‘아브젝트’와 해체·구성된 여성의 몸-한스 벨머와 신디 셔먼의 작품에 나타난 여성성과 그 재현의 문제
‘Abject’ und De-/Konstruktion des weiblichen Körpers -Weiblichkeit und Repräsentation in den Fotografien Hans Bellmers und Cindy Shermans
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird versucht, das Verhältnis bzw. Korrelat von weiblichem Körper, Abjekt und dessen Repräsentation in den Arbeiten Hans Bellmers und Cindy Shermans zu zeigen. An der parallelen Lektüre der Fotografien der seit den siebziger Jahren tätigen Cindy Sherman und der Fotografien des deutschen Surrealisten Hans Bellmer wird der Begriff des ‘abjekten Körpers’ in seinen Formulierungen sowohl in der historischen Avantgarde als auch in der Postmoderne vorgestellt. Also geht es in dieser Arbeit darum, dass die Repräsentation der Geschlechter medial festgeschrieben ist, d.h. dass Weiblichkeit nicht in bestimmten Ideal-Bildern definiert wird, sondern dass ihr Status das Bild-Sein ist, Bild aber des abwesenden Blicks. Zeitgenössische Kunst wird mit der Inszenierung von tabuisierten - ‘ekelhaften’ - Materialien oder Themen in Zusammenhang gebracht. Vor allem subvertiert die Abject Art, die sich mit Ekel auseinandersetzt, durch Repräsentationen des abjekten Körpers die idealistischen Vorstellungen des ‘ganzen’ und ‘schönen’ Körpers. Gemeint sind damit Inszenierungen von verworfenen, also Abscheu auslösenden Materialien oder Körperzustanden, wie sie in der Kunst seit den achtziger Jahren verstärkt auftreten. Das obszöne, fragmentierte Körperbild der Inszenierungen der Puppe von Hans Bellmer findet sich auch in den Sex Pictures Cindy Shermans. Die motivischen Übereinstimmungen zwischen den Fotografien Bellmers und den späteren Arbeiten Shermans sind der Ausgangspunkt für einen Überblick über die Auseinandersetzung mit dem abjekten Körper. Besonders evoziert die Puppe den abjekten Körper durch ihre anti-klassische Inszenierung, die diese Unterscheidung zwischen Selbst und Anderem oder auch Belebtem und Unbelebtem nicht mehr zulässt. In dieser Hinsicht wirken die Fotografien von Bellmer und Sherman der Koppelung von Natürlichkeit und Körper entgegen, indem sie einerseits den nackten Körper in seinen fotografischen Repräsentationen auf der visuellen Ebene als fragmentiert und unecht zeigen, andererseits die Rolle der Fotografie in Bezug auf Wahrnehmungsweisen des Körpers reflektieren. Shermans Disgust Pictures legen als Illustration der symbolischen Verknüpfung von ‘Weiblichkeit’/ ‘Formlosigkeit’ und ‘Ekel’ die Repräsentation des defetischisierten weiblichen Körpers offen. Die Arbeiten Hans Bellmers und Cindy Shermans zeigen uns durch die De-/Konstruktion des weiblichen Körpers sowohl die Auflösung der Abwertung alles Weiblichen als auch die enge Verquickung von Weiblichkeit und Abjektion. Aus dieser Perspektive sind die abjekten Körper als transgressiv oder subversiv zu verstehen und bieten die Möglichkeit, die Konstruiertheit jeder Bestimmung des weiblichen Körpers aufzudecken.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird versucht, das Verhältnis bzw. Korrelat von weiblichem Körper, Abjekt und dessen Repräsentation in den Arbeiten Hans Bellmers und Cindy Shermans zu zeigen. An der parallelen Lektüre der Fotografien der seit den siebziger Jahren tätigen Cindy Sherman und der Fotografien des deutschen Surrealisten Hans Bellmer wird der Begriff des ‘abjekten Körpers’ in seinen Formulierungen sowohl in der historischen Avantgarde als auch in der Postmoderne vorgestellt. Also geht es in dieser Arbeit darum, dass die Repräsentation der Geschlechter medial festgeschrieben ist, d.h. dass Weiblichkeit nicht in bestimmten Ideal-Bildern definiert wird, sondern dass ihr Status das Bild-Sein ist, Bild aber des abwesenden Blicks. Zeitgenössische Kunst wird mit der Inszenierung von tabuisierten - ‘ekelhaften’ - Materialien oder Themen in Zusammenhang gebracht. Vor allem subvertiert die Abject Art, die sich mit Ekel auseinandersetzt, durch Repräsentationen des abjekten Körpers die idealistischen Vorstellungen des ‘ganzen’ und ‘schönen’ Körpers. Gemeint sind damit Inszenierungen von verworfenen, also Abscheu auslösenden Materialien oder Körperzustanden, wie sie in der Kunst seit den achtziger Jahren verstärkt auftreten. Das obszöne, fragmentierte Körperbild der Inszenierungen der Puppe von Hans Bellmer findet sich auch in den Sex Pictures Cindy Shermans. Die motivischen Übereinstimmungen zwischen den Fotografien Bellmers und den späteren Arbeiten Shermans sind der Ausgangspunkt für einen Überblick über die Auseinandersetzung mit dem abjekten Körper. Besonders evoziert die Puppe den abjekten Körper durch ihre anti-klassische Inszenierung, die diese Unterscheidung zwischen Selbst und Anderem oder auch Belebtem und Unbelebtem nicht mehr zulässt. In dieser Hinsicht wirken die Fotografien von Bellmer und Sherman der Koppelung von Natürlichkeit und Körper entgegen, indem sie einerseits den nackten Körper in seinen fotografischen Repräsentationen auf der visuellen Ebene als fragmentiert und unecht zeigen, andererseits die Rolle der Fotografie in Bezug auf Wahrnehmungsweisen des Körpers reflektieren. Shermans Disgust Pictures legen als Illustration der symbolischen Verknüpfung von ‘Weiblichkeit’/ ‘Formlosigkeit’ und ‘Ekel’ die Repräsentation des defetischisierten weiblichen Körpers offen. Die Arbeiten Hans Bellmers und Cindy Shermans zeigen uns durch die De-/Konstruktion des weiblichen Körpers sowohl die Auflösung der Abwertung alles Weiblichen als auch die enge Verquickung von Weiblichkeit und Abjektion. Aus dieser Perspektive sind die abjekten Körper als transgressiv oder subversiv zu verstehen und bieten die Möglichkeit, die Konstruiertheit jeder Bestimmung des weiblichen Körpers aufzudecken.
참고문헌 (19)
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