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사진과 텍스트의 혼종화 현상 -쿠르트 투홀스키의 『독일, 독일이 최고』를 중심으로-

Hybridisierungsphänomen von Text und Foto -Zur Untersuchung der Fotografie im Text von Kurt Tucholskys Deutschland, Deutschland über alles-

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초록

Mit der technischen Revolution in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gewinnt die Fotografie eine neue Qualität, die es ihr ermöglicht, sich von der klassischen Malerei zu unterscheiden. Durch diese Abtrennung von der Malerei stellt sich die Fotografie als ein neues visuelles Medium dar. Die Anerkennung der Fotografie als neues visuelles Medium wiederum führt zu einer heftigen Disskussion über deren Funktion. Dabei lassen sich grob zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Funktion der Fotografie hervorheben: Zum einen betrachtet man die Fotografie als reine Kunst, hierfür stehen László Moholy-Nagy und Albert Renger-Patzsch. Zum anderen betrachtet man sie als Mittel zu politischer Agitation, hierfür stehen die Arbeiter-Fotografen der 1925 gegründeten “Arbeiter-Illustrierte-Zeitung”. Neben der Anerkennung der Fotografie als neues visuelles Medium tritt in dieser Epoche auch eine neue Technik der Bildunterschrift auf. Diese neue Technik, die Fotos mit den Texten zusammenzumontieren, interessiert besonders die politisch aktiven Schriftsteller in der Weimarer Republik. Als konkretes Beispiel für die Kombination von Text und Foto untersuche ich in meiner Arbeit Kurt Tucholskys Bilderbuch Deutschland, Deutschland über alles(1929). Tucholsky zeigt bereits seit 1912 ein eigenes Interesse an der neuen Technik der Bildunterschrift und verwendet diese Technik in seinem Bilderbuch Deutschland, Deutschland über alles. Die besonderen Merkmale der Foto-Text-Beziehungen in diesem Bilderbuch sind dabei wie folgt zusammenzufassen: 1. Durch die neue Technik der Bildunterschrift macht Tucholsky die Fotografien nicht bloß sichtbar, sondern vielmehr lesbar und entzifferbar. 2. Bei Tucholsky stellen die Fotos mit ihren Texten Instrumente der Wahrheitsfindung dar, und damit sind sie Mittel der Aufklärung über die politischen Mißstände in der Republik. 3. Die Kombination von Text und Foto erzeugt für Tucholsky eine Wirkung, die zur unmittelbaren Aktiverung des Lesers führt.

Abstract

Mit der technischen Revolution in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gewinnt die Fotografie eine neue Qualität, die es ihr ermöglicht, sich von der klassischen Malerei zu unterscheiden. Durch diese Abtrennung von der Malerei stellt sich die Fotografie als ein neues visuelles Medium dar. Die Anerkennung der Fotografie als neues visuelles Medium wiederum führt zu einer heftigen Disskussion über deren Funktion. Dabei lassen sich grob zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Funktion der Fotografie hervorheben: Zum einen betrachtet man die Fotografie als reine Kunst, hierfür stehen László Moholy-Nagy und Albert Renger-Patzsch. Zum anderen betrachtet man sie als Mittel zu politischer Agitation, hierfür stehen die Arbeiter-Fotografen der 1925 gegründeten “Arbeiter-Illustrierte-Zeitung”. Neben der Anerkennung der Fotografie als neues visuelles Medium tritt in dieser Epoche auch eine neue Technik der Bildunterschrift auf. Diese neue Technik, die Fotos mit den Texten zusammenzumontieren, interessiert besonders die politisch aktiven Schriftsteller in der Weimarer Republik. Als konkretes Beispiel für die Kombination von Text und Foto untersuche ich in meiner Arbeit Kurt Tucholskys Bilderbuch Deutschland, Deutschland über alles(1929). Tucholsky zeigt bereits seit 1912 ein eigenes Interesse an der neuen Technik der Bildunterschrift und verwendet diese Technik in seinem Bilderbuch Deutschland, Deutschland über alles. Die besonderen Merkmale der Foto-Text-Beziehungen in diesem Bilderbuch sind dabei wie folgt zusammenzufassen: 1. Durch die neue Technik der Bildunterschrift macht Tucholsky die Fotografien nicht bloß sichtbar, sondern vielmehr lesbar und entzifferbar. 2. Bei Tucholsky stellen die Fotos mit ihren Texten Instrumente der Wahrheitsfindung dar, und damit sind sie Mittel der Aufklärung über die politischen Mißstände in der Republik. 3. Die Kombination von Text und Foto erzeugt für Tucholsky eine Wirkung, die zur unmittelbaren Aktiverung des Lesers führt.

참고문헌 (14)

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