미적 경험과 좋은 삶 ―마르틴 젤의 미학에 대하여
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초록
Die Geschichte der deutschen Ästhetik seit den 70er Jahren ist durch den Begriff der ästhetischen Erfahrung geprägt, was zur Folge hat, dass Werk- und Wahrheitsästhetiken eine klare Absage erteilt wird. Dabei scheint Martin Seel über eine der umfassendsten und am besten durchdachten Theorien der ästhetischer Erfahrung zu verfügen. Für Seel bildet die Ausgangslage ästhetischer Problematik immer noch die Kantische Autonomie des Geschmacks, also das Problem, dass das ästhetische Urteil einerseits subjektiv und unbegründbar erscheint, andererseits aber als Urteil objektiv einen Anspruch erhebt, der den Bereich des Ästhetischen übersteigt. In leicht abgewandelter Form kann nach Seel so auch die Lage im theoretischen Feld heute skizziert werden. Auf der einen Seite stellt er die Überbietungstheoretiker, die dem ästhetischen Verhalten eine emphatische Erkenntnismgölichkeit von höchster Dignität zusprechen; auf der anderen Seite versammelt er die Entzugstheoretiker, die über das Besondere des Ästhetischen nicht mehr sagen wollen, als dass es eben etwas Besonderes ist. Beiden Wegen will Seel nicht folgen. Stattdessen beruft er sich auf John Deweys methodisches Vorgehen, das Problem der ästhetischen Erfahrung vom gewöhnlichen Erfahren aus anzugehen. Nach Dewey ist der Unterschied zwischen den Erfahrungshandlungen im Alltag und den Erfahrungen des Ästhetischen nur ein gradueller Unterschied; Ästhetische Erfahrungen bilden nicht einen Bereich, der von den normalen Erfahrungen ganz abgesetzt wäre und diesen normalen Erfahrungen völlig fremd wäre. In Anlehnung an die ästhetischen Auffassungen Deweys entwickelt Seel nun seine Konzepte des Verhältnisses von der Wahrnehmung, der ästhetischen Wahrnehmung und der ästhetischen Erfahrung, wodurch er einen Ausweg des Dilemmas der Überbietungsästhetik und Entzugsästhetik zu finden versucht. Seel unterscheidet drei Grundformen der ästhetischen Erfahrung: die kontemplative ästhetische Erfahrung als Form des Abstandes von der alltäglichen Erfahrung, die korresponsive ästhetische Erfahrung als anschauliche Entsprechung zwischen dem Erfahrungsgehalt und der vertrauten Lebenswelt und die imaginative ästhetische Erfahrung als phantasievolle Überschreitung des Gewohnten. In all diesen Formen lassen sich der selbstzweckhafte Erfahrungsgehalt und der damit verbundene Verhaltensspielraum ausmachen. Alle drei Aspekte sind für sich auch Lebensmöglichkeiten, weshalb die kontemplative, korresponsive und imaginative Form der ästhetischen Erfahrung als drei Aspekte guten Lebens aufgeführt werden können. Dieses Thema behandelt Seel vor allem am Beispiel der Natur bzw. der Naturschönheit.
Abstract
Die Geschichte der deutschen Ästhetik seit den 70er Jahren ist durch den Begriff der ästhetischen Erfahrung geprägt, was zur Folge hat, dass Werk- und Wahrheitsästhetiken eine klare Absage erteilt wird. Dabei scheint Martin Seel über eine der umfassendsten und am besten durchdachten Theorien der ästhetischer Erfahrung zu verfügen. Für Seel bildet die Ausgangslage ästhetischer Problematik immer noch die Kantische Autonomie des Geschmacks, also das Problem, dass das ästhetische Urteil einerseits subjektiv und unbegründbar erscheint, andererseits aber als Urteil objektiv einen Anspruch erhebt, der den Bereich des Ästhetischen übersteigt. In leicht abgewandelter Form kann nach Seel so auch die Lage im theoretischen Feld heute skizziert werden. Auf der einen Seite stellt er die Überbietungstheoretiker, die dem ästhetischen Verhalten eine emphatische Erkenntnismgölichkeit von höchster Dignität zusprechen; auf der anderen Seite versammelt er die Entzugstheoretiker, die über das Besondere des Ästhetischen nicht mehr sagen wollen, als dass es eben etwas Besonderes ist. Beiden Wegen will Seel nicht folgen. Stattdessen beruft er sich auf John Deweys methodisches Vorgehen, das Problem der ästhetischen Erfahrung vom gewöhnlichen Erfahren aus anzugehen. Nach Dewey ist der Unterschied zwischen den Erfahrungshandlungen im Alltag und den Erfahrungen des Ästhetischen nur ein gradueller Unterschied; Ästhetische Erfahrungen bilden nicht einen Bereich, der von den normalen Erfahrungen ganz abgesetzt wäre und diesen normalen Erfahrungen völlig fremd wäre. In Anlehnung an die ästhetischen Auffassungen Deweys entwickelt Seel nun seine Konzepte des Verhältnisses von der Wahrnehmung, der ästhetischen Wahrnehmung und der ästhetischen Erfahrung, wodurch er einen Ausweg des Dilemmas der Überbietungsästhetik und Entzugsästhetik zu finden versucht. Seel unterscheidet drei Grundformen der ästhetischen Erfahrung: die kontemplative ästhetische Erfahrung als Form des Abstandes von der alltäglichen Erfahrung, die korresponsive ästhetische Erfahrung als anschauliche Entsprechung zwischen dem Erfahrungsgehalt und der vertrauten Lebenswelt und die imaginative ästhetische Erfahrung als phantasievolle Überschreitung des Gewohnten. In all diesen Formen lassen sich der selbstzweckhafte Erfahrungsgehalt und der damit verbundene Verhaltensspielraum ausmachen. Alle drei Aspekte sind für sich auch Lebensmöglichkeiten, weshalb die kontemplative, korresponsive und imaginative Form der ästhetischen Erfahrung als drei Aspekte guten Lebens aufgeführt werden können. Dieses Thema behandelt Seel vor allem am Beispiel der Natur bzw. der Naturschönheit.
참고문헌 (17)
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