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‘시간은 지나가고 공간은 구부러져 있다’ - 다니엘 켈만의 <세계를 재다>에 나타난 ‘굴절된’ 현실상과 카오스에 대한 문학적 변호

‘Die Zeit vergeht, der Raum ist krumm’ - Das 'gebrochene' Wirklichkeitsbild und die literarische Rechtfertigung des Chaos in Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem ‘gebrochenen’ Wirklichkeitsbild und dem Chaos des Lebens in Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt. Die zwei Hauptfiguren, Alexander von Humboldt als Naturforscher und Friedrich Gauß als Mathematiker, wollen die Natur, Dinge und die Welt ‘vermessen’ und genau verstehen. Aber im Gegensatz zu ihren Willen nehmen die Unordnungen in ihrem Leben und zugleich in ihren wissenschaftlichen Erlebnissen und Entdeckungen zu. Der Autor erzählt ironisch und lässt die Leser die epische Distanz zu den Hauptfiguren halten. In diesem Roman geht es auch um das Brechen von Wirklichkeit, d. h. den ‘gebrochenen Realismus’. Das ‘gebrochene’ Wirklichkeitsbild dieses Romans gründet vor allem auf einem gebrochenen Realismus der Gattung des Geschichtsromans. Der Autor verzichtet auf die Unmittelbarkeit des trivialen Geschichtsromans, indem er nur ‘indirekte Rede’ benutzt, und erfindet neue literarische Wirklichkeiten, damit er darüber schreiben kann, dass der Kosmos chaotisch ist und sich der Vermessung verweigert. Im Raumdiskurs von Gauß und in der ungeordneten fremden Natur und den magischen Realitäten des Südamerikas wird die Welt besonders seltsam und chaotisch dargestellt. Gauß behauptet, der euklidische Raum sei Fiktion und der Raum sei gekrümmt und sehr seltsam. Humboldt als Aufklärer und Weimarer Klassiker betritt die fremde Natur des Südamerikas und findet sich dem Chaos ausgesetzt. Außerdem macht das Altern der Wissenschaftler, das der Autor als das Zunehmen des Chaos betrachtet, klar, dass die Menschen dem Vergehen der Zeit nicht entkommen können. Kehlmann beschreibt die zwei genialen Wissenschaftler zweideutig, einerseits als leidenschaftliche große Wissenschaftler, andererseits als oft unvernünftige, banale, normale Menschen. Mit der ironischen Distanz lässt der Autor die Widersprüche zwischen dem Leben und der Wissenschaft erkennen, ohne dass er die großen Leistungen von zwei Genies diskreditieren und lächerlich machen würde. Kehlmanns Die Vermessung der Welt verarbeitet die deutsche Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts aus der gegenwärtigen Sicht. Dadurch entsteht die neue literarische Wirklichkeit, die auf die chaotischen Wirklichkeitsbilder des Lebens und der Welt aufmerksam macht.

Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem ‘gebrochenen’ Wirklichkeitsbild und dem Chaos des Lebens in Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt. Die zwei Hauptfiguren, Alexander von Humboldt als Naturforscher und Friedrich Gauß als Mathematiker, wollen die Natur, Dinge und die Welt ‘vermessen’ und genau verstehen. Aber im Gegensatz zu ihren Willen nehmen die Unordnungen in ihrem Leben und zugleich in ihren wissenschaftlichen Erlebnissen und Entdeckungen zu. Der Autor erzählt ironisch und lässt die Leser die epische Distanz zu den Hauptfiguren halten. In diesem Roman geht es auch um das Brechen von Wirklichkeit, d. h. den ‘gebrochenen Realismus’. Das ‘gebrochene’ Wirklichkeitsbild dieses Romans gründet vor allem auf einem gebrochenen Realismus der Gattung des Geschichtsromans. Der Autor verzichtet auf die Unmittelbarkeit des trivialen Geschichtsromans, indem er nur ‘indirekte Rede’ benutzt, und erfindet neue literarische Wirklichkeiten, damit er darüber schreiben kann, dass der Kosmos chaotisch ist und sich der Vermessung verweigert. Im Raumdiskurs von Gauß und in der ungeordneten fremden Natur und den magischen Realitäten des Südamerikas wird die Welt besonders seltsam und chaotisch dargestellt. Gauß behauptet, der euklidische Raum sei Fiktion und der Raum sei gekrümmt und sehr seltsam. Humboldt als Aufklärer und Weimarer Klassiker betritt die fremde Natur des Südamerikas und findet sich dem Chaos ausgesetzt. Außerdem macht das Altern der Wissenschaftler, das der Autor als das Zunehmen des Chaos betrachtet, klar, dass die Menschen dem Vergehen der Zeit nicht entkommen können. Kehlmann beschreibt die zwei genialen Wissenschaftler zweideutig, einerseits als leidenschaftliche große Wissenschaftler, andererseits als oft unvernünftige, banale, normale Menschen. Mit der ironischen Distanz lässt der Autor die Widersprüche zwischen dem Leben und der Wissenschaft erkennen, ohne dass er die großen Leistungen von zwei Genies diskreditieren und lächerlich machen würde. Kehlmanns Die Vermessung der Welt verarbeitet die deutsche Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts aus der gegenwärtigen Sicht. Dadurch entsteht die neue literarische Wirklichkeit, die auf die chaotischen Wirklichkeitsbilder des Lebens und der Welt aufmerksam macht.

참고문헌 (23)

  1. Kehlmann, Daniel, "Die Vermessung der Welt" (2005), Reinbek bei Hamburg
  2. Kehlmann, Daniel, "Poetikvorlesungen" (2007), Wallstein
  3. Kehlmann, Daniel, "Daniel Kehlmanns “Die Vermessung der Welt”. Materialien, Dokumente, Interpretationen", pp.11~25 (2008), Reinbek bei Hamburg
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  11. "Das 18. Jahrhundert war eine tolle Zeit. Interview mit Daniel Kehlmann"[URL]
  12. Kasaty, Olga Olivia, "Entgrenzungen. Vierzehn Autorengespräche über Liebe, Leben und Literatur", pp.169~195 (2007), Richard Boorberg
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  14. Lovenberg, Felicitas von, "Vermessung eines Erfolgs", Frankfurter Allgemeine Zeit, 26 (2006)
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  18. Meller, Marius, "Hamlet trifft Pythagoras. Interview mit Daniel Kehlmann", Der Tagesspiegel, 15 (2006)
  19. Nickel, Gunther, "Materialien, Dokumente, Interpretationen" (2008), Reinbek bei Hamburg
  20. Preusser, Heinz-Peter, "Text+Kritik. Heft 177. Daniel Kehlmann", pp.73~85 (2008), München
  21. Spiegel, Hubert, "Der Schrecken der Welt läßt sich messen, aber nicht bannen", Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22 (2005)
  22. Wittstock, Uwe, "Daniel Kehlmanns “Die Vermessung der Welt”. Materialien, Dokumente, Interpretationen", pp.113~126 (2006), Reinbek bei Hamburg
  23. Zeyringer, Klaus, "Text+Kritik. Heft 177. Daniel Kehlmann", pp.36~44 (2008), München

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