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바흐만의 초기 문학에 나타나는 문화산업 비판

Kritik der Kulturindustrie im Frühwerk Bachmanns

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초록

전후 독일-오스트리아 사회를 문화산업과의 연관 속에서 비판적으로 성찰하는 바흐만의 관점은 <말리나 Malina>(1971)나 <죽음의 방식들 Todesarten> - <순환연작 Zyklus> 같은 후기 산문작품들에서 본격적으로 주제화되고 있다고 보는 것이 바흐만 연구의 지배적인 견해이다. 그러나 작가로서의 바흐만이 자신의 고유한 역사체험에 근거하여 시대와 사회현실을 변화시키는 과제에 아주 일찍부터 천착해 왔다는 사실을 기억하면, 그의 초기문학에서도 어떤 방식으로든 이 복합적인 주제의 층위가 형상화되어 있을 것이라는 추론이 가능하다. 실제로 ‘문화산업 비판’을 주제로 표방하고 있는 몇몇 작품들에서도 전후시대 및 사회에 대한 비판이 배경을 이루거나 그 근저에 감춰져 있다는 사실을 확인할 수 있다. 본 논문에서는 우리나라의 바흐만 연구에서 전혀 다뤄진 적이 없는 초기 작품 두 편을 선정하여 전후사회 비판과 ‘문화산업 비판’이라는 이 복합적인 주제가 어떻게 교직되어 나타나는지 조명해보고자 한다.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit handelt es sich nicht zuletzt um einen Versuch, der zweifachen Frage interpretatorisch nachzugehen, und zwar: welche Bedeutung die Thematik “Kritik der Kulturindustrie” im Sinne der Kritischen Theorie im Frühwerk Bachmanns hatte und wie sie sich konkret in den einzelnen Werken literarisch ausdrückte. Der Versuch stützt sich auf die These, dass sich diese Thematik - entgegen der vorherrschenden Ansicht der Forschung - nicht nur in ihrer späten Prosa, sondern auch in ihren frühen Gedichten sowie ihren Hörspielen mit der Bachmannschen Grundproblematik “Geschichts- und Zeitkritik” in Bezug auf die Nachkriegsgesellschaft verflochten darstellte. Um die Begründung dieser These zu erlangen, werden zwei Werke aus der frühen Schaffensphase Bachmanns, jeweils ein Gedicht und ein Hörspiel, herangezogen und eingehend beleuchtet. Im Gedicht “Reklame” aus dem Jahre 1956 hinterfragt Bachmann, die damals als Dichterin der durch die Kulturpolitik des Dritten Reiches verloren geglaubten ‘reinen Poesie’ gefeiert wurde, das Verhältnis von Konsum der Kulturindustrie und Verdrängung des in der jüngsten Vergangenheit begangenen Verbrechens. Sie versucht in diesem Gedicht diskret, aber unverkennbar die allgemeine Stimmung des Vergessens bzw. bewussten Vergessenwollens in der deutschen sowie österreichischen Nachkriegszeit zu problematisieren. Das erste Hörspiel Bachmanns, “Ein Geschäft mit Träumen”, ist in der thematischen Hinsicht ohne Weiteres mit “Reklame” in Verbindung zu bringen. Dieses Hörspiel, das bereits vor ihrem Debüt auf der deutschen Literatur-Bühne vom österreichischen Sender Rot-Weiß-Rot gesendet wurde, spielt in einer imaginären, auch von Konsum und Werbung geprägten Zeit, die offenbar als eine Anspielung auf die Restaurationszeit zu verstehen ist. Die im Hörspiel dargestellte kleinbürgerliche Lebenswelt der Figuren kennzeichnet sich durch eine übertriebene Arbeitsmoral, nach der allein die Leistung zählt, die Verdummung durch die Medien und auch die Ausbeutung durch die hierarchische Struktur der Gesellschaft. Die drei Träume, denen der Protagonist Laurenz, der einen sehnlichen Wunsch hat, aus diesem tristen Alltag zu entkommen, auf ungewöhnliche Weise begegnet, werden ihm als Ware in einem Geschäft vorgeführt und zum Verkauf angeboten. Die Träume werden hier als ein Mittel zum Vergessen oder zur Verdrängung alles Unliebsamen eingesetzt. Man geht nicht fehl in der Annahme, dass es hier um eine kritische Darstellung der von der Kulturindustrie vereinnahmten Nachkriegsgesellschaft in der Restaurationszeit handelt. Es stellt sich letztlich heraus, dass Bachmann schon in ihrer frühen Schaffensphase - anders als man in der Forschung annimmt - mit ihrer Kritik der Kulturindustrie die Grundlagen der zeitgenössischen Kultur zu problematisieren und auf neue Fundamente zu stellen und darüber hinaus dies immer in den Zusammenhang der geschichts- und zeitkritischen Reflexionen zu integrieren versuchte. Bedenkt man, dass sie zu jener kleinen Gruppe der Intellektuellen gehörte, die sich angesichts des Geschichtsbruchs unerbittlich damit befasste, sich und der Welt die Notwendigkeit der rigorosen Selbstprüfung und des Erinnerns zu verkünden, liegt das auf der Hand.

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