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자전적 기록으로서의 전황보고서 - 괴테의 『프랑스 종군기』

Kriegsbericht als autobiographisches Schreiben – Goethes Campagne in Frankreich

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주제분류독일어와문학

초록

괴테는 『프랑스 종군기』를 본래 자서전 『시와 진실』의 일부로 구상하였다. 그의 프랑스 종군과 이를 실제 기록하기까지 30년이라는 시차는 『프랑스 종군기』의 특성을 이해 하는데 매우 중요하다. 『프랑스 종군기』는 일종의 수신자 맞춤형 전황보고서이다. 괴테는 칼 아우구스트 공작을 비롯해 종군보고서의 수신자를 줄곧 의식하고 있다. 또 종군기를 집필할 당시 독일 땅에서 복고정치가 회귀하며 언론과 사상의 통제 및 검열이 강화된 것도 함께 작용하였다. 그 때문에 괴테의 종군기는 완곡어법을 띠고 있다. 그는 모난 것은 둥글게 다듬고, 다루기 힘든 내용은 축소하는 과정을 통해 주어진 사료(史料)를 자유롭게 사용함으로써 자신의 예술적 공간을 펼쳤다. 괴테는 전쟁 기록이 갖추어야 할 기존의 패턴을 따르지 않았고, 개연성의 세계를 최대한 활용함으로써 『프랑스 종군기』를 문자적 의미의 ‘종군기’가 아닌 한 편의 문학작품으로 펴냈다.

Abstract

Goethe konzipierte Campagne in Frankreich (1822) ursprünglich als Fortsetzung seiner Autobiographie Dichtung und Wahrheit. Die Tatsache, dass er Campagne in Frankreich von Anfang an als Teil seiner Autobiographie plante, lässt darauf schließen, dass es sich hierbei nicht um einen Kriegsbericht im eigentlichen Sinne handelte. Um den besonderen Charakter von Campagne in Frankreich zu verstehen, ist es von entscheidender Bedeutung, den zeitlichen Abstand von 30 Jahren zwischen Goethes Teilnahme am Frankreichfeldzug und der eigentlichen Niederschrift in Betracht zu ziehen. Goethes Bericht basiert weitgehend auf dem Tagebuch von Johann Conrad Wagner, einem Diener von Herzog Carl August, der die Ereignisse des Jahres 1792 aufgezeichnet hatte. Auf Vorschlag des Herzogs Carl August nahm Goethe widerwillig an diesem Feldzug teil. Der Herzog wollte, dass Goethe die militärischen Operationen der vereinigten preußischen und sächsisch-weimarischen Armeen bei der Niederschlagung der französischen Revolutionsarmee aus nächster Nähe miterlebte und diesen historischen Sieg für die Nachwelt notierte. Der Frankreichfeldzug endete jedoch mit einer demütigenden Niederlage. Goethe sah sich dennoch gezwungen, dieses Erlebnis aufzuzeichnen. Aufgrund dieses historischen Hintergrunds hat Goethes Campagne in Frankreich zwar in erster Linie die Form eines Kriegsberichts, in Wirklichkeit handelt es sich jedoch um ein literarisches Werk mit einer subjektiven und künstlerischen Handhabung des Autors. Campagne in Frankreich ist in vieler Hinsicht eine Art maßgeschneiderter Kriegsbericht für die Adressaten. Goethe war sich stets des Adressaten seiner Kriegsberichte, nämlich Herzog Carl August, bewusst, und aus diesem Grund ist sein Bericht voller Euphemismen. Man sollte auch bedenken, dass zur Zeit der Niederschrift von Campagne in Frankreich in Deutschland bereits die Restaurationspolitik eingesetzt hatte, die die Kontrolle und Zensur der Presse und des Denkens verstärkte. Goethe hat ‘Schlimmstes mildernd’ behandelt und ‘Schrecken nur gestreift’. Er geht frei mit den gegebenen historischen Materialien um und erweitert dabei seinen eigenen künstlerischen Spielraum. Er folgte nicht dem herkömmlichen Muster eines Kriegsberichts, sondern er verwandelte einen Kriegsbericht in ein literarisches Werk.

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