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하우프트만의 『침종』에 나타난 태양 모티브

Das Sonnenmotiv in Gerhart Hauptmanns Märchendrama Die versunkene Glocke

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주제분류독일어와문학

초록

Die Sonne ist ein zentrales Motiv in diesem Text Hauptmanns, dessen Untertitel ‘Ein deutsches Märchendrama’ ist. Der Aufsatz handelt davon, wie die heidnische Sonne mit der künstlerischen Seele Heinrichs, der Hauptperson dieses Werkes, verbunden ist. Dadurch kann man über den Naturalismus hinaus Hauptmann als Mythenschöpfer, Mystiker und Visionär betrachten. Heinrich ist ein Glockengießer, der aus der christlichen Menschenwelt in die heidnische Märchenwelt übertreten will, weil er erkennt, dass seine künstlerische Idee in der christlichen, d.h. wirklichen Welt, die Moral und Verstand besonders betont, nicht verwirklicht werden kann. Als er Rautendelein, ein elbisches Wesen, sieht, wird er unbewusst von einer künstlerischen Inspiration überfallen. Die Sonne wird in der Märchenwelt als Urmutter, die der Menschheit das Leben gibt, dargestellt. Das künstlerische Ziel von Heinrich ist es, dass er die Glocke mit Wahrheit und Schönheit durch die Sonnenmacht, an die die elbischen Wesen glauben, herstellt. Das heißt, er möchte durch diese Glocke der gesamten Menschheit “ein verlorenes und vergessenes Lied, ein Heimatlied, ein Kinderliebeslied” schenken. Heinrich vergisst, dass er Mensch ist und bemüht sich mit Rautendelein, hoch im Gebirge, im Rausch und durch Leidenschaft um künstlerische Vollendung. Rautendelein steht für die Vitalsymbolik, das Symbol der Reinheit und für das Symbol der ästhetischen Schaffenskraft. Aber die Macht der christlichen Moral in der Menschenwelt hält Heinrich fest. Er hört den Glockenlaut vom Boden des tiefen Sees. Dieser Glockenlaut wird von seiner toten Frau ausgelöst. Danach gibt Heinrich das glückliche Leben, d.h. das künstlerische Leben auf, weil die Glocke als Gegensymbol zur Sonne die Gewissensangst oder das Sündenbewusstsein symbolisiert. Am Ende kann Heinrich kein schöpferischer Künstler werden und trinkt das Trinkschälchen des Todes. Rautendelein ist die Braut von Nickelmann geworden. Als Heinrich im Sterben liegt, versöhnt er sich mit Rautendelein und hört den “Sonnenglockenklang”, den er erhoffte. In diesem Augenblick wird der Tod als neue Geburt verklärt. Seit alter Zeit ist die Sonne das typische Symbol der schöpferischen Energie, die höchste Offenbarung Gottes für fast alle Völker, d.h., das Zeichen der Sonne bildet den Mittelpunkt des Kosmos, der Welt und der Überwelt. Demgemäß symbolisiert die Sonne den Lebenstrieb, die Leidenschaft, die Tapferkeit, die für immer sich erneuernde Jugendlichkeit. Ebenfalls symbolisiert die Sonne in diesem Werk auch den Urquell des Weltalls und zugleich die mystische Transzendenz, die die christliche Lehre mit dem instinktiven, sensuellen Bereich in Übereinstimmung bringen kann. Die Sonnenanbetung in diesem Werk ist Symbol der Sehnsucht nach der Heimat und dem Ziel, das dem Herzen der Menschen innewohnt.

Abstract

Die Sonne ist ein zentrales Motiv in diesem Text Hauptmanns, dessen Untertitel ‘Ein deutsches Märchendrama’ ist. Der Aufsatz handelt davon, wie die heidnische Sonne mit der künstlerischen Seele Heinrichs, der Hauptperson dieses Werkes, verbunden ist. Dadurch kann man über den Naturalismus hinaus Hauptmann als Mythenschöpfer, Mystiker und Visionär betrachten. Heinrich ist ein Glockengießer, der aus der christlichen Menschenwelt in die heidnische Märchenwelt übertreten will, weil er erkennt, dass seine künstlerische Idee in der christlichen, d.h. wirklichen Welt, die Moral und Verstand besonders betont, nicht verwirklicht werden kann. Als er Rautendelein, ein elbisches Wesen, sieht, wird er unbewusst von einer künstlerischen Inspiration überfallen. Die Sonne wird in der Märchenwelt als Urmutter, die der Menschheit das Leben gibt, dargestellt. Das künstlerische Ziel von Heinrich ist es, dass er die Glocke mit Wahrheit und Schönheit durch die Sonnenmacht, an die die elbischen Wesen glauben, herstellt. Das heißt, er möchte durch diese Glocke der gesamten Menschheit “ein verlorenes und vergessenes Lied, ein Heimatlied, ein Kinderliebeslied” schenken. Heinrich vergisst, dass er Mensch ist und bemüht sich mit Rautendelein, hoch im Gebirge, im Rausch und durch Leidenschaft um künstlerische Vollendung. Rautendelein steht für die Vitalsymbolik, das Symbol der Reinheit und für das Symbol der ästhetischen Schaffenskraft. Aber die Macht der christlichen Moral in der Menschenwelt hält Heinrich fest. Er hört den Glockenlaut vom Boden des tiefen Sees. Dieser Glockenlaut wird von seiner toten Frau ausgelöst. Danach gibt Heinrich das glückliche Leben, d.h. das künstlerische Leben auf, weil die Glocke als Gegensymbol zur Sonne die Gewissensangst oder das Sündenbewusstsein symbolisiert. Am Ende kann Heinrich kein schöpferischer Künstler werden und trinkt das Trinkschälchen des Todes. Rautendelein ist die Braut von Nickelmann geworden. Als Heinrich im Sterben liegt, versöhnt er sich mit Rautendelein und hört den “Sonnenglockenklang”, den er erhoffte. In diesem Augenblick wird der Tod als neue Geburt verklärt. Seit alter Zeit ist die Sonne das typische Symbol der schöpferischen Energie, die höchste Offenbarung Gottes für fast alle Völker, d.h., das Zeichen der Sonne bildet den Mittelpunkt des Kosmos, der Welt und der Überwelt. Demgemäß symbolisiert die Sonne den Lebenstrieb, die Leidenschaft, die Tapferkeit, die für immer sich erneuernde Jugendlichkeit. Ebenfalls symbolisiert die Sonne in diesem Werk auch den Urquell des Weltalls und zugleich die mystische Transzendenz, die die christliche Lehre mit dem instinktiven, sensuellen Bereich in Übereinstimmung bringen kann. Die Sonnenanbetung in diesem Werk ist Symbol der Sehnsucht nach der Heimat und dem Ziel, das dem Herzen der Menschen innewohnt.

참고문헌 (11)

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  4. Guthke, Karl S, "Die Gestalt der K?stlers in Gerhart Hauptmanns Dramen", ~ (1976)
  5. Hesmer, Hans, "Das Symbolische in Gerhart Hauptmanns M?chendrama Die versunkene Glocke", ~ (1897)
  6. Heuser, Frederick W. J, "Zu seinem Leben und Schaffen", ~ (1961)
  7. Hinck, Walter, "Handbuch des deuschen Dramans", ~ (1980)
  8. Hurtig, Gerhard, "ie Lichtsymbolik im Werk Gerhart Hauptmanns", ~ (1956)
  9. Koopmann, Helmut, "Literaturtheorien zwischen 1880 und 1920", ~ (1997)
  10. Stoecklein, Georg A, "Romantik in Wesen und Prosadramen Gerhart Hauptmanns", ~ (1935)
  11. Tank, Kurt Lothar, "Gerhart Hauptmann in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten", ~ (1959)

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