인 기억은 과거를 미화하거나 우리도 희생자였다는 식으로 죄를 상대화하는 경향을 보인다. 이와 달리 나치 과거를 다루는 문학의 경우 홀로코스트의 가해자인 부모세대와의 단절을 표명하는 방식에서 가족적 연속성에 대한 뚜렷한 인식 하에 부모나 조부모의 죄를 내면적으로 성찰하는 방식으로의 전환이 나타난다. 본고에서는 이러한 문학적 전환을 대표하는 작품이자 사적인 차원에서 이루어진 과거극복의 성공적인 사례로서 우베 팀의 『내 형을 예로 들어』를 연구한다. 이 작품은 형식적으로 2차 세계대전 중에 전사한 형의 일기와 편지에서부터 서술자가 기억하고 있는 가족의 일화와 가족 구성원들 간의 대화, 사료와 역사 연구서, 홀로코스트 문학, 이 모든 것에 대한 서술자의 성찰에 이르기까지 여러 가지 이질적인 텍스트들이 한데 뒤섞여 있는 일종의 몽타주이다. 이 자전적 텍스트에서 우베 팀은 나치 과거에 대한 가족기억의 왜곡과 편향성을 ‘문화적 기억’의 지평을 통해 바로 잡고 있다. 본고에서는 다양한 장르와 성격의 텍스트들을 매끄럽지 않은 방식으로 혼합하여 독자의 성찰을 유도하는 이 작품의 서사적 몽타주 형식을 구체적으로 분석한 후 서술자의 아버지와 형이 나치체제의 동조자로서 체화하고 있었던 독일적 가치에 대해 살펴본다.
Abstract
Wenn man die deutsche Erinnerungskultur in den frühen 2000er Jahren betrachtet, zeigt sich die folgende Tendenz: Während sich die offizielle Erinnerung an die NS- Vergangenheit auf der staatlichen Ebene in Richtung darauf etabliert, die deutsche Schuld zuzugeben und zu büßen, tendiert das private Gedächtnis in normalen deutschen Familien eher dazu, die Vergangenheit zu beschönigen oder durch die Behauptung, ‚wir waren auch Opfer‘, die Schuld zu relativieren. Im Gegensatz dazu zeichnet sich in der Literatur, die die NS-Vergangenheit behandelt, eine Wende ab, von der Erklärung des Bruchs mit der Elterngeneration, den Tätern des Holocaust, zur inneren Reflexion über die Schuld der Eltern oder der Großeltern im klaren Bewusstsein der familiären Kontinuität. In dem vorliegenden Beitrag wird als ein repräsentatives Werk dieser literarischen Wende und als ein Beispiel der gelungenen Vergangenheitsbewältigung auf der privaten Ebene Uwe Timms Am Beispiel meines Bruders behandelt. Dieses Werk ist eine Montage aus verschiedenen hybriden Textsorten, die von dem Tagebuch und den Briefen des im 2. Weltkrieg gefallenen Bruders sowie den familiären Anekdoten und den Gesprächen zwischen Familienmitgliedern, an die der Erzähler sich erinnert, über historische Dokumente und Forschungsarbeiten sowie die Holocaustliteratur bis zu den Reflexionen des Erzählers über dies alles reicht. In seinem autobiografischen Text korrigiert Uwe Timm die Entstellung und die Einseitigkeit des Familiengedächtnisses durch die Ebene des kulturellen Gedächtnisses. In dieser Arbeit wird die Form der narrativen Montage, die die Texte verschiedener Gattungen und Charaktere nicht „glättend“ mischt und somit den Leser zu Reflexionen anregt, konkret analysiert und auf die deutschen Werte eingegangen, die der Vater und der Bruder des Erzählers als Mitwirkende des NS-Systems verkörpern.
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