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대항 역사서술로서의 역사드라마 - 클라이스트의 『프리드리히 폰 홈부르크 왕자』

Das Geschichtsdrama als eine Art von Gegenge- schichtsschreibung - Kleists Prinz Friedrich von Homburg

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주제분류독일어와문학

초록

In Kleists Geschichtsdrama Prinz Friedrich von Homburg manifestiert sich eine Art von subversiver Gegengeschichtsschreibung. Dieses Stück, das die Insubordination Homburgs behandelt, zeigt das Wunschbild eines Staates, das Kleist gegen die deprimierende Erfahrung der preußischen Wirklichkeit als Gegengeschichtsschreibung entworfen hat. Das Historische wird zu einer Icherfahrung privatisiert und zugleich konkretisiert zu einer Staatserfahrung. Zur Debatte steht die historische Existenz des Staates und seines Bürgers, der von dem inneren Selbstgefühl seines Ichs bestimmt wird. In Bezug auf die Kleistsche Gegengeschichtsschreibung geht es um ein Spiel vom paradiesischen Anfang und Ende der Geschichte. Der ästhetische Zustand, der durch Homburg verkörpert wird, besitzt die Möglichkeit, die beiden paradiesischen ‘Enden der Welt’ als utopischen Schein zu produzieren und nach einer ‘Reise um die Welt’ zusammenzuschließen. Angesichts dieses Parabelcharakters stellt dieses Drama einen Versuch dar, die Glücksansprüche des Ichs und die Forderungen des Staats, die Poesie des Traumparadieses und die historische Wirklichkeit am Anfang des 19. Jahrhunderts zu versöhnen. Angesichts der politischen Beziehung des Prinzen zum Kurfürsten zeigt sich der Anspruch des Individuums nach Freiheit und Gleichheit innerhalb des feudalen Staates. Hier wird neben die Gesetzes-Ordnung des preußischen Staates die ‘schönste Ordnung’ der ‘Gefühle’ gesetzt. Damit wird der ästhetische Zustand der Unschuld jenseits der Geschichte angesprochen. So wird die Versöhnung der Geschichte mit dem verlorenen und wiederzugewinnenden Paradies als kritische Gegengeschichte propagiert. Dieses Ich-Drama schlägt sich auf die Seite des Individuums, um die hoffnungslose Sache seiner Ohnmacht gegenüber der Macht der Geschichte und des Staates zu vertreten.

Abstract

In Kleists Geschichtsdrama Prinz Friedrich von Homburg manifestiert sich eine Art von subversiver Gegengeschichtsschreibung. Dieses Stück, das die Insubordination Homburgs behandelt, zeigt das Wunschbild eines Staates, das Kleist gegen die deprimierende Erfahrung der preußischen Wirklichkeit als Gegengeschichtsschreibung entworfen hat. Das Historische wird zu einer Icherfahrung privatisiert und zugleich konkretisiert zu einer Staatserfahrung. Zur Debatte steht die historische Existenz des Staates und seines Bürgers, der von dem inneren Selbstgefühl seines Ichs bestimmt wird. In Bezug auf die Kleistsche Gegengeschichtsschreibung geht es um ein Spiel vom paradiesischen Anfang und Ende der Geschichte. Der ästhetische Zustand, der durch Homburg verkörpert wird, besitzt die Möglichkeit, die beiden paradiesischen ‘Enden der Welt’ als utopischen Schein zu produzieren und nach einer ‘Reise um die Welt’ zusammenzuschließen. Angesichts dieses Parabelcharakters stellt dieses Drama einen Versuch dar, die Glücksansprüche des Ichs und die Forderungen des Staats, die Poesie des Traumparadieses und die historische Wirklichkeit am Anfang des 19. Jahrhunderts zu versöhnen. Angesichts der politischen Beziehung des Prinzen zum Kurfürsten zeigt sich der Anspruch des Individuums nach Freiheit und Gleichheit innerhalb des feudalen Staates. Hier wird neben die Gesetzes-Ordnung des preußischen Staates die ‘schönste Ordnung’ der ‘Gefühle’ gesetzt. Damit wird der ästhetische Zustand der Unschuld jenseits der Geschichte angesprochen. So wird die Versöhnung der Geschichte mit dem verlorenen und wiederzugewinnenden Paradies als kritische Gegengeschichte propagiert. Dieses Ich-Drama schlägt sich auf die Seite des Individuums, um die hoffnungslose Sache seiner Ohnmacht gegenüber der Macht der Geschichte und des Staates zu vertreten.

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