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괴테의 『스텔라』에서 사랑의 문제

Die Liebe in Goethes Stella

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, aufgrund der Literaturauffassung des jungen Goethe im Sturm und Drang sich mit der Liebesproblematik von Stella auseinanderzusetzen. Anders als die rationalistische Frühaufklärung und die Empfindsamkeit ist der Sturm und Drang in erster Linie ein Literaturphänomen. Er liefert im Geniebegriff erstmals einen Individualitätsbegriff, der der sozialen Exklusion des Individuums gerecht wird. Die Literatur unterliegt nicht dem Lösungsdruck der Philosphie. Größer sind damit vor allem die Toleranz gegenüber Widersprüchen und Paradoxien und damit die Möglichkeit der Thematisierung ungelöster Probleme. 1776 erscheint Goethes Stella, ein Drama mit dem Titelzusatz: ein Schauspiel für Liebende, das nach dem Urteil vieler Rezensenten "gegen alle Grundsätze der christlichen Religion, der biblischen und philosophischen Moral, ja des gesunden Menschenverstandes anläuft". Aber dieses Drama liefert keine Moral, keine Orientierungen und Handlungsmodelle für die gesellschaftliche Praxis. Die existenziellen Unterschiede zwischen Stella und Cäcilie lassen Fernando in einen Konflikt geraten. Da Fernando Freiheit und Bindung, Individualität und Sozialität, Identität und Veränderung nicht verknüpfen kann, bleibt ihm nur übrig, zwischen den beiden Frauen, d. h. den Extremen hin und her zu schwanken. Eine Lösung kann nur in der Verknüpfung beider Existenzweisen liegen, die sich zugleich wechselseitig ausschließen. Sie würde das Unmögliche möglich machen, das Unvereinbare vereinbaren. Eine solche Lösung kann nur die Literatur, die Poesie liefern. In der Realität ist sie unmöglich.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, aufgrund der Literaturauffassung des jungen Goethe im Sturm und Drang sich mit der Liebesproblematik von Stella auseinanderzusetzen. Anders als die rationalistische Frühaufklärung und die Empfindsamkeit ist der Sturm und Drang in erster Linie ein Literaturphänomen. Er liefert im Geniebegriff erstmals einen Individualitätsbegriff, der der sozialen Exklusion des Individuums gerecht wird. Die Literatur unterliegt nicht dem Lösungsdruck der Philosphie. Größer sind damit vor allem die Toleranz gegenüber Widersprüchen und Paradoxien und damit die Möglichkeit der Thematisierung ungelöster Probleme. 1776 erscheint Goethes Stella, ein Drama mit dem Titelzusatz: ein Schauspiel für Liebende, das nach dem Urteil vieler Rezensenten "gegen alle Grundsätze der christlichen Religion, der biblischen und philosophischen Moral, ja des gesunden Menschenverstandes anläuft". Aber dieses Drama liefert keine Moral, keine Orientierungen und Handlungsmodelle für die gesellschaftliche Praxis. Die existenziellen Unterschiede zwischen Stella und Cäcilie lassen Fernando in einen Konflikt geraten. Da Fernando Freiheit und Bindung, Individualität und Sozialität, Identität und Veränderung nicht verknüpfen kann, bleibt ihm nur übrig, zwischen den beiden Frauen, d. h. den Extremen hin und her zu schwanken. Eine Lösung kann nur in der Verknüpfung beider Existenzweisen liegen, die sich zugleich wechselseitig ausschließen. Sie würde das Unmögliche möglich machen, das Unvereinbare vereinbaren. Eine solche Lösung kann nur die Literatur, die Poesie liefern. In der Realität ist sie unmöglich.

참고문헌 (15)

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  11. Staiger, Emil, "Goethe", ~
  12. Weber, Heinz-Dieter, "Stella oder die Negativit", ~ (1978)
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