잉에보르크 바흐만의 단편집 『동시에』에 나타나는 여성의 자율성과 관계성
Weibliche Autonomie und Relativität in Ingeborg Bachmanns Erzählband Simultan
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Die vorliegende Arbeit untersucht Ingeborg Bachmanns Erzählband Simultan in Bezug auf die weiblichen Autonomie und die Relativität. Die weibliche Autonomie und die Relativität sind die Hauptthemen der feministischen Theorien der achtziger Jahre, die die Geschlechterdifferenz anders betrachten als die feministische Bewegung der ersten Generation, welche vor allem Gleichberechtigung forderte. Besonders in England und Amerika entfalten sich die Objekt-Relationen-Theorie, die den Begriff des Selbst in Relationen setzt, und die feministische Ethik, die eine neue weibliche Subjektivität durch die Wiederbelebung der weiblichen Werte, die durch die in der rationalen Autonomie begründeten traditionellen Ethik verdrängt worden sind, zu entwickeln versucht. Dadurch wurden verschiedene Diskussionen über weibliche Autonomie und Relativität angestoßen. Aber es wurden auch Kritiken laut, die bemängelten, dass diese Diskussionen essentialistisch waren, weil sie die traditionellen Bestimmungen der Weiblichkeit voraussetzten. Der Kern der Debatte besteht also darin, dass die feministische Ethik männliche Vorurteile der traditionellen Ethik überwindet, die konkreten Moralerfahrungen von Frauen beachtet und eine neue weibliche Subjektivität erstellt, die die Frauen zu subjektiven Aktionen führen kann. Die vorliegende Arbeit betrachtet diese theoretischen Diskussionen in Kapitel 2, und untersucht dann weiter, wie die Hauptthemen, die weibliche Autonomie und die Relativität, in Ingeborg Bachmanns Erzählband Simultan entfaltet werden. Ihr glücklichen Augen und Das Gebell erzählen die Geschichten von Frauen, die alle ihre Interessen auf eine geliebte Person konzentrieren. Dies wurde traditionell für eine weibliche Tugend gehalten. Aber in den Erzählungen zeigt dieses Verhalten auch die Abhängigkeit und die Bedingtheit von Frauen, die deshalb nicht zu einem richtigen Erkennen der Wirklichkeit und zu subjektiven Aktionen gelangen können. Simultan und Drei Wege zum See erzählen von der Identitätskrise zweier Frauen, die nicht verheiratet sind und die gleiche Autonomie wie die Männer durch den Beruf anstreben. Durch ihre Geschichten wird auf die Problematik der männlichen Werte hingewiesen, bei denen Nützlichkeit und Leistung einen großen Stellenwert haben. Die Geschichten zeigen auch, wie die autoritäre und patriarchalische männliche Autonomie, die das Andere ausschließt, die Gefühle von Frauen unterdrückt, Frauen entsexualisiert und sie in die Selbstentfremdung und Isolation führt. Aber in Probleme, Probleme zeigt Bachmann auch, dass es ein narzisstischer Rückschritt ist, die Selbständigkeit durch den Beruf und die Abhängigkeit durch die Liebe gleichzeitig zu verweigern Es stellt sich dann die Frage, wie Frauen eine weibliche Subjektivität erreichen können, die durch konkrete Erfahrungen und Gefühle von Frauen begründet, aber nicht abhängig ist, und autonom, aber gleichzeitig intersubjektiv ist. Die Feministinnen geben darauf keine Antwort, sondern verweisen darauf, dass die Erfahrungen von Frauen verschiedener Klassen, Milieus, Alter, Rassen, und anderer Differenzen noch nicht ausreichend erzählt worden sind. Dies soll dadurch gelingen, dass die Frauen auf ihre Erfahrungen und Gefühle achten, ihr Leben reflektieren und ihr Leben erzählen. Die letzte Erzählung Drei Wege zum See, in der die Protagonistin durch den Rückblick ihr Leben der vergangenen 30 Jahre reflektiert, stellt eine dieser Geschichten dar.
Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht Ingeborg Bachmanns Erzählband Simultan in Bezug auf die weiblichen Autonomie und die Relativität. Die weibliche Autonomie und die Relativität sind die Hauptthemen der feministischen Theorien der achtziger Jahre, die die Geschlechterdifferenz anders betrachten als die feministische Bewegung der ersten Generation, welche vor allem Gleichberechtigung forderte. Besonders in England und Amerika entfalten sich die Objekt-Relationen-Theorie, die den Begriff des Selbst in Relationen setzt, und die feministische Ethik, die eine neue weibliche Subjektivität durch die Wiederbelebung der weiblichen Werte, die durch die in der rationalen Autonomie begründeten traditionellen Ethik verdrängt worden sind, zu entwickeln versucht. Dadurch wurden verschiedene Diskussionen über weibliche Autonomie und Relativität angestoßen. Aber es wurden auch Kritiken laut, die bemängelten, dass diese Diskussionen essentialistisch waren, weil sie die traditionellen Bestimmungen der Weiblichkeit voraussetzten. Der Kern der Debatte besteht also darin, dass die feministische Ethik männliche Vorurteile der traditionellen Ethik überwindet, die konkreten Moralerfahrungen von Frauen beachtet und eine neue weibliche Subjektivität erstellt, die die Frauen zu subjektiven Aktionen führen kann. Die vorliegende Arbeit betrachtet diese theoretischen Diskussionen in Kapitel 2, und untersucht dann weiter, wie die Hauptthemen, die weibliche Autonomie und die Relativität, in Ingeborg Bachmanns Erzählband Simultan entfaltet werden. Ihr glücklichen Augen und Das Gebell erzählen die Geschichten von Frauen, die alle ihre Interessen auf eine geliebte Person konzentrieren. Dies wurde traditionell für eine weibliche Tugend gehalten. Aber in den Erzählungen zeigt dieses Verhalten auch die Abhängigkeit und die Bedingtheit von Frauen, die deshalb nicht zu einem richtigen Erkennen der Wirklichkeit und zu subjektiven Aktionen gelangen können. Simultan und Drei Wege zum See erzählen von der Identitätskrise zweier Frauen, die nicht verheiratet sind und die gleiche Autonomie wie die Männer durch den Beruf anstreben. Durch ihre Geschichten wird auf die Problematik der männlichen Werte hingewiesen, bei denen Nützlichkeit und Leistung einen großen Stellenwert haben. Die Geschichten zeigen auch, wie die autoritäre und patriarchalische männliche Autonomie, die das Andere ausschließt, die Gefühle von Frauen unterdrückt, Frauen entsexualisiert und sie in die Selbstentfremdung und Isolation führt. Aber in Probleme, Probleme zeigt Bachmann auch, dass es ein narzisstischer Rückschritt ist, die Selbständigkeit durch den Beruf und die Abhängigkeit durch die Liebe gleichzeitig zu verweigern Es stellt sich dann die Frage, wie Frauen eine weibliche Subjektivität erreichen können, die durch konkrete Erfahrungen und Gefühle von Frauen begründet, aber nicht abhängig ist, und autonom, aber gleichzeitig intersubjektiv ist. Die Feministinnen geben darauf keine Antwort, sondern verweisen darauf, dass die Erfahrungen von Frauen verschiedener Klassen, Milieus, Alter, Rassen, und anderer Differenzen noch nicht ausreichend erzählt worden sind. Dies soll dadurch gelingen, dass die Frauen auf ihre Erfahrungen und Gefühle achten, ihr Leben reflektieren und ihr Leben erzählen. Die letzte Erzählung Drei Wege zum See, in der die Protagonistin durch den Rückblick ihr Leben der vergangenen 30 Jahre reflektiert, stellt eine dieser Geschichten dar.
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