역사와 문학 사이의 줄타기 - 역사를 소재로 한 다니엘 켈만의 작품에 관하여
Ein Seiltanz zwischen Geschichte und Literatur - Zu Daniel Kehlmanns Werken auf Grundlage historischer Stoffe
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초록
다니엘 켈만의 소설 『세계를 재다』는 흔히 역사소설로 분류되지만, 작가 본인은 그러한 분류에 대해 거리를 둔다. 대신에 그는 이 소설을 “과거에 전개되는 현대소설”이라고 부른다. 켈만은 독자들이 역사적 소재를 다루는 소설을 읽을 때 과거에 있었던 사건을 마치 눈앞에서 그대로 보는 것처럼, 최대한 진실에 가깝게 체험할 수 있다는 통속적 믿음을 가진다고 본다. 그는 독자가 그런 식으로 과거에 매몰되지 말고, 과거에 대한 묘사 가운데 현재 세계를 성찰하기를 바란다. 이 창작관에 따라 이후 켈만은 역사를 소재로 다루는 자신의 작품에서 역사적 진실과 허구 사이의 균형을 이루려고 한다. 예를 들어, 소설 『틸』에서 그는 역사에 대한 기억을 신뢰할 수 없는 경우와 문학이 역사에 대한 기억을 감당하는 매체로서 작용하는 경우를 제시한다. 또한 두 희곡 『프린스턴의 유령들』과 『파멸한 자들의 여행』에서는 관객의 시간에 대한 감각을 혼란스럽게 하여 관객이 눈 앞에 펼쳐지는 과거의 사건에 몰입하지 못하도록 방해한다. 동시에 켈만은 그의 작품에서 문학적 상상력에도 한계가 있음을 보여주고, 역사에서 배운 어떤 가치와 교훈은 시대와 관계없이 언제나 중요하다고 확언하며 역사와 문학 사이에 다시 균형을 잡는다.
Abstract
Obwohl Daniel Kehlmanns Roman Die Vermessung der Welt oft als ein historischer Roman eingeordnet wurde, distanziert sich der Autor von einer solchen Einordnung. Stattdessen nennt er diesen Roman einen “Gegenwartsroman, der in der Vergangenheit spielt”. Dadurch versucht Kehlmann, dem seiner Ansicht nach trivialen Glauben der Leser auszuweichen, dass sie nämlich in einem Roman mit historischem Stoff die geschichtliche Wahrheit so treu wie möglich miterleben könnten, als würde sich das historische Geschehen vor ihren Augen wieder abspielen. Dagegen sollen die Leser nicht auf diese scheinbar gegenwärtige Vergangenheit fokussieren, sondern in der geschilderten Vergangenheit die Welt der Gegenwart reflektieren. Diesem Konzept getreu versucht Kehlmann, in seinen späteren literarischen Texten ein Gleichgewicht zwischen der geschichtlichen Wahrheit und der Fiktion herzustellen. Einerseits führt er z. B. in Tyll vor, wie unzuverlässig die Erinnerung an die Geschichte sein und wie Literatur als ein alternatives Erinnerungsmedium wirken kann. In den Dramen Geister in Princeton und Die Reise der Verlorenen bringt Kehlmann das Zeitgefühl der Zuschauer durcheinander, damit sie sich nicht nur auf das vergangene Geschehen fokussieren können. Anderseits führt er auch vor, dass selbst literarische Vorstellungskraft ihre Grenzen hat, und dass manche Lehren, die man aus der Geschichte zieht, von zeitloser Wichtigkeit sind.
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