열린 불협화음 - 엠블럼에 나타난 텍스트와 이미지의 관계 -
Offene Ungereimtheit
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초록
In der Epoche des Barock war das Emblem als eine neue Kunstform sehr beliebt. Das Emblem, das aus inscriptio, pictura, subscriptio besteht, wird vor allem durch mediale Differenz charakterisiert. Als intermedialer Schrift-Bild-Komplex trägt das Emblem ständig mediale Konflikte in sich. Anders als das Bild des Mittelalters, das eine Identität mit dem Urbild beanspruchte und dadurch Präsenzeffkt erreichen wollte, trat das Emblembild (pictura) häufiger als Rätsel in Erscheinung, das semiotisch und semantisch interpretiert werden sollte. Indem Schrift und Bild in bewussten Widerspruch gesetzt wurden, erschwerte sich die Sinnkonstitution. Schon seit der Entstehung des Emblems war diese mediale Konkurrenz vorprogrammiert, weil die Herausgeber von Emblembüchern von dieser neuen Kunstform vollkommen andere Auffassungen hatten. Alciatus verstand zum Beispiel sein Buch als einen Gedichtband, während Hunger sein Emblembuch als eine ästhetische Mustersammlung verstand. Je nach Schwerpunktsetzung änderte sich also auch die Konzeption. In der heutigen Emblemforschung wiederholen sich diese Schwankungen. Aus solchen medialen Ungereimtheiten als integrale Bestandteile der Darstellungsstrategie entwickelt sich eine genrespezifische Dynamik. Der Medienwechsel zwischen Text und Bild brachte notwendigerweise eine semantische Prozessualität hervor, deren Reiz in der Produktivität bei der Sinnstiftung liegt.
Abstract
In der Epoche des Barock war das Emblem als eine neue Kunstform sehr beliebt. Das Emblem, das aus inscriptio, pictura, subscriptio besteht, wird vor allem durch mediale Differenz charakterisiert. Als intermedialer Schrift-Bild-Komplex trägt das Emblem ständig mediale Konflikte in sich. Anders als das Bild des Mittelalters, das eine Identität mit dem Urbild beanspruchte und dadurch Präsenzeffkt erreichen wollte, trat das Emblembild (pictura) häufiger als Rätsel in Erscheinung, das semiotisch und semantisch interpretiert werden sollte. Indem Schrift und Bild in bewussten Widerspruch gesetzt wurden, erschwerte sich die Sinnkonstitution. Schon seit der Entstehung des Emblems war diese mediale Konkurrenz vorprogrammiert, weil die Herausgeber von Emblembüchern von dieser neuen Kunstform vollkommen andere Auffassungen hatten. Alciatus verstand zum Beispiel sein Buch als einen Gedichtband, während Hunger sein Emblembuch als eine ästhetische Mustersammlung verstand. Je nach Schwerpunktsetzung änderte sich also auch die Konzeption. In der heutigen Emblemforschung wiederholen sich diese Schwankungen. Aus solchen medialen Ungereimtheiten als integrale Bestandteile der Darstellungsstrategie entwickelt sich eine genrespezifische Dynamik. Der Medienwechsel zwischen Text und Bild brachte notwendigerweise eine semantische Prozessualität hervor, deren Reiz in der Produktivität bei der Sinnstiftung liegt.
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