카오스 이론에 비추어 본 현대미술 -서구 현대회화에 나타난 카오스 미학
Die moderne Kunst unter dem Aspekt der Chaostheorie -Versuch über die Chaosästhetik in der modernen Malerei von der Moderne über die Postmoderne bis zur zweiten Moderne
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초록
Es ist bekannt, dass die Chaostheorie, die neben der Relativitätstheorie und Quantentheorie als eine große Revolution der modernen Naturwissenschaft gilt, ein neues Paradigma nicht nur im Bereich der Naturwissenschaft darstellt. Seit etwa 30 Jahren bildet sie auch in der Human- und Sozialwissenschaft sowie in der Kulturtheorie einen wichtigen Ansatzpunkt. In Bezug darauf habe ich in der vorliegenden Arbeit versucht, herauszuarbeiten, wie die Chaostheorie auch auf den Bereich der bildenden Kunst angewandt werden kann. Dabei habe ich die Entwicklung der modernen Malerei, von der Moderne über die Postmoderne bis zur zweiten Moderne unter der Voraussetzung nachvollzogen, dass die moderne Kunst gerade unter dem Aspekt der Chaosästhetik betrachtet werden kann. Nachdem die ersten Ansätze der Chaostheorie Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt sind, finden sich die Phänomene, die unter der Chaosästhetik zusammengefasst werden können, in der modernen Kunst um die sogenannte Jahrhundertwende. Die chaotischen Merkmale der modernen Kunst sind so in der ästhetischen Moderne wie dem Impressionismus wahrnehmbar und treten mit der Zeit noch deutlicher im Expressionismus, Dadaismus und Surrealismus, die man zur ästhetischen Avantgarde zählt, zutage. Im 1. einleitenden Kapitel über die Chaostheorie habe ich versucht, aufzuzeigen, was ihre wichtigen Ansätze sind, indem ich die zentralen Begriffe wie die Komplexität, den Schmetterlingseffekt, sowie die Fraktale erläuterte. Diese Untersuchung bildet die Basis, auf der ich in den nachfolgenden Kapiteln versucht habe, die Chaostheorie auf die Analyse der modernen Kunst anzuwenden. Dabei habe ich mich bemüht, die wichtigen Merkmale in der modernen Kunst, die als eine Reaktion auf die Wirklichkeit auf verschiedene Weise auftraten, im großen und ganzen mit der Chaosästhetik in Verbindung zu bringen. Das 2. Kapitel über die moderne Kunst gilt erst der frühen Moderne (Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus und abstrakte Kunst), und dann der Spätmoderne (abstrakter Expressionismus, Informel, Minimal Art und Concept Art), die ich anhand der Kategorie der Zufälligkeit einerseits und der Konstruktion andererseits analysiert habe. Es wurde gezeigt, dass Zerrissenheit und Chaos, Zufälligkeit und Beliebigkeit, Abstraktheit und Dinglichkeit wichtige Merkmale sind, die die moderne Kunst kennzeichnen. Das 3. Kapitel befasst sich mit der postmodernen Kunst, die die Zufälligkeitsästhetik der modernen Kunst weiter entwickelt hat, um dadurch schließlich die Dekonstruktion jedweder Bedeutung bzw. der Werte und der Ordnung zu ihrem Prinzip zu erklären. Von diesem Sachverhalt ausgehend bin ich darauf eingegangen, den Massen- und Warencharakter in der Popart, das Moment des Spielerischen und Transitorischen im Happening und die Intertextualität und den Pastich in der postmodernen Kunst aufzuzeigen. Im letzten 4. Kapitel ging es um die Kunst der zweiten Moderne, in der die Tendenz zur neuen abstrakten Kunst deutlich wird. Indem diese auf die sogenannte freie Abstraktion zielt, aus welcher die der Naturgeometrie in der Chaostheorie ähnlichen Figuren quasi unbeabsichtigt konstruiert werden, kommt die Kunst der zweiten Moderne dazu, die moderne Abstraktion mit der postmodernen Figuration zu verknüpfen. Die zweite Moderne ist also als ein Versuch zu bezeichnen, die verhärtete Moderne durch die fessellose Postmoderne zu vermitteln. Schließlich habe ich noch die Environmental Art in Betracht gezogen, weil ich bei ihr einen entscheidenden Anschluss an die Chaostheorie gefunden habe. Als eine Art ökologische Naturästhetik, die die Kunst an die Natur anzunähern sucht, lässt besonders die Land Art weiterhin die Möglichkeit offen, den Menschen mit der Natur zu versöhnen. Die Chaostheorie hat uns inzwischen zu der Erkenntnis gebracht, dass der Kosmos nur eine kleine Insel im großen Meer des Chaos darstellt. Ihr Sinn liegt vor allem darin, dass sie uns auf die Grenze unserer Rationalität aufmerksam gemacht hat. Dies ist um so wichtiger, als wir berücksichtigen müssen, dass die Fortschritte der abendländischen Zivilisation, die im Wesentlichen auf der Naturbeherrschung beruhen, letztendlich zur Zerstörung des ökologischen Systems geführt haben. Dagegen ermöglicht die Chaostheorie, die das Chaos und den Kosmos in einem organischen Zusammenhang betrachtet, den Übergang zum sogenannten ökologischen Denken, das das Verhältnis des Menschen zur Natur nicht als ein gegensätzliches, sondern als ein organisches bzw. zirkelhaftes betrachtet. Dies kann auch der Anlass dazu sein, sich auf die Geschichte der Menschheit zurückzubesinnen und dadurch der Natur, die in der Geschichte von den Menschen unterdrückt und zum bloßen Gegenstand degradiert wurde, ihr verlorenes Recht widerfahren zu lassen. Darüber hinaus ist es von großer Bedeutung, dass das Chaos etwa nicht das absolute Nichts oder die absolute Unordnung bedeutet, sondern eher eine gewisse Ordnung in sich birgt oder diese selber hervorbringt, wie es die jüngsten Studien der Physik, Biologie und Chemie u. a. gezeigt haben. Dabei spielen der Begriff des Fraktals, das die der Natur zugrundeliegende geometrische Struktur darstellt, und der Begriff des Chaosmos, der den aus der Selbstorganisation des Chaos hervorgebrachten Kosmos bezeichnet, eine große Rolle. Damit erhält die Chaostheorie einen sehr produktiven Sinn, zumal sie uns zum dynamischen Denken führt, das gerade angesichts der chaotischen Welt die menschliche Handlung herausfordert und bedeutsam macht.
Abstract
Es ist bekannt, dass die Chaostheorie, die neben der Relativitätstheorie und Quantentheorie als eine große Revolution der modernen Naturwissenschaft gilt, ein neues Paradigma nicht nur im Bereich der Naturwissenschaft darstellt. Seit etwa 30 Jahren bildet sie auch in der Human- und Sozialwissenschaft sowie in der Kulturtheorie einen wichtigen Ansatzpunkt. In Bezug darauf habe ich in der vorliegenden Arbeit versucht, herauszuarbeiten, wie die Chaostheorie auch auf den Bereich der bildenden Kunst angewandt werden kann. Dabei habe ich die Entwicklung der modernen Malerei, von der Moderne über die Postmoderne bis zur zweiten Moderne unter der Voraussetzung nachvollzogen, dass die moderne Kunst gerade unter dem Aspekt der Chaosästhetik betrachtet werden kann. Nachdem die ersten Ansätze der Chaostheorie Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt sind, finden sich die Phänomene, die unter der Chaosästhetik zusammengefasst werden können, in der modernen Kunst um die sogenannte Jahrhundertwende. Die chaotischen Merkmale der modernen Kunst sind so in der ästhetischen Moderne wie dem Impressionismus wahrnehmbar und treten mit der Zeit noch deutlicher im Expressionismus, Dadaismus und Surrealismus, die man zur ästhetischen Avantgarde zählt, zutage. Im 1. einleitenden Kapitel über die Chaostheorie habe ich versucht, aufzuzeigen, was ihre wichtigen Ansätze sind, indem ich die zentralen Begriffe wie die Komplexität, den Schmetterlingseffekt, sowie die Fraktale erläuterte. Diese Untersuchung bildet die Basis, auf der ich in den nachfolgenden Kapiteln versucht habe, die Chaostheorie auf die Analyse der modernen Kunst anzuwenden. Dabei habe ich mich bemüht, die wichtigen Merkmale in der modernen Kunst, die als eine Reaktion auf die Wirklichkeit auf verschiedene Weise auftraten, im großen und ganzen mit der Chaosästhetik in Verbindung zu bringen. Das 2. Kapitel über die moderne Kunst gilt erst der frühen Moderne (Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus und abstrakte Kunst), und dann der Spätmoderne (abstrakter Expressionismus, Informel, Minimal Art und Concept Art), die ich anhand der Kategorie der Zufälligkeit einerseits und der Konstruktion andererseits analysiert habe. Es wurde gezeigt, dass Zerrissenheit und Chaos, Zufälligkeit und Beliebigkeit, Abstraktheit und Dinglichkeit wichtige Merkmale sind, die die moderne Kunst kennzeichnen. Das 3. Kapitel befasst sich mit der postmodernen Kunst, die die Zufälligkeitsästhetik der modernen Kunst weiter entwickelt hat, um dadurch schließlich die Dekonstruktion jedweder Bedeutung bzw. der Werte und der Ordnung zu ihrem Prinzip zu erklären. Von diesem Sachverhalt ausgehend bin ich darauf eingegangen, den Massen- und Warencharakter in der Popart, das Moment des Spielerischen und Transitorischen im Happening und die Intertextualität und den Pastich in der postmodernen Kunst aufzuzeigen. Im letzten 4. Kapitel ging es um die Kunst der zweiten Moderne, in der die Tendenz zur neuen abstrakten Kunst deutlich wird. Indem diese auf die sogenannte freie Abstraktion zielt, aus welcher die der Naturgeometrie in der Chaostheorie ähnlichen Figuren quasi unbeabsichtigt konstruiert werden, kommt die Kunst der zweiten Moderne dazu, die moderne Abstraktion mit der postmodernen Figuration zu verknüpfen. Die zweite Moderne ist also als ein Versuch zu bezeichnen, die verhärtete Moderne durch die fessellose Postmoderne zu vermitteln. Schließlich habe ich noch die Environmental Art in Betracht gezogen, weil ich bei ihr einen entscheidenden Anschluss an die Chaostheorie gefunden habe. Als eine Art ökologische Naturästhetik, die die Kunst an die Natur anzunähern sucht, lässt besonders die Land Art weiterhin die Möglichkeit offen, den Menschen mit der Natur zu versöhnen. Die Chaostheorie hat uns inzwischen zu der Erkenntnis gebracht, dass der Kosmos nur eine kleine Insel im großen Meer des Chaos darstellt. Ihr Sinn liegt vor allem darin, dass sie uns auf die Grenze unserer Rationalität aufmerksam gemacht hat. Dies ist um so wichtiger, als wir berücksichtigen müssen, dass die Fortschritte der abendländischen Zivilisation, die im Wesentlichen auf der Naturbeherrschung beruhen, letztendlich zur Zerstörung des ökologischen Systems geführt haben. Dagegen ermöglicht die Chaostheorie, die das Chaos und den Kosmos in einem organischen Zusammenhang betrachtet, den Übergang zum sogenannten ökologischen Denken, das das Verhältnis des Menschen zur Natur nicht als ein gegensätzliches, sondern als ein organisches bzw. zirkelhaftes betrachtet. Dies kann auch der Anlass dazu sein, sich auf die Geschichte der Menschheit zurückzubesinnen und dadurch der Natur, die in der Geschichte von den Menschen unterdrückt und zum bloßen Gegenstand degradiert wurde, ihr verlorenes Recht widerfahren zu lassen. Darüber hinaus ist es von großer Bedeutung, dass das Chaos etwa nicht das absolute Nichts oder die absolute Unordnung bedeutet, sondern eher eine gewisse Ordnung in sich birgt oder diese selber hervorbringt, wie es die jüngsten Studien der Physik, Biologie und Chemie u. a. gezeigt haben. Dabei spielen der Begriff des Fraktals, das die der Natur zugrundeliegende geometrische Struktur darstellt, und der Begriff des Chaosmos, der den aus der Selbstorganisation des Chaos hervorgebrachten Kosmos bezeichnet, eine große Rolle. Damit erhält die Chaostheorie einen sehr produktiven Sinn, zumal sie uns zum dynamischen Denken führt, das gerade angesichts der chaotischen Welt die menschliche Handlung herausfordert und bedeutsam macht.
참고문헌 (17)
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