Fernweh als Heimweh - Die Heimat des Wanderers in Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorff
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초록
Das Wandern in der Natur ist kein überzeitliches Phänomen, sondern wird nur vor einem bestimmten zeitlichen Hintergrund möglich. Mit der Wanderung im positiven Sinne geht der Wandel des Heimatbegriffs einher. Hier stellt sich die Frage, ob der Wanderer, der ständig unterwegs ist, überhaupt eine Heimat haben kann. In der vorliegenden Arbeit habe ich versucht, durch die Analyse des Romans Aus dem Leben eines Taugenichts von Eichendorff diese Frage zu beantworten. In diesem Roman wird der Ich-Erzähler oft als Taugenichts bezeichnet. Jedoch soll man sein Nichttun nicht bloß als Faulenzen betrachten, sondern es mit seiner künstlerischen Begabung in Verbindung bringen. Als Künstler singt er von der Schönheit der Natur und der Erhabenheit des Himmelreichs und drückt seine Sehnsucht nach unerreichbarer Ferne aus. Diese Sehnsucht nach Ferne ist zugleich eine Sehnsucht nach Heimat, weil sich der Ich-Erzähler in der Natur oder im Himmelreich glücklich und geborgen fühlt. In diesem Roman wird die Heimat des Wanderers nicht auf einen einzigen Ort festgelegt. Seine Heimat kann sowohl auf sein Elternhaus als auch auf das Schloss in Wien verweisen. Jedoch kann seine Heimat eigentlich keinem bestimmten Ort zugeordnet werden, weil sie ein Gefühlsraum ist und daher nicht lokalisierbar ist. Daher erscheint sie tiefgründig als Natur oder als Himmelreich.
Abstract
Das Wandern in der Natur ist kein überzeitliches Phänomen, sondern wird nur vor einem bestimmten zeitlichen Hintergrund möglich. Mit der Wanderung im positiven Sinne geht der Wandel des Heimatbegriffs einher. Hier stellt sich die Frage, ob der Wanderer, der ständig unterwegs ist, überhaupt eine Heimat haben kann. In der vorliegenden Arbeit habe ich versucht, durch die Analyse des Romans Aus dem Leben eines Taugenichts von Eichendorff diese Frage zu beantworten. In diesem Roman wird der Ich-Erzähler oft als Taugenichts bezeichnet. Jedoch soll man sein Nichttun nicht bloß als Faulenzen betrachten, sondern es mit seiner künstlerischen Begabung in Verbindung bringen. Als Künstler singt er von der Schönheit der Natur und der Erhabenheit des Himmelreichs und drückt seine Sehnsucht nach unerreichbarer Ferne aus. Diese Sehnsucht nach Ferne ist zugleich eine Sehnsucht nach Heimat, weil sich der Ich-Erzähler in der Natur oder im Himmelreich glücklich und geborgen fühlt. In diesem Roman wird die Heimat des Wanderers nicht auf einen einzigen Ort festgelegt. Seine Heimat kann sowohl auf sein Elternhaus als auch auf das Schloss in Wien verweisen. Jedoch kann seine Heimat eigentlich keinem bestimmten Ort zugeordnet werden, weil sie ein Gefühlsraum ist und daher nicht lokalisierbar ist. Daher erscheint sie tiefgründig als Natur oder als Himmelreich.
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