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연극과 유희. 베케트의 『놀이의 끝』에 대한 소고

Spiel und Theater - Samuel Becketts Spielwelt in Endspiel

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In Zentrum von Becketts eigenen poetischen Prämissen steht die künstlerische Ohnmacht angesichts der Unverfügbarkeit der Realität. Da die Essenz der Realität für das in Gewohnheiten befangene Individuum undurchdringlich ist, lässt sich die objektive Wirklichkeit nur durch die subjektiven Begriffe darstellen. Hinzu kommt der wesentlich insuffiziente Status der menschlichen Sprache, als des Mittels, die Wirklichkeit wiederzugeben. Wenn sich die Wirklichkeit der künstlerischen Aneignung entzieht und deren Mittel, die Sprache, difizitär ist, bleibt für die Kunst nichts anderes, als dass sie sich selber, ihre Fragwürdigkeit und ihren aporetischen Status thematisiert. Becketts Endspiel entzieht sich der traditionellen Theaterrezeption und stellt in seiner Form die überkommene Gattungskonvention in Frage. Becketts Skepsis gegenüber der Möglichkeit, die Wirklichkeit wiederzugeben, wird in der Form des Stückes thematisiert. Indem dieses Stück die Realität vorzutäuschen aufgibt, legt es seinen Spielcharakter frei. Statt die Wirklichkeit zu suggerieren, macht Endspiel seinem Publikum bewusst, dass es sich hier um ein Theater handelt, indem es es in die Aufführungsmechanismen einblicken lässt. Die Freilegung des Spielcharakters hat in dem Stück eine doppelte Funktion: Einerseits macht sie dem Publikum auf der Meta-Ebene das Bühnengeschehen als Fiktion bewußt; andererseits, wenn die Figuren nach den vorgegebenen Regeln zu handeln und nicht sich selbst, sondern Eingesagtes zum Ausdruck zu bringen scheinen, dann stellt sie auf der Bühnenwirklichkeit eine Welt dar, wo die Menschen von sich selbst entfremdet und zur Rollenfuktion degradiert sind, weshalb ihr Leben als ein Rollenspiel erscheint. Diese Verschränkung von Ebene und Metaebene durchzieht das ganze Stück. Der metatheatralische Charakter des Stückes schlägt sich nicht nur in der Form nieder, sondern wird von den Figuren in verschiedenen Passagen unmittelbar artikuliert. Während die historische Avantgarde den Autonomiestatus der Kunst überwinden und gesellschaftspolitisch wirksam sein wollte, antwortet das Endspiel auf die Krise der modernen Kunst nur mit der Problematisierung von sich selbst. Das Stück ‘nimmt die Zerstörung der Form als Gestalungsprinzip in sich auf’ und ‘handelt nicht länger von der Wirklichkeit, sondern von sich selbst.’ Trotz der Absurdität der dargestellten Welt manifestiert sich im Endspiel ein formales Verfahren, das dazu ein Gegenwicht bildet. Wenn die inhaltlich absurde Welt in der musikalisch wirkenden formalisierten Struktur dargestellt wird, zeigt sich eine ästhetische Formwelt als Gegengewicht zur chaotischen Wirklichkeit.

Abstract

In Zentrum von Becketts eigenen poetischen Prämissen steht die künstlerische Ohnmacht angesichts der Unverfügbarkeit der Realität. Da die Essenz der Realität für das in Gewohnheiten befangene Individuum undurchdringlich ist, lässt sich die objektive Wirklichkeit nur durch die subjektiven Begriffe darstellen. Hinzu kommt der wesentlich insuffiziente Status der menschlichen Sprache, als des Mittels, die Wirklichkeit wiederzugeben. Wenn sich die Wirklichkeit der künstlerischen Aneignung entzieht und deren Mittel, die Sprache, difizitär ist, bleibt für die Kunst nichts anderes, als dass sie sich selber, ihre Fragwürdigkeit und ihren aporetischen Status thematisiert. Becketts Endspiel entzieht sich der traditionellen Theaterrezeption und stellt in seiner Form die überkommene Gattungskonvention in Frage. Becketts Skepsis gegenüber der Möglichkeit, die Wirklichkeit wiederzugeben, wird in der Form des Stückes thematisiert. Indem dieses Stück die Realität vorzutäuschen aufgibt, legt es seinen Spielcharakter frei. Statt die Wirklichkeit zu suggerieren, macht Endspiel seinem Publikum bewusst, dass es sich hier um ein Theater handelt, indem es es in die Aufführungsmechanismen einblicken lässt. Die Freilegung des Spielcharakters hat in dem Stück eine doppelte Funktion: Einerseits macht sie dem Publikum auf der Meta-Ebene das Bühnengeschehen als Fiktion bewußt; andererseits, wenn die Figuren nach den vorgegebenen Regeln zu handeln und nicht sich selbst, sondern Eingesagtes zum Ausdruck zu bringen scheinen, dann stellt sie auf der Bühnenwirklichkeit eine Welt dar, wo die Menschen von sich selbst entfremdet und zur Rollenfuktion degradiert sind, weshalb ihr Leben als ein Rollenspiel erscheint. Diese Verschränkung von Ebene und Metaebene durchzieht das ganze Stück. Der metatheatralische Charakter des Stückes schlägt sich nicht nur in der Form nieder, sondern wird von den Figuren in verschiedenen Passagen unmittelbar artikuliert. Während die historische Avantgarde den Autonomiestatus der Kunst überwinden und gesellschaftspolitisch wirksam sein wollte, antwortet das Endspiel auf die Krise der modernen Kunst nur mit der Problematisierung von sich selbst. Das Stück ‘nimmt die Zerstörung der Form als Gestalungsprinzip in sich auf’ und ‘handelt nicht länger von der Wirklichkeit, sondern von sich selbst.’ Trotz der Absurdität der dargestellten Welt manifestiert sich im Endspiel ein formales Verfahren, das dazu ein Gegenwicht bildet. Wenn die inhaltlich absurde Welt in der musikalisch wirkenden formalisierten Struktur dargestellt wird, zeigt sich eine ästhetische Formwelt als Gegengewicht zur chaotischen Wirklichkeit.

참고문헌 (25)

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