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Die Erkennbarkeit des Anderen - Walter Benjamins Rezeption der chinesischen intellektuellen Malerei der Ming- und Qing-Periode

Die Erkennbarkeit des Anderen – Walter Benjamins Rezeption der chinesischen intellektuellen Malerei der Ming- und Qing-Periode

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit geht von einer Kritik Benjamins zu der chinesischen Kunstausstellung in Paris im Jahre 1937 aus, in der Malereien und Kalligraphien der Ming- und Qing-Dynastie präsentiert wurden. Merkwürdig ist, dass Benjamin dabei konkret das “Denkbild” vor Augen hat, das er lebenslang anhand der hebräisch-europäischen Sprache und Kunst entwickelte. Unterstützt und erläutert werden Benjamins Beobachtungen durch die zerstreuten Notizen zur chinesischen Kunst und Kultur in seinen wichtigen Essays der Jahre 1920-1930, wie “Einbahnstraße” und “Berliner Kindheit um Neunzehnhundert” etc. Jedoch müssen diese vor dem Hintergrund der Chinarezeption des damaligen Europas betrachtet und die Anwendbarkeit der Kernkonzepte, wie “Denkbild” bzw. “Allegorie”, auf die chinesische Kunst und Kultur hinterfragt werden. Dieses Problem der Anwendbarkeit wurde in der Forschungsgeschichte selten berührt, sodass die transkulturalen Ansätze Benjamins bislang unerforscht blieben. Es scheint naheliegend, sowohl sein Verständnis als auch seine Missverständnisse der chinesischen Kunst und Kultur als eine Stufe zur ‘Erkennbarkeit des Anderen’ auszulegen. Die “Erkennbarkeit”, die von Benjamin in einem philosophisch-theologischen Fragment als Fähigkeit bzw. Stufe der horizontalen Begegnung verschiedener Kulturen suggeriert wurde, wird zum Schluss dieser Arbeit anhand von Benjamins Auslegung der chinesischen Kunst und Kultur diskutiert. Seine Kunst- und Kulturtheorie liefert nicht nur ein innereuropäisches Deutungsmuster von Sprache und Kunst, sondern markiert auch eine Stufe der ‘Erkennbarkeit des Anderen’ und weißt als solches ein hermeneutisches Potential des überregionalen bzw. transnationalen Austausches auf..

Abstract

Die vorliegende Arbeit geht von einer Kritik Benjamins zu der chinesischen Kunstausstellung in Paris im Jahre 1937 aus, in der Malereien und Kalligraphien der Ming- und Qing-Dynastie präsentiert wurden. Merkwürdig ist, dass Benjamin dabei konkret das “Denkbild” vor Augen hat, das er lebenslang anhand der hebräisch-europäischen Sprache und Kunst entwickelte. Unterstützt und erläutert werden Benjamins Beobachtungen durch die zerstreuten Notizen zur chinesischen Kunst und Kultur in seinen wichtigen Essays der Jahre 1920-1930, wie “Einbahnstraße” und “Berliner Kindheit um Neunzehnhundert” etc. Jedoch müssen diese vor dem Hintergrund der Chinarezeption des damaligen Europas betrachtet und die Anwendbarkeit der Kernkonzepte, wie “Denkbild” bzw. “Allegorie”, auf die chinesische Kunst und Kultur hinterfragt werden. Dieses Problem der Anwendbarkeit wurde in der Forschungsgeschichte selten berührt, sodass die transkulturalen Ansätze Benjamins bislang unerforscht blieben. Es scheint naheliegend, sowohl sein Verständnis als auch seine Missverständnisse der chinesischen Kunst und Kultur als eine Stufe zur ‘Erkennbarkeit des Anderen’ auszulegen. Die “Erkennbarkeit”, die von Benjamin in einem philosophisch-theologischen Fragment als Fähigkeit bzw. Stufe der horizontalen Begegnung verschiedener Kulturen suggeriert wurde, wird zum Schluss dieser Arbeit anhand von Benjamins Auslegung der chinesischen Kunst und Kultur diskutiert. Seine Kunst- und Kulturtheorie liefert nicht nur ein innereuropäisches Deutungsmuster von Sprache und Kunst, sondern markiert auch eine Stufe der ‘Erkennbarkeit des Anderen’ und weißt als solches ein hermeneutisches Potential des überregionalen bzw. transnationalen Austausches auf..

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