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알렉산더 클루게의 텔레비전 프로그램 문화매거진 ―'달이 뜬 거친 밤'의 분석을 중심으로

Alexander Kluges Kulturmagazine

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주제분류독일어와문학

초록

Das Fernsehen als ein neues Medium wurde in Deutschland seit seinem Beginn kritisch betrachtet. Dies scheint wiederum eng verbunden mit der Kritik der linken Intellektuellen in den 1950er und 1960er Jahren an diesem Medium. In Deutschland begann 1984 das duale System von öffentlich-rechtlichem und privat-kommerziellem Rundfunk. Mit dem Auftritt des kommerziellen Rundfunksystems wurde die Kritik am Fernsehen noch radikaler. Alexander Kluge, der sich seit Beginn der 1960er Jahre als Schriftsteller und Filmemacher präsentiert hatte, begann in den 1980er Jahren mit der Fernseharbeit. Der Hauptgrund seiner Beschäftigung mit dem Fernsehen lag dabei in dem Gedanken, die klassische Öffentlichkeit durch das Leitmedium Fernsehen wieder herzustellen. In diesem Zusammenhang gründete Kluge 1987 gemeinsam mit dem japanischen Werbekonzern Dentsu die unabhängige Produktionsfirma Development Company for Television Program, der sich 1991 auch der Spiegel-Verlag anschließen sollte. Seitdem wurden die von Kluge selbst gestalteten Kulturprogramme 10 vor 11 (RTL), News & Stories (SAT1) und Prime Time Spätausgabe (RTL) ausgestrahlt. Alexander Kluge beobachtet in wesentlichem Sinne das Medium Fernsehen paradoxal. Einerseits betrachtet er es als ein negatives Medium, das Bewusstsein des Zuschauers von allen Seiten zu belagern. Andererseits aber zeigt er, anders als die bisherigen Kritiker, durch seine Praxis innerhalb des Fernsehens eine neue Möglichkeit des Mediums. Die hier vorliegende Arbeit versucht, diese neue Möglichkeit des Fernsehens in Bezug auf die aktive Beteiligung des Zuschauers an den Sinnproduktionsprozessen des Mediums aufzuzeigen. Dies ermöglicht Kluge durch eine radikale Veränderung der medialen Struktur des Fernsehens. In diesem Punkt unterscheiden sich die Kulturmagazine Kluges von den anderen Magazinformaten des Fernsehens. Im Vergleich mit den gängigen TV-Magazinen enthalten die Kulturprogramme Kluges im Wesentlichen zwei Besonderheiten: Einmal haben seine Sendungen ein thematisches Spektrum von beinahe enzyklopädischen Dimensionen wie etwa Philosophie, Mathematik, Geschichte, Soziologie, Geographie, Politik, Raumfahrt, Biologie oder Physiognomik etc. Zum anderen weisen sie eine ästhetische Komplexität auf, die bisher ungenutzte Ausdrucksformen des Mediums erprobt. Auf der formalen Ebene bestehen die Kulturmagazine Kluges aus zwei Elementen: Interview und audiovisuellem Montage-Essay. Die Interviewform Kluges bezeichnet sich als ‘Talk-Show’ im wörtlichen Sinne. Bei diesen Interviews konzentriert sich Kluge weniger auf die reine Information zum jeweiligen Thema als vielmehr auf die Art und Weise des Sprechens seines Kommunikationspartners. So eigenartig wie seine Interviewsendungen verfahren auch Kluges audiovisuelle Montage-Essays. Statt auf die Einheit und Homogenität der Materialien zielen sie auf deren Vielfalt und Vielgestaltigkeit. Damit appelliert Kluge letztendlich an die Eigentätigkeit und die Phantasie des Zuschauers. In meiner Arbeit betrachte ich vor allem die Form des audiovisuellen Montage-Essays bei Alexander Kluge. Für die genaue Erläuterung nehme ich dabei ein Beispiel des Kulturmagazins Prime Time Spätausgabe, das am 11. Februar 1990 unter dem Titel Wilde Nacht mit Mond ausgestrahlt wurde.

Abstract

Das Fernsehen als ein neues Medium wurde in Deutschland seit seinem Beginn kritisch betrachtet. Dies scheint wiederum eng verbunden mit der Kritik der linken Intellektuellen in den 1950er und 1960er Jahren an diesem Medium. In Deutschland begann 1984 das duale System von öffentlich-rechtlichem und privat-kommerziellem Rundfunk. Mit dem Auftritt des kommerziellen Rundfunksystems wurde die Kritik am Fernsehen noch radikaler. Alexander Kluge, der sich seit Beginn der 1960er Jahre als Schriftsteller und Filmemacher präsentiert hatte, begann in den 1980er Jahren mit der Fernseharbeit. Der Hauptgrund seiner Beschäftigung mit dem Fernsehen lag dabei in dem Gedanken, die klassische Öffentlichkeit durch das Leitmedium Fernsehen wieder herzustellen. In diesem Zusammenhang gründete Kluge 1987 gemeinsam mit dem japanischen Werbekonzern Dentsu die unabhängige Produktionsfirma Development Company for Television Program, der sich 1991 auch der Spiegel-Verlag anschließen sollte. Seitdem wurden die von Kluge selbst gestalteten Kulturprogramme 10 vor 11 (RTL), News & Stories (SAT1) und Prime Time Spätausgabe (RTL) ausgestrahlt. Alexander Kluge beobachtet in wesentlichem Sinne das Medium Fernsehen paradoxal. Einerseits betrachtet er es als ein negatives Medium, das Bewusstsein des Zuschauers von allen Seiten zu belagern. Andererseits aber zeigt er, anders als die bisherigen Kritiker, durch seine Praxis innerhalb des Fernsehens eine neue Möglichkeit des Mediums. Die hier vorliegende Arbeit versucht, diese neue Möglichkeit des Fernsehens in Bezug auf die aktive Beteiligung des Zuschauers an den Sinnproduktionsprozessen des Mediums aufzuzeigen. Dies ermöglicht Kluge durch eine radikale Veränderung der medialen Struktur des Fernsehens. In diesem Punkt unterscheiden sich die Kulturmagazine Kluges von den anderen Magazinformaten des Fernsehens. Im Vergleich mit den gängigen TV-Magazinen enthalten die Kulturprogramme Kluges im Wesentlichen zwei Besonderheiten: Einmal haben seine Sendungen ein thematisches Spektrum von beinahe enzyklopädischen Dimensionen wie etwa Philosophie, Mathematik, Geschichte, Soziologie, Geographie, Politik, Raumfahrt, Biologie oder Physiognomik etc. Zum anderen weisen sie eine ästhetische Komplexität auf, die bisher ungenutzte Ausdrucksformen des Mediums erprobt. Auf der formalen Ebene bestehen die Kulturmagazine Kluges aus zwei Elementen: Interview und audiovisuellem Montage-Essay. Die Interviewform Kluges bezeichnet sich als ‘Talk-Show’ im wörtlichen Sinne. Bei diesen Interviews konzentriert sich Kluge weniger auf die reine Information zum jeweiligen Thema als vielmehr auf die Art und Weise des Sprechens seines Kommunikationspartners. So eigenartig wie seine Interviewsendungen verfahren auch Kluges audiovisuelle Montage-Essays. Statt auf die Einheit und Homogenität der Materialien zielen sie auf deren Vielfalt und Vielgestaltigkeit. Damit appelliert Kluge letztendlich an die Eigentätigkeit und die Phantasie des Zuschauers. In meiner Arbeit betrachte ich vor allem die Form des audiovisuellen Montage-Essays bei Alexander Kluge. Für die genaue Erläuterung nehme ich dabei ein Beispiel des Kulturmagazins Prime Time Spätausgabe, das am 11. Februar 1990 unter dem Titel Wilde Nacht mit Mond ausgestrahlt wurde.

참고문헌 (23)

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  12. Hickethier, Knut, "Geschichte des deutschen Fernsehens", ~ (1998)
  13. Kluge, Alexander, "Die realistische Methode und das sog. Filmische. In Gelegenheitsarbeit einer Sklavin. Zur realistischen Methode", pp.202~209 (1975), Suhrkamp
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  15. Kluge, Alexander, "Die Patriotin. Texte", Bilder 1-6. 2. Aufl, 1980
  16. Kluge, Alexander, "Dompteur oder Gärtner? Rede zum Heinrich-Böll-Preis", Wochenpost, 51(16), pp.12~ (1993)
  17. Negt, Oskar, "Öffentlichkeit und Erfahrung. Zur Organisationsanalyse von bürgerlicher und proletarischer Öffentlichkeit" (1972), Suhrkamp
  18. Schulte, Christian, "Kluges Fernsehen. Alexander Kluges Kulturmagazine" (2002), Suhrkamp
  19. Scherer, Christina, "Arbeit an der Filmgeschichte. Die Filmrezeption in den Fernsehsendungen Alexander Kluges. In: Kluges Fernsehen. Alexander Kluges Kulturmagazine", pp.181~194 (2002), Suhrkamp
  20. Uecker, Matthias, "Anti-Fernsehen? Alexander Kluges Fernsehproduk- tionen" (2000), Schüren
  21. Uecker, Matthias, "Anti-Fernsehen? Alexander Kluges Fernsehproduk- tionen" (2000), Schüren
  22. "Muss denn Fernsehen trostlos sein?"[URL]

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