독일어 텍스트 응결성에 미치는 한국어의 간섭현상 - 한국인의 독일어 글쓰기를 위한 교육적 제안
Textuelle Interferenzen durch unterschiedliche kohäsive Mittel am Beispiel des Sprachenpaars Koreanisch-Deutsch - Ein didaktischer Vorschlag für das Deutschschreiben des koreanischen Muttersprachlers
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초록
In der vorliegenden Arbeit geht es um die Interferenzprobleme, welche durchdie in jeder Sprache unterschiedlichen kohäsiven Mittel verursacht werdenkönnen. Genauer gesagt, mit welchen Problemen koreanische Muttersprachleraufgrund ihrer muttersprachlichen Textkonventionen - kohäsiven Mittel, indiesem Fall - beim Schreiben deutscher Texte konfrontiert werden könnten. Unter der gängigen Annahme, dass sich die Textkohäsion auf die syntaktischeForm, die sprachliche Ebene, bezieht, während sich die Textkohärenz auf denInhalt, die logische Ebene, bezieht, werden die unterschiedlichenmuttersprachlichen Kohäsionsmittel der beiden Sprachen in kontrastiver Weisebetrachtet. Vor allem die auf der Koreferenz basierende Wiederaufnahmebestimmter sprachlicher Ausdrücke, die Anaphora und Substitutionen durchandere lexikalische Einheiten umfasst, gehört zu den effizientenKohäsionsmitteln. Das Koreanische, das für eine typische topik-prominenteSprache gehalten wird, zeigt den Charakter der sog. Pro-Drop-Sprache, in derPronomina in der Subjektposition zur Konstitution eines grammatikalischvollständigen Satzes nicht explizit realisiert sein müssen. Das Deutsche, dascharakteristisch für sein Verb-Zweit-Phänomen (V/2) ist, hat einegrammatikalisierte Stelle im Vorfeld des Satzes. Die Vorfeldbesetzung, dienicht ganz richtig als Topikalisierung bezeichnet wird, ist relevant für die dynamische Informationsstruktur. Die Topik, die eine Verbindungsrolle füranschließende Sätze im Text spielt und überwiegend als Subjekt fungiert,kommt nicht immer im Vorfeld vor. Die koreanischen Deutschlernendenkönnten beim Deutschschreiben wegen der muttersprachlichen Interferenzbezüglich morphologischer und syntaktischer Realisierungen der Topik aufSchwierigkeiten stoßen. In dieser Arbeit wird im Hinblick auf die Textkohäsiondes Deutschen vorgeschlagen, dass die lexikalische Selektion fürWiederaufnahme und die syntaktische Serialisierung für Informationsstrukturmit besonderer Sorgfalt didaktisch kontrolliert werden sollten.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit geht es um die Interferenzprobleme, welche durchdie in jeder Sprache unterschiedlichen kohäsiven Mittel verursacht werdenkönnen. Genauer gesagt, mit welchen Problemen koreanische Muttersprachleraufgrund ihrer muttersprachlichen Textkonventionen - kohäsiven Mittel, indiesem Fall - beim Schreiben deutscher Texte konfrontiert werden könnten. Unter der gängigen Annahme, dass sich die Textkohäsion auf die syntaktischeForm, die sprachliche Ebene, bezieht, während sich die Textkohärenz auf denInhalt, die logische Ebene, bezieht, werden die unterschiedlichenmuttersprachlichen Kohäsionsmittel der beiden Sprachen in kontrastiver Weisebetrachtet. Vor allem die auf der Koreferenz basierende Wiederaufnahmebestimmter sprachlicher Ausdrücke, die Anaphora und Substitutionen durchandere lexikalische Einheiten umfasst, gehört zu den effizientenKohäsionsmitteln. Das Koreanische, das für eine typische topik-prominenteSprache gehalten wird, zeigt den Charakter der sog. Pro-Drop-Sprache, in derPronomina in der Subjektposition zur Konstitution eines grammatikalischvollständigen Satzes nicht explizit realisiert sein müssen. Das Deutsche, dascharakteristisch für sein Verb-Zweit-Phänomen (V/2) ist, hat einegrammatikalisierte Stelle im Vorfeld des Satzes. Die Vorfeldbesetzung, dienicht ganz richtig als Topikalisierung bezeichnet wird, ist relevant für die dynamische Informationsstruktur. Die Topik, die eine Verbindungsrolle füranschließende Sätze im Text spielt und überwiegend als Subjekt fungiert,kommt nicht immer im Vorfeld vor. Die koreanischen Deutschlernendenkönnten beim Deutschschreiben wegen der muttersprachlichen Interferenzbezüglich morphologischer und syntaktischer Realisierungen der Topik aufSchwierigkeiten stoßen. In dieser Arbeit wird im Hinblick auf die Textkohäsiondes Deutschen vorgeschlagen, dass die lexikalische Selektion fürWiederaufnahme und die syntaktische Serialisierung für Informationsstrukturmit besonderer Sorgfalt didaktisch kontrolliert werden sollten.
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