기억의 문학 - 김남주와 파울 첼란
Dichtung des Eingedenkens: Namju Kim und Paul Celan
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초록
Die Dichtungen von Nanju Kim und Paul Celan sind nicht zeitunabhängig. Sie sind unmittelbar an ihre eigenen Geschichtserfahrungen geknüpft. Die historischen Daten 18. 5. und 20. Januar sind biographisch wichtige Anlässe für das dichterische Schaffen der beiden Autoren. Am 18. 5. 1980 gab es den Bürger-Aufstand in Kwangju, bei dem viele Teilnehmer grausam getötet worden sind. Und am 20. Januar 1942 fand die Wannsee-Konferenz über die Endlösung der Juden statt. Der Genocid sowie das Grauen in den Menschheitsgeschichten sind in jenen Daten symbolisch mitbedacht. Es sind Daten, die sowohl für die Existenz der Verfasser als auch für die Dichtung richtungsbestimmend sind. Die Tiefe des Leids durch die unfassbaren, von den Mitmenschen zugelassenen Greueltaten führen Namju Kim und Paul Celan zur Solidarität mit ihrem Volk und mit den Leidenden. Sie fühlen sich mit Außenseitern und mit Leidenden verbunden. Aber im poetischen Raum verarbeiten sie ihre Erfahrungen anders. Celan geriet in Sprachskepsis. Das ist eine bewusste Auseonandersetzung mit dem neuen Sprachenentwurf in den Gedichten. Die Metaphern von Stein, Schnee, Eis und Kristall enthalten die Erinnerung an die Toten und stehen für das verhärtete Wort oder das verkörperte Schweigen. Bei Namju Kim tritt hingegen die sprachliche Zäsur nicht zu Tage. Er schreibt sehr realistisch und gebraucht die Sprache als Mittel dafür, seinen Aufstand gegen Kapitalismus und Diktatur auszudrücken. Er stellt seine Poesie gegen die äußere Wirklichkeit, die dem Wahren und dem Menschen fremd gegenübersteht. Obwohl die Dichtung der beiden Dichter in unterschiedlicher Form realisiert ist, bemühten sie sich, als Zeugen der Zeit den Schattenbereich der Geschichte zu zeigen, eine Orientierung zu finden. Ihre poetischen Lieder singen das Andenken an die Toten und die Leidenden sowie den Schmerz und die Hoffnung unserer Zeit.
Abstract
Die Dichtungen von Nanju Kim und Paul Celan sind nicht zeitunabhängig. Sie sind unmittelbar an ihre eigenen Geschichtserfahrungen geknüpft. Die historischen Daten 18. 5. und 20. Januar sind biographisch wichtige Anlässe für das dichterische Schaffen der beiden Autoren. Am 18. 5. 1980 gab es den Bürger-Aufstand in Kwangju, bei dem viele Teilnehmer grausam getötet worden sind. Und am 20. Januar 1942 fand die Wannsee-Konferenz über die Endlösung der Juden statt. Der Genocid sowie das Grauen in den Menschheitsgeschichten sind in jenen Daten symbolisch mitbedacht. Es sind Daten, die sowohl für die Existenz der Verfasser als auch für die Dichtung richtungsbestimmend sind. Die Tiefe des Leids durch die unfassbaren, von den Mitmenschen zugelassenen Greueltaten führen Namju Kim und Paul Celan zur Solidarität mit ihrem Volk und mit den Leidenden. Sie fühlen sich mit Außenseitern und mit Leidenden verbunden. Aber im poetischen Raum verarbeiten sie ihre Erfahrungen anders. Celan geriet in Sprachskepsis. Das ist eine bewusste Auseonandersetzung mit dem neuen Sprachenentwurf in den Gedichten. Die Metaphern von Stein, Schnee, Eis und Kristall enthalten die Erinnerung an die Toten und stehen für das verhärtete Wort oder das verkörperte Schweigen. Bei Namju Kim tritt hingegen die sprachliche Zäsur nicht zu Tage. Er schreibt sehr realistisch und gebraucht die Sprache als Mittel dafür, seinen Aufstand gegen Kapitalismus und Diktatur auszudrücken. Er stellt seine Poesie gegen die äußere Wirklichkeit, die dem Wahren und dem Menschen fremd gegenübersteht. Obwohl die Dichtung der beiden Dichter in unterschiedlicher Form realisiert ist, bemühten sie sich, als Zeugen der Zeit den Schattenbereich der Geschichte zu zeigen, eine Orientierung zu finden. Ihre poetischen Lieder singen das Andenken an die Toten und die Leidenden sowie den Schmerz und die Hoffnung unserer Zeit.
