본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

체화된 문장 인지 처리과정과 독일어 제2언어 처리과정

The embodied sentence processing at DaF learners

0

조회

0

다운로드

2

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit versucht aufzuklären, ob der sog. „Bewegungs-Satz Kompatibilitäts-Effekt“ (eng. action-sentence compatibility effect, im Folgenden ‚ASC-Effekt‘) im Rahmen der fremdsprachlichen Verarbeitung festzustellen ist. Unter dem ASC-Effekt versteht man den Umstand, dass körperliche Bewegung, die sich auf den Satz bezieht, das Verstehen des Satzes beeinflusst: Körperliche Bewegung erleichtert demnach den semantischen Prozess eines Satzes und macht ihn somit effizienter. Dies besagt, dass die semantische Erkennung eines Satzes in engem Zusammenhang mit der körperlichen Bewegung steht, die der Satz beschreibt. In früheren Arbeiten wie etwa von Glenberg & Kaschak (2002) wurde ein solcher Effekt bei Muttersprachlern nachgewiesen. Diese Arbeit stellt die Frage, ob eine entsprechende körperlich-motorische Sprachkognition auf der Satzebene auch bei DaF-Lernern erfolgt. Dafür wurde ein Experiment durchgeführt, an dem die Studenten teilgenommen haben, die Deutsch an der Universität im Hauptfach lernen. Das Niveau der Probanden betrifft die Mittel- und Oberstufe (B2 & C1). Im Experiment wurden den Probanden deutsche Imperativ-Sätze vorgelegt, auf die sie mit Knopfbewegungen reagiert haben, die den Aussagen der Sätze entweder entsprachen (Kondition 1) oder widersprachen (Kondition 2). In der Analyse wurden die Reaktionszeiten zwischen den beiden Konditionen (entsprechende vs. widersprechende Bewegung) verglichen. Das Resultat zeigte, dass hinsichtlich der Reaktionen auf die Konditionen kein Unterschied bestand. Dies unterscheidet sich von dem Ergebnis bei Muttersprachlern, die auf die Sätze schneller reagiert haben, deren Bedeutung der körperlichen Bewegung entsprach. Deshalb besagen die Ergebnisse der früheren Arbeit, dass der ASC-Effekt bei DaF-Lernern auf dem Niveau B2-C1 nicht vorkommt. Dies weist darauf hin, dass die verkörperte Satzverarbeitung erst auf einem höheren Niveau wie C2 festgestellt werden kann.

Abstract

Die vorliegende Arbeit versucht aufzuklären, ob der sog. „Bewegungs-Satz Kompatibilitäts-Effekt“ (eng. action-sentence compatibility effect, im Folgenden ‚ASC-Effekt‘) im Rahmen der fremdsprachlichen Verarbeitung festzustellen ist. Unter dem ASC-Effekt versteht man den Umstand, dass körperliche Bewegung, die sich auf den Satz bezieht, das Verstehen des Satzes beeinflusst: Körperliche Bewegung erleichtert demnach den semantischen Prozess eines Satzes und macht ihn somit effizienter. Dies besagt, dass die semantische Erkennung eines Satzes in engem Zusammenhang mit der körperlichen Bewegung steht, die der Satz beschreibt. In früheren Arbeiten wie etwa von Glenberg & Kaschak (2002) wurde ein solcher Effekt bei Muttersprachlern nachgewiesen. Diese Arbeit stellt die Frage, ob eine entsprechende körperlich-motorische Sprachkognition auf der Satzebene auch bei DaF-Lernern erfolgt. Dafür wurde ein Experiment durchgeführt, an dem die Studenten teilgenommen haben, die Deutsch an der Universität im Hauptfach lernen. Das Niveau der Probanden betrifft die Mittel- und Oberstufe (B2 & C1). Im Experiment wurden den Probanden deutsche Imperativ-Sätze vorgelegt, auf die sie mit Knopfbewegungen reagiert haben, die den Aussagen der Sätze entweder entsprachen (Kondition 1) oder widersprachen (Kondition 2). In der Analyse wurden die Reaktionszeiten zwischen den beiden Konditionen (entsprechende vs. widersprechende Bewegung) verglichen. Das Resultat zeigte, dass hinsichtlich der Reaktionen auf die Konditionen kein Unterschied bestand. Dies unterscheidet sich von dem Ergebnis bei Muttersprachlern, die auf die Sätze schneller reagiert haben, deren Bedeutung der körperlichen Bewegung entsprach. Deshalb besagen die Ergebnisse der früheren Arbeit, dass der ASC-Effekt bei DaF-Lernern auf dem Niveau B2-C1 nicht vorkommt. Dies weist darauf hin, dass die verkörperte Satzverarbeitung erst auf einem höheren Niveau wie C2 festgestellt werden kann.

참고문헌 (16)

  1. 이성은, "체화된 언어인지- 이론의 개관과 전망 -", 독어학, (24), pp.155~182 (2011), 한국독어학회
  2. 이성은, "독일어 습득수준에 따른 파생어 제2언어 처리과정 연구 - -ung, -heit, -keit를 중심으로", 독일문학, 54(3), pp.113~143 (2013), 한국독어독문학회
  3. 이정모, "‘체화된 인지(Embodied Cognition)’ 접근과 학문간 융합 -인지과학 새 패러다임과 철학의 연결이 주는 시사-", 철학사상, (38), pp.27~66 (2010), 철학사상연구소
  4. Bergen, B., "Grammatical aspect and mental simulation", Brain & Language, 112, pp.150~158 (2010)
  5. D’Ausilio, A., "The motor somatotopy of speech perception", Curr. Biol, 19, pp.381~385 (2009)
  6. Glenberg, A. M., "Grounding language in action", Psychonomic Bulletin & Review, 9, pp.558~565 (2002)
  7. Hauk, O., "Somatotopic representation of action words in human motor and premotor cortex", Neuron, 41, pp.301~307 (2004)
  8. Kaup, B., "The drawer is still closed: Simulating past and future movements when processing sentences that describe a state", Brain & Language, 112, pp.159~166 (2010)
  9. Levelt, W. J. M., "Speaking: From intention to articulation" (1989), MIT Press
  10. Myung, J., "Playing on the typewriter, typing on the piano: Manipulation knowledge of objects", Cognition, 98, pp.223~243 (2006)
  11. Neubauer, K., "Decomposition of inflected words in a second language", Studies in Second Language Acquisition, 31, pp.403~435 (2009)
  12. Pulvermüller, F., "Brain mechanisms linking language and action", Nature Reviews Neuroscience, 6, pp.576~582 (2005)
  13. Pulvermüller, F., "Brain signatures of meaning access in action word recognition", Journal of Cognitive Neuroscience, 6, pp.884~892 (2005)
  14. Taylor, L. J., "Motor resonance and linguistic focus", Quarterly Journal of Experimental Psychology, 61, pp.896~904 (2008)
  15. Van Hell, J.G., "Event-related brain potentials and second language learning: Syntactic processing in late L2 learners at different L2 proficiency levels", Second Language Research, 26, pp.43~74 (2010)
  16. Zwaan, R. A., "Motor resonance as a function of narrative time: further tests of the linguistic-focus hypothesis", Brain & Language, 112, pp.143~149 (2010)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (16건)