본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

레싱의 『현자 나탄』에 나타난 종교적 관용의 비판적 고찰

Eine kritische Untersuchung zur religiösen Toleranz in G. E. Lessings Nathan der Weise

0

조회

0

다운로드

5

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

In Lessings Epoche stand religiöse Toleranz auf den Fahnen der Aufklärer geschrieben. Die historische Erfahrung der Religionskriege zwang religiöse Toleranz wirklich zum Thema zu machen. Und die Aufklärung war davon überzeugt, daß die Vernunft allen Menschen gemeinsam sei, weswegen sei Selbstverantwortung beanspruchen dürften. Diese musste sich auch auf Glauben und Kultus erstrecken. Lessing hat das Ideal religiöser Toleranz und ordnet in seinem letzten Drama 『Nathan der Weise』 den Menschen moralisches Wesen und selbständiges Individuum zu, der sich von dem Vorurteile der Religion zu befreien. Und der Schwerpunkt des Dramas wird in den Menschen als Subjektiv verlagert, immer nach der Wahrheit zu streben. Die menschliche gute und tugendhafte Handlung führt den Menschen zu göttlichen Wahrheit. In diesem Zusammenhang ist insbesondere der Bezug der Ringparabel zur Handlung des Dramas wichtig. Lessing war der erste, der die mittelalterliche Ringparabel zum Toleranzaufruf umfunktionierte. Der deutlichste Unterschied zu den mittelalterlichen Ringparabeln liegt darin, dass das Wesentliche des Religiösen sich nicht mehr daraus ergibt, ob es auf einer wahren Offenbarung beruht, sondern daraus, ob es zu richtigem Handeln bewegt. Glaubensinhalte werden schlichtweg irrelevant gegenüber “gut handeln”. Dieses Verständnis der Toleranz bindet aber die Möglichket zur Toleranz an die Relativierung religiöser Überzeugungen. Für religiöse Menschen wird diese Begründung der Toleranz als schwer erträglich erfahren. Und was Lessing gefordert hat und durch allgemeine Umarmung ausgedrückt hat, ein Miteinander der Religionen ist doch stets ohne größeren Erfolg. Toleranz gegenüber der anderen Religionen vollzieht sich nicht in der Relativierung der religiösen Gewissheit bzw. Wahrheitsgewissheit, sondern dergestalt, dass man unterschiedliche religiösen Gemeinschaften, die auf Grund der in der jeweiligen Gewissheit verankerten verschiedenen Lebensprinzipien und Lebensorientierungen bestehen, respektiert und anerkennt. Dieses Verständnis der Toleranz beinhaltet die grundlegende Kritik aller Arten Intoleranzen. Und es besagt auch, dass man durch das Gespräch zwischen unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften die eigene Identität in Beziehung auf anderen Identitäten formalisieren kann.

Abstract

In Lessings Epoche stand religiöse Toleranz auf den Fahnen der Aufklärer geschrieben. Die historische Erfahrung der Religionskriege zwang religiöse Toleranz wirklich zum Thema zu machen. Und die Aufklärung war davon überzeugt, daß die Vernunft allen Menschen gemeinsam sei, weswegen sei Selbstverantwortung beanspruchen dürften. Diese musste sich auch auf Glauben und Kultus erstrecken. Lessing hat das Ideal religiöser Toleranz und ordnet in seinem letzten Drama 『Nathan der Weise』 den Menschen moralisches Wesen und selbständiges Individuum zu, der sich von dem Vorurteile der Religion zu befreien. Und der Schwerpunkt des Dramas wird in den Menschen als Subjektiv verlagert, immer nach der Wahrheit zu streben. Die menschliche gute und tugendhafte Handlung führt den Menschen zu göttlichen Wahrheit. In diesem Zusammenhang ist insbesondere der Bezug der Ringparabel zur Handlung des Dramas wichtig. Lessing war der erste, der die mittelalterliche Ringparabel zum Toleranzaufruf umfunktionierte. Der deutlichste Unterschied zu den mittelalterlichen Ringparabeln liegt darin, dass das Wesentliche des Religiösen sich nicht mehr daraus ergibt, ob es auf einer wahren Offenbarung beruht, sondern daraus, ob es zu richtigem Handeln bewegt. Glaubensinhalte werden schlichtweg irrelevant gegenüber “gut handeln”. Dieses Verständnis der Toleranz bindet aber die Möglichket zur Toleranz an die Relativierung religiöser Überzeugungen. Für religiöse Menschen wird diese Begründung der Toleranz als schwer erträglich erfahren. Und was Lessing gefordert hat und durch allgemeine Umarmung ausgedrückt hat, ein Miteinander der Religionen ist doch stets ohne größeren Erfolg. Toleranz gegenüber der anderen Religionen vollzieht sich nicht in der Relativierung der religiösen Gewissheit bzw. Wahrheitsgewissheit, sondern dergestalt, dass man unterschiedliche religiösen Gemeinschaften, die auf Grund der in der jeweiligen Gewissheit verankerten verschiedenen Lebensprinzipien und Lebensorientierungen bestehen, respektiert und anerkennt. Dieses Verständnis der Toleranz beinhaltet die grundlegende Kritik aller Arten Intoleranzen. Und es besagt auch, dass man durch das Gespräch zwischen unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften die eigene Identität in Beziehung auf anderen Identitäten formalisieren kann.

참고문헌 (17)

  1. Lessing, Gotthold Ephraim, "Werke in 8 Bde." (1970), Darmstadt
  2. Bahr, Erhard, "Was ist Aufklärung?" (1974), Stuttgart
  3. Barner, Wilfried, "Lessing. Epoche-Werk-Wirkung" (1987), neubearb. Aufl.
  4. Cassirer, Ernst, "Philosophie der Aufklärung, 3." (1973), Tübingen
  5. Dinzelbacher, Peter, "Kritische Bemerkungen zur Geschichte der religiösen Toleranz und zur Tradition der Lessing’schen Ringparabel", Numen, 55, pp.1~26 (2008)
  6. Hoffmeister, Johannes, "Dokumente zu Hegels Entwicklung" (1936), Stuttgart
  7. Lyotard, Jean-Francois, "The Postmodern Condition: A Report on Knowledge" (1984), Manchester
  8. Newbigin, Lesslie, "The Gospel in a Pluralist Society" (1989), Grand Rapids
  9. Pütz, Peter, "Die Leistung der Form. Lessings Dramen" (1986), Frankfurt a. M.
  10. Schneiders, Werner, "Lexikon der Aufklärung. Deutschland und Europa" (1995), München
  11. Schultze, Harald, "Lessings Toleranzbegriff. Eine theologische Studie" (1969), Göttingen
  12. Christoph Schwöbel, "Pluralismus und Toleranz aus der Sicht des Christentums - Eine protestantische Perspektive -", 철학사상문화, 6(6), pp.194~229 (2008), 동서사상연구소
  13. Wellmer, Albrecht, "Zur Dialektik von Moderne und Postmoderne. Vernunftkritik nach Adorno" (1985), Frankfurt. a. M.
  14. 강휘원, "근대 기독교의 종교적 자유와 관용의 상대성 오류", 현상과 인식, 32(1), pp.13~37 (2008), 한국인문사회과학회
  15. 볼프강 벨쉬, "우리의 포스트모던적 모던 2" (2001), 책세상
  16. 윤도중, "레싱의 『현자 나탄』에 나타난 관용과 박애 사상", 독일문학, 47, pp.139~158 (1991)
  17. 주경식, "G. E. 레싱의 드라마 ‘현자 나탄(Nathan der Weise)’에 대한 기독교적 고찰", 통합연구, 3(2), pp.68~74 (1990)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (9건)