적대적 타자상과 정치담화 분석
Feindbilder und politische Diskursanalyse
0
조회
0
다운로드
0
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, sprachliche Phänomene zu Feind- und Gegenbildern im politischen Diskurs zu beschreiben. Der zugrundeliegende Kernbegriff ‘Feindbild’ stellt Deutungsmuster für gesellschaftlich-politisches Geschehen dar. Die Feindbilder sind negative, hoch emotionale, veränderungresistente Vorurteile. Sie bekommen oft genug symbolische Bedeutung und werden in Schwarz-Weiß gemalt. Zu solchen Feind-Freund-Bildern dienen in der Regel Reizwörter. Die Feind- und Gegebilder können also mit Hilfe von sprachlichen Mitteln entworfen werden. Mit den Reizwörtern werden Feind- und Gegenbilder aufgebaut. Unter Reizwörtern werden diejenigen lexikalischen Einheiten verstanden, bei denen es mehr um Konnotationen als um Denotationen geht. In den Reizwörtern kommen keine ‘Werte’, sondern nur ‘Emotionsanreize’ zum Ausdruck. Die Reizwörter spielen beim Aufbau der ‘einfachen Welt’ also eine wichtige Rolle. Hinzu kommt, dass die Reizwörter der Erzeugung vieldeutiger Anspielungen dienen. Deshalb werden Reizwörter beim populistischen Diskurs nicht selten benutzt. Die Feind- und Gegenbilder wollen in keiner Weise ein Individuum darstellen, sondern ein Klischee bzw. ein Vorurteil. Die in der Diskursanalyse dargestellten Feind- und Gegenbilder haben mehrere kognitive und kommunikative Funktionen: Erstens, es sind keine Abbilder der Wirklichkeit. Die Feind- und Gegenbilder stammen von einem Individuum und sind von dessen Intentionen bestimmt. Zweitens, die Feind- und Gegenbilder sind kein individueller, sondern kollektiver Besitz. Drittens, die Feind- und Gegenbilder beruhen auf einem Vorurteil des Sprechers oder einer Gruppe, deren Mitglied der Sprecher ist bzw. als deren Mitglied er sich fühlt. Viertens, die Feind- und Gegenbilder sind ein kognitiv-sprachliches Konstrukt, das von einem oder mehreren Individuen geschaffen wird und eine ‘objektive’ Wahrnehmung des Gegenstandes unmöglich macht. Da haben wir die vornehmste Aufgabe, derartige Konstrukte durch Diskursanalyse durchschaubar zu machen und dadurch diese ‘Waffe’ in der öffentlichen Auseinandersetzung zu entschärfen.
Abstract
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, sprachliche Phänomene zu Feind- und Gegenbildern im politischen Diskurs zu beschreiben. Der zugrundeliegende Kernbegriff ‘Feindbild’ stellt Deutungsmuster für gesellschaftlich-politisches Geschehen dar. Die Feindbilder sind negative, hoch emotionale, veränderungresistente Vorurteile. Sie bekommen oft genug symbolische Bedeutung und werden in Schwarz-Weiß gemalt. Zu solchen Feind-Freund-Bildern dienen in der Regel Reizwörter. Die Feind- und Gegebilder können also mit Hilfe von sprachlichen Mitteln entworfen werden. Mit den Reizwörtern werden Feind- und Gegenbilder aufgebaut. Unter Reizwörtern werden diejenigen lexikalischen Einheiten verstanden, bei denen es mehr um Konnotationen als um Denotationen geht. In den Reizwörtern kommen keine ‘Werte’, sondern nur ‘Emotionsanreize’ zum Ausdruck. Die Reizwörter spielen beim Aufbau der ‘einfachen Welt’ also eine wichtige Rolle. Hinzu kommt, dass die Reizwörter der Erzeugung vieldeutiger Anspielungen dienen. Deshalb werden Reizwörter beim populistischen Diskurs nicht selten benutzt. Die Feind- und Gegenbilder wollen in keiner Weise ein Individuum darstellen, sondern ein Klischee bzw. ein Vorurteil. Die in der Diskursanalyse dargestellten Feind- und Gegenbilder haben mehrere kognitive und kommunikative Funktionen: Erstens, es sind keine Abbilder der Wirklichkeit. Die Feind- und Gegenbilder stammen von einem Individuum und sind von dessen Intentionen bestimmt. Zweitens, die Feind- und Gegenbilder sind kein individueller, sondern kollektiver Besitz. Drittens, die Feind- und Gegenbilder beruhen auf einem Vorurteil des Sprechers oder einer Gruppe, deren Mitglied der Sprecher ist bzw. als deren Mitglied er sich fühlt. Viertens, die Feind- und Gegenbilder sind ein kognitiv-sprachliches Konstrukt, das von einem oder mehreren Individuen geschaffen wird und eine ‘objektive’ Wahrnehmung des Gegenstandes unmöglich macht. Da haben wir die vornehmste Aufgabe, derartige Konstrukte durch Diskursanalyse durchschaubar zu machen und dadurch diese ‘Waffe’ in der öffentlichen Auseinandersetzung zu entschärfen.
참고문헌 (20)
- 김혜숙, "집단범주에 대한 고정관념, 감정과 편견", 사회 및 성격, 13, pp.1~33 (1999)
- 서병훈, "포퓰리즘, 현대 민주주의의 위기와 선택" (2008), 책세상
- 이성만, "페어클러프(N. Fairclough)의 비판적 담화분석. 언어학적 텍스트분석의 또 다른 대안인가", 독일어문학, 28, pp.389~410 (2005)
- 임성우, "수사적 표현법에 나타난 강조현상. 강조의 두 가지 언어행위론적 효과를 중심으로", 독일어문학, 29, pp.263~282 (2005)
- 임성우, "니체의 ‘거리의 파토스’에서 나타나는 강조 수사법", 외국어로서의 독일어, 19, pp.337~359 (2006)
- 한규석, "사회심리학의 이해" (2002), 학지사
- 한덕웅, "사회심리학" (2004), 학지사
- Duden, "Grammatik" (1998), Aufl. Mannheim
- Duden, "Deutsches Universalw?terbuch" (2001), Aufl. Mannheim
- Girnth, Heiko, "Sprache und Sprachverwendung in der Politik. Eine Einf?rung in die linguistische Analyse ?fentlich-politischer Kommunikation" (2002), T?ingen
- Hannapel, Hans, "Alltagssprache. Semantische Grundbegriff und Analysebeispiele" (1984), M?chen
- 93). Historisch-semantische Untersuchungen zur politischen Kommunikation, "Die Sprache der Mainzer Republik (1792", pp.2000, Herrgen, Joachim
- Herrmanns,Fritz, "Brisante Worter. Zur lexikographischen Behandlung parteisprachlicher Worter und Wendungen in Worterbuchern der deutschen Gegenwartssprache", pp.87~10 (1982), Studien zur neuhochdeutschen Lexikographie II. Marburg
- Klein, Josef, "Politische Semantik. Bedeutungsanalytische und sprachkritische Beitr?e zur politischen Sprachverwendung" (1989), Opladen
- sch, Walter, "Haider Light. Handbuch f? Demagogie" (2000), Wien
- Panagl, Oswald, "Fahnenw?ter der Politik. Kontinuit?en und Br?he" (1998), Wien
- P?ksen, Bernhard, "Die Konstruktion von Feindbildern. Zum Sprachgebrauch in neonazistischenMedien" (2000), Wiesbaden
- Strauß, Gerhard, "Formen der Ideologiegebundenheit. Versuch einer Typologie der gesellschaftspolitischen Lexik", Zifonun, Gisela
- Wodak,Ruth, "Echt, anstandig und ordentlich. Wie Jorg Haider und die FPO Osterreichs Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beurteilen", pp.180~187 (2000), Haider. Osterreich und die rechte Versuchung. Reinbek
- Zizek,Slovoj, "Wir sind die Couch" (2001), Suddeutsche Zeitung
