본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

문장성분의 길이와 순서가 통사처리에 미치는 영향

Zum Einfluss der Länge und Stellung von Satzgliedern auf syntaktische Verarbeitung

0

조회

0

다운로드

5

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

Dem Gesetz der wachsenden Glieder zufolge (Behagel 1932, GWG im folgenden) sollte ein gewichtigeres/längeres Satzglied hinter einem relativ gewichtlosem/kürzerem plaziert werden. Dadurch lässt sich die Verarbeitung von gesamten Phrasen wesentlich erleichtern: Es könnte nämlich vermieden werden, dass das Kurzzeitgedächtnis im Laufe der syntaktischen Verarbeitung durch schweren Informationsgehalt von der längeren Phrase zu früh erschöpft wird, was zum Aufwand für die weitere Verarbeitung führen würde. Trotz der konzeptuellen Plausibilität vom GWG wird derzeit kontrovers diskutiert, ob es sprachuniversal wäre. Einerseits werden empirische Evidenz für GWG anhand der Verarbeitung von verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Polnish usw.) vorgelegt. Andererseits wird eine alternative These vertreten, nach der GWG nur bei kopfinitialen Sprachen aufrechtzuerhalten ist, bei kopffinalen Sprachen wie Koreanisch oder Japanisch dagegen nicht. Bei letzteren führt nämlich die umgekehrte Stellung von Satzgliedern, d.h. ‘lang vor kurz’, zum wenigeren Verarbeitungsaufwand, so die These (Vgl. Hawkins 1994, 2004, Yamashita & Chang 2001). Vor diesem Hintergrund ist in der vorliegenden Untersuchung ein psycholinguistisches Experiment durchgeführt worden, dessen Ziel darin besteht, Verarbeitungsaufwand für alternative Stellungen von Satzgliedern des Koreanischen mit unterschiedlicher Länge miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse des Experiments sind u. E. mit dem ‘lang vor kurz’ Prinzip am besten zu vereinbaren. Um eine universale Theorie der Sprachverarbeitung entwickeln zu können, sollten also zusätzliche empirische Untersuchungen durchgeführt werden, deren Forschungsinterresse eher typologisch unterschiedliche Sprachen umfassen.

Abstract

Dem Gesetz der wachsenden Glieder zufolge (Behagel 1932, GWG im folgenden) sollte ein gewichtigeres/längeres Satzglied hinter einem relativ gewichtlosem/kürzerem plaziert werden. Dadurch lässt sich die Verarbeitung von gesamten Phrasen wesentlich erleichtern: Es könnte nämlich vermieden werden, dass das Kurzzeitgedächtnis im Laufe der syntaktischen Verarbeitung durch schweren Informationsgehalt von der längeren Phrase zu früh erschöpft wird, was zum Aufwand für die weitere Verarbeitung führen würde. Trotz der konzeptuellen Plausibilität vom GWG wird derzeit kontrovers diskutiert, ob es sprachuniversal wäre. Einerseits werden empirische Evidenz für GWG anhand der Verarbeitung von verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Polnish usw.) vorgelegt. Andererseits wird eine alternative These vertreten, nach der GWG nur bei kopfinitialen Sprachen aufrechtzuerhalten ist, bei kopffinalen Sprachen wie Koreanisch oder Japanisch dagegen nicht. Bei letzteren führt nämlich die umgekehrte Stellung von Satzgliedern, d.h. ‘lang vor kurz’, zum wenigeren Verarbeitungsaufwand, so die These (Vgl. Hawkins 1994, 2004, Yamashita & Chang 2001). Vor diesem Hintergrund ist in der vorliegenden Untersuchung ein psycholinguistisches Experiment durchgeführt worden, dessen Ziel darin besteht, Verarbeitungsaufwand für alternative Stellungen von Satzgliedern des Koreanischen mit unterschiedlicher Länge miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse des Experiments sind u. E. mit dem ‘lang vor kurz’ Prinzip am besten zu vereinbaren. Um eine universale Theorie der Sprachverarbeitung entwickeln zu können, sollten also zusätzliche empirische Untersuchungen durchgeführt werden, deren Forschungsinterresse eher typologisch unterschiedliche Sprachen umfassen.

참고문헌 (29)

  1. 최혜원, "Length and Order: A Corpus Study of Korean Dative-Accusative Construction", 담화와 인지, 14(3), pp.207~227 (2007), 담화·인지언어학회
  2. 홍우평, "문서 가독성의 제고를 위한 언어학적 제약* - 테마-레마 원리를 중심으로 -", 독어학, 18(19), pp.1~21 (2009), 한국독어학회
  3. Arnold, J., "Heaviness vs newness:The effects of structural complexity and discourse status on constituent ordering", Language, 76, pp.28~55 (2000)
  4. Behagel, O., "Deutsche Syntax", Eine geschichtliche Darstellung, 4 (1932), Winter
  5. Bock, K., "Towards a cognitive psychology of syntax: information processing contributions to sentence formulation", Psychological Review, 89, pp.1~47 (1982)
  6. Bock, K., "Meaning, sound, and syntax: lexical priming in sentence production", Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 12, pp.575~586 (1986)
  7. Chomsky, N., "Aspects of the theory of syntax" (1964), The MIT Press
  8. Dik, S., "Functional grammar" (1978), North Holland
  9. Dik, S., "The theory of functional grammar. Part 1: The structure of the clause" (1989), Foris
  10. Dryer, M., "Large linguistic areas in language sampling", Studies in Language, 13, pp.257~292 (1989)
  11. Dürscheid,C, "Die verbalen Kasus des Deutschen. Untersuchungen zur Syntax, Semantik und Perspektive" (1999), de Gruyter
  12. Dürscheid, C., "Syntax: Grundlagen und Theorien. Göttingen: Vandenhoeck", Ruprecht, 2007, pp.3, ~[DOI]
  13. Erdmann, P., "On the principle of weight in English in : On language, Rhetorica, Phonologica, Synyactica: A Festschrift for Robert P. Stockwell from his friends and colleagues", pp.325~339 (1988), Routledge
  14. Erdmann, P., "Discourse and grammar. Focusing and defocusing in English" (1990), Niemeyer
  15. Ferreira, V., "Is it better to give than donate? Syntactic flexibility in language production", Journal of Memory and Language, 35, pp.724~755 (1996)
  16. Ferreira, V., "Grammatical encoding in : The Oxford Handbook of Psycholinguistics", pp.453~469 (2007), Oxford University Press
  17. Gibson, E., "Linguistic complexity: Locality and syntactic dependencies", Cognition, 68, pp.1~76 (1998)
  18. Hawkins, J. A., "A performance theory of order and constituency" (1994), Cambridge University Press
  19. Hawkins, J. A., "Efficiency and complexity in grammars" (2004), Oxford University Press
  20. Lenerz, J., "Zur Abfolge nominaler Satzglieder im Deutschen" (1977), Niemeyer
  21. McDonald, J., "Word and word order: semantic, phonological, and metrical determinants of serial position", Cognitive Psychology, 25, pp.188~230 (1993)
  22. Pinker, S., "The language instinct. The new science of language and mind London" (1994), Penguin Books
  23. Reichmann, T., "Satzspaltung und Informationsstruktur im Portugiesischen und im Deutschen: Ein Beitrag zur kontrastiven Linguistik und Übersetzungswissenschaft" (2005), Univ. Saarbrücken
  24. Sierwierska, A., "Syntactic weight vs pragmatic factors and word order variation in Polish", Journal of Linguistics, 29, pp.233~265 (1991)
  25. Stallings, L., "Phrasal ordering constraints in sentence production: phrase length and verb disposition in heavy-NP shift", Journal of Memory and Language, 39, pp.392~417 (1998)
  26. Steinberger, R. G. W., "A study of word order variation in German with special reference to modifier placement" (1994), University of Manchester
  27. Uszkureit,H.,Brants,T.,Duchier,D.,Krenn,B.,Konieczny,L.,Oepen,S.& Skut,W, ":Studien zur performanzbasierten Linguistik.Aspekte der Relativsatzbildung im Deutschen" (1998), Kognitionswissenschaft 7,129-133.
  28. Wöllstein-Leisten, A., "Deutsche Satzstruktur. Grundlagen der syntaktischen Analyse" (1997), Stauffenburg
  29. Yamashita, H., "Long before short’ preference in the production of a head-final language", Cognition, 81, pp.45~55 (2001)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (15건)