발터 벤야민에게서 원천 개념의 탈형이상학적 ‘원천’
Der außermetaphysische ‘Ursprung’ des Ursprungsbegriffs bei Walter Benjamin
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초록
Sowohl bei den Freunden Benjamins als auch in der bisherigen Benjamin-Literatur war umstritten, wie Walter Benjamins “gefährliche Beziehungen” zu den ‘problematischen’ Autoren wie Carl Schmitt, Ludwig Klages, Johann Jakob Bachofen und nicht zuletzt Mitgliedern der Acéphale-Gruppe interpretiert werden können. Ihnen sind darin gemein, dass sie ihre Kulturkritik der Moderne ausdrücklich mit den anti-aufklärerischem Impulsen und durch die Idealisierung der vormodernen Semantiken geltend machen wollte; bei Schmitt war der sinnerfüllte Ursprung der Vormodernität der römische Katholizismus, bei den anderen die archaische Welt. Auf den ersten Blick kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, ob Benjamin auch mit ihrer problematischen Position teilte, indem er einen prominenten Begriff zum zentralen Platz seiner methodischen Überlegungen machte: den Begriff des Ursprungs. Bei näherem Hinsehen aber erweist sich der ersten Eindruck der “gefährlichen Beziehungen” zwischen Benjamin und den oben genannten Autoren als trügerisch. Benjamins Verwendung des Ursprungsbegriffs ist von den problematischen Implikationen jener Autoren dadurch dezidiert abzugrenzen, dass er sein Ursprungskonzept zu einer spannungsgesättigten Gedankenfigur macht und damit den ihm immanenten Doppelcharakter ins Spiel bringt. Unter diesen Vorzeichen kann man diesen Sachverhalt in dreierlei Hinsicht betrachten, um Benjamins spezifische Umfunktionierung des Begriffs des Ursprungs über dessen problematisch anmutende Semantisierung hinweg näher deutlich zu machen: mit dem vornehmlich von Simmel ausgeprägten Begriff des Urphänomens, mit dem Konzept der Aktualität und nicht zuletzt mit dem oppositionellen Begriffspaar von Zerstörung und Konstruktion.
Abstract
Sowohl bei den Freunden Benjamins als auch in der bisherigen Benjamin-Literatur war umstritten, wie Walter Benjamins “gefährliche Beziehungen” zu den ‘problematischen’ Autoren wie Carl Schmitt, Ludwig Klages, Johann Jakob Bachofen und nicht zuletzt Mitgliedern der Acéphale-Gruppe interpretiert werden können. Ihnen sind darin gemein, dass sie ihre Kulturkritik der Moderne ausdrücklich mit den anti-aufklärerischem Impulsen und durch die Idealisierung der vormodernen Semantiken geltend machen wollte; bei Schmitt war der sinnerfüllte Ursprung der Vormodernität der römische Katholizismus, bei den anderen die archaische Welt. Auf den ersten Blick kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, ob Benjamin auch mit ihrer problematischen Position teilte, indem er einen prominenten Begriff zum zentralen Platz seiner methodischen Überlegungen machte: den Begriff des Ursprungs. Bei näherem Hinsehen aber erweist sich der ersten Eindruck der “gefährlichen Beziehungen” zwischen Benjamin und den oben genannten Autoren als trügerisch. Benjamins Verwendung des Ursprungsbegriffs ist von den problematischen Implikationen jener Autoren dadurch dezidiert abzugrenzen, dass er sein Ursprungskonzept zu einer spannungsgesättigten Gedankenfigur macht und damit den ihm immanenten Doppelcharakter ins Spiel bringt. Unter diesen Vorzeichen kann man diesen Sachverhalt in dreierlei Hinsicht betrachten, um Benjamins spezifische Umfunktionierung des Begriffs des Ursprungs über dessen problematisch anmutende Semantisierung hinweg näher deutlich zu machen: mit dem vornehmlich von Simmel ausgeprägten Begriff des Urphänomens, mit dem Konzept der Aktualität und nicht zuletzt mit dem oppositionellen Begriffspaar von Zerstörung und Konstruktion.
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