프리드리히 뒤렌마트의 『미시시피씨의 결혼』에 나타난 이데올로기 비판 연구
Die Ideologiekritik Friedrich Dürrenmatts in seinem Drama Die Ehe des Herrn Mississippi
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초록
Obwohl seit langem bekannt ist, daß das Wort Ideologie während der Französischen Revolution geprägt und von Antoine Destutt de Tracy zum ersten Mal verwendet wurde, hat man immer wieder Vorgeschichte des Ideologiebegriffs konstruiert. Die Problemgeschichten gehen jedoch an der Bedeutung des Begriffs Ideologie, wie er in der Schule der “Ideologen”, bei Napoleon, in der ersten Hälfte des 19. Jh. und auch bei Marx gebräuchlich war, vorbei. Nach dem zweiten Weltkrieg bekundeten viele Autoren Interesse an den politischen Ideologien. Besonders bei Friedrich Dürrenmatt erscheint die Ideologiekritik als zentrales Hauptmotiv und Anlaß zur kritischen Auseinandersetzung. Er nennt unsere Zeit ein Zeitalter der politischen Verbrechen. Er ist der Meinung, Satre habe recht, wenn er die USA(Kapitalismus) und die Sowjetunion(Kommunismus) und ihre Satelliten als Kriegsverbrecher bezeichnete. Dürrenmatt hat eine typische Zwischenposition gewählt, von der aus er beide Großmachtblöcke kritisieren kann. Er nennt das Kapitalismus das Wolfspiel und das Kommunismus das Gute-Hirte-Spiel. Das ist das Problem: das Wolfspiel und das Gute-Hirte-Spiel kommen ohne Ideologien nicht aus. Ideologien sind Ausreden, an der Macht zu bleiben, oder Vorwände, an die Macht zu kommen. So rechtfertigen die Ideologen nicht nur die Macht, sie verklären auch die Gewalt. In Bezug darauf betrachte ich in meiner Arbeit Dürrenmatts Drama “Die Ehe des Herrn Mississippi.” Für Mississippi ist die Ideologie die Gerechtigkeit des Himmels, die er im Gesetz Moses’ zu finden glaubt; für Saint-Claude ist es die Gerechtigkeit der Erde, die er aus den Schriften von Marx herausliest. Das Aufeinanderprallen ihrer Ideologien bestimmt den Aufbau des Dramas “Die Ehe des Herrn Mississippi.” Dem kapitalistischen Ideologen Mississippi und dem kommunistischen Ideologen Saint-Claude steht der Christ Übelohe gegenüber. Seine Liebe wird zu einer leeren Idee, weil die Hure Anastasia aus Todesangst ihre Liebe zu Übelohe leugnet. Am Ende des Dramas tritt Übelohe als Don Quichotte auf, der gegen die Ideologen Mississippi und Saint-Claude und die Hure Anastasia kämpft. Dürrenmatt ist auch immer der mutige Autor, der durch Idologiekritik in einer bestialistischen Zeit unverdrossen kämpft, weil die Ideologien die Kosmetik der Macht sind. Dürrenmatt will durch die tätige Menschenliebe die Hoffnung auf eine bessere Welt bewahren.
Abstract
Obwohl seit langem bekannt ist, daß das Wort Ideologie während der Französischen Revolution geprägt und von Antoine Destutt de Tracy zum ersten Mal verwendet wurde, hat man immer wieder Vorgeschichte des Ideologiebegriffs konstruiert. Die Problemgeschichten gehen jedoch an der Bedeutung des Begriffs Ideologie, wie er in der Schule der “Ideologen”, bei Napoleon, in der ersten Hälfte des 19. Jh. und auch bei Marx gebräuchlich war, vorbei. Nach dem zweiten Weltkrieg bekundeten viele Autoren Interesse an den politischen Ideologien. Besonders bei Friedrich Dürrenmatt erscheint die Ideologiekritik als zentrales Hauptmotiv und Anlaß zur kritischen Auseinandersetzung. Er nennt unsere Zeit ein Zeitalter der politischen Verbrechen. Er ist der Meinung, Satre habe recht, wenn er die USA(Kapitalismus) und die Sowjetunion(Kommunismus) und ihre Satelliten als Kriegsverbrecher bezeichnete. Dürrenmatt hat eine typische Zwischenposition gewählt, von der aus er beide Großmachtblöcke kritisieren kann. Er nennt das Kapitalismus das Wolfspiel und das Kommunismus das Gute-Hirte-Spiel. Das ist das Problem: das Wolfspiel und das Gute-Hirte-Spiel kommen ohne Ideologien nicht aus. Ideologien sind Ausreden, an der Macht zu bleiben, oder Vorwände, an die Macht zu kommen. So rechtfertigen die Ideologen nicht nur die Macht, sie verklären auch die Gewalt. In Bezug darauf betrachte ich in meiner Arbeit Dürrenmatts Drama “Die Ehe des Herrn Mississippi.” Für Mississippi ist die Ideologie die Gerechtigkeit des Himmels, die er im Gesetz Moses’ zu finden glaubt; für Saint-Claude ist es die Gerechtigkeit der Erde, die er aus den Schriften von Marx herausliest. Das Aufeinanderprallen ihrer Ideologien bestimmt den Aufbau des Dramas “Die Ehe des Herrn Mississippi.” Dem kapitalistischen Ideologen Mississippi und dem kommunistischen Ideologen Saint-Claude steht der Christ Übelohe gegenüber. Seine Liebe wird zu einer leeren Idee, weil die Hure Anastasia aus Todesangst ihre Liebe zu Übelohe leugnet. Am Ende des Dramas tritt Übelohe als Don Quichotte auf, der gegen die Ideologen Mississippi und Saint-Claude und die Hure Anastasia kämpft. Dürrenmatt ist auch immer der mutige Autor, der durch Idologiekritik in einer bestialistischen Zeit unverdrossen kämpft, weil die Ideologien die Kosmetik der Macht sind. Dürrenmatt will durch die tätige Menschenliebe die Hoffnung auf eine bessere Welt bewahren.
참고문헌 (13)
- Dürrenmatt, Friedrich, "Die Ehe des Herrn Mississippi" (1986)
- 노병철, "현대사회와 이데올로기" (2002), 인간사랑
- 데이비드 맥렐런, "이데올로기" (2002), 이후
- Dürrenmatt, Friedrich, "Das Schicksal der Menschen", pp.15~19 (1986), Friedrich Dürrenmatt
- Dürrenmatt, Friedrich, "Literatur und Kunst" (1986)
- Dürrenmatt, Friedrich, "Monstervortrag über Gerechtigkeit und Recht, in: Friedrich Dürrenmatt", pp.36~107 (1986), Philosophie und Naturwissenschaft
- Dürrenmatt, Friedrich, "Tschechoslowakei 1968", pp.35~42 (1968), Friedrich Dürrenmatt
- Durzak, Manfred, "Dürrenmatt· Frisch· Weiss, Deutsches Drama der Gegenwart zwischen Kritik und Utopie" (1972)
- Knapp, Gerhard P., "Friedrich Dürrenmatt" (1980)
- Kuckhoff, Armin-Gerd, "Friedrich Dürrenmatt, In Geschichte der deutschsprachigen Schweizer Literatur im 20", pp.145~166 (1991)
- Lengborn, Thorbjörn, "Schriftsteller und Gesellschaft in der Schweiz" (1972), Frankfurt a. M
- Müller, Claudia, "Ich habe viele Namen, In Polyphonie und Dialogzität im autobiographischen Spätwerk Max Frischs und Friedrich Dürrenmatts" (2009)
- Schulte, Vera, "Das Gesicht einer gesichtlosen Welt" (1987), Frankfurt a. M
