동독지역 제3공영 성공신화의 두 얼굴
Die zwei Seiten des Erfolgsmythos der 3. öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme in Ostdeutschland
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초록
Anlässlich des 15. Gründungjahres des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland wurde zu Beginn dieses Jahres eine Bilanz vonseiten des MDR, des ORB/RBB und des NDR/Schwerin gezogen, und zwar jeweils mit Bezug auf die eigene Erfolgsstory. Diese Studie macht es sich zur Aufgabe, den Fragen nachzugehen, inwieweit diese Erfolgsgeschichte der Dritten Programme in Ostdeutschland plausibel ist, und welche Probleme noch für die ‘innere Einheit’ zu überwinden sind. Um die besondere Rolle und die Wirkung der Dritten Programme in Ostdeutschland vor allem hinsichtlich des gesellschaftlichen und kulturellen Wandels gebührend zu bewerten, werden sozioökonomische Bedingungen im Osten sowie das mediale Verhalten der Ostdeutschen im Vergleich zu den Westdeutschen mit berücksichtigt. Bei der Neuorientierung nach der Wende hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Ostdeutschland dazu beigetragen, den Ostdeutschen Anregungen für die Umgestaltung des eigenen Lebens und einen Blick auf neue Werte und Lebensstile zu geben, indem er handlungsrelevante Informationen für den Alltag geliefert hat. Durch diese anfängliche Funktion gewann der öffentlich-rechtliche Rundfunk das volle Vertrauen der Ostdeutschen. Aber hinter diesem Erfolg verstecken sich einige Probleme, in denen die kulturelle Barriere zwischen Ost und West zum Ausdruck kommt: 1) Im Gegensatz zur stärkeren Nutzung der Dritten Programme zeigen Ostdeutsche eine größere Distanz zu bestimmten journalistischen Stilmitteln insbesondere der ‘westlichen’ Perspektive von ARD/ZDF. Man hegt Bedenken, ob die starke regionale Verwurzelung beim Umgang mit den Medien der Ostdeutschen für die so genannte ‘doppelte Öffentlichkeit’, die durch ostdeutsche ‘Ostalgie’ und westdeutsche Indifferenz gegenüber dem Osten verursacht wurde, weiter vertieft hätte. 2) Bei der Programmgestaltung muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Ostdeutschland die ‘Ostalgie’ immer wieder berücksichtigen oder sich zumindest dazu kompromissbereit zeigen, um die dichte Konkurrenz mit den Privatsendern zu überleben. 3) Es ist frustrierend, dass die meisten der jüngeren Ostdeutschen ihre Region verlassen und daher überwiegend ältere Ostdeutsche in ihrer Heimat bleiben. Trotz solcher sozial und kulturell bedingter Probleme sind noch etliche Veränderungen zu beobachten, die sich als ein Anzeichen für das Zusammenwachsen von Ost und West erweisen, und die als ein gutes Beispiel für die Integration der osteuropäischen Länder in die Europäische Union verstanden werden könnten.
Abstract
Anlässlich des 15. Gründungjahres des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland wurde zu Beginn dieses Jahres eine Bilanz vonseiten des MDR, des ORB/RBB und des NDR/Schwerin gezogen, und zwar jeweils mit Bezug auf die eigene Erfolgsstory. Diese Studie macht es sich zur Aufgabe, den Fragen nachzugehen, inwieweit diese Erfolgsgeschichte der Dritten Programme in Ostdeutschland plausibel ist, und welche Probleme noch für die ‘innere Einheit’ zu überwinden sind. Um die besondere Rolle und die Wirkung der Dritten Programme in Ostdeutschland vor allem hinsichtlich des gesellschaftlichen und kulturellen Wandels gebührend zu bewerten, werden sozioökonomische Bedingungen im Osten sowie das mediale Verhalten der Ostdeutschen im Vergleich zu den Westdeutschen mit berücksichtigt. Bei der Neuorientierung nach der Wende hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Ostdeutschland dazu beigetragen, den Ostdeutschen Anregungen für die Umgestaltung des eigenen Lebens und einen Blick auf neue Werte und Lebensstile zu geben, indem er handlungsrelevante Informationen für den Alltag geliefert hat. Durch diese anfängliche Funktion gewann der öffentlich-rechtliche Rundfunk das volle Vertrauen der Ostdeutschen. Aber hinter diesem Erfolg verstecken sich einige Probleme, in denen die kulturelle Barriere zwischen Ost und West zum Ausdruck kommt: 1) Im Gegensatz zur stärkeren Nutzung der Dritten Programme zeigen Ostdeutsche eine größere Distanz zu bestimmten journalistischen Stilmitteln insbesondere der ‘westlichen’ Perspektive von ARD/ZDF. Man hegt Bedenken, ob die starke regionale Verwurzelung beim Umgang mit den Medien der Ostdeutschen für die so genannte ‘doppelte Öffentlichkeit’, die durch ostdeutsche ‘Ostalgie’ und westdeutsche Indifferenz gegenüber dem Osten verursacht wurde, weiter vertieft hätte. 2) Bei der Programmgestaltung muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Ostdeutschland die ‘Ostalgie’ immer wieder berücksichtigen oder sich zumindest dazu kompromissbereit zeigen, um die dichte Konkurrenz mit den Privatsendern zu überleben. 3) Es ist frustrierend, dass die meisten der jüngeren Ostdeutschen ihre Region verlassen und daher überwiegend ältere Ostdeutsche in ihrer Heimat bleiben. Trotz solcher sozial und kulturell bedingter Probleme sind noch etliche Veränderungen zu beobachten, die sich als ein Anzeichen für das Zusammenwachsen von Ost und West erweisen, und die als ein gutes Beispiel für die Integration der osteuropäischen Länder in die Europäische Union verstanden werden könnten.
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