영화 속의 파우스트 -매체적 역학관계의 관점에서 본 <프라하의 대학생>
Faust im Film -<Der Student von Prag> aus dem Aspekt der Medien-Konstellation
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초록
Das Faust-Motiv gehört zu den am häufigsten verfilmten der Weltliteratur. Statistisch gesehen, werden jährlich zwei Faustfilme irgendwo auf der Welt gedreht. “Der Student von Prag” (1913) ist einer der wichtigsten unter ihnen. In dieser Arbeit wird versucht, dieses Werk besonders unter dem Aspekt der Medien-Konstellation zu betrachten. Grundannahme ist dabei, dass die jeweiligen Medien nicht für sich allein existieren, sondern sich unter wechselseitigen Erhellungen gegenseitig entwickeln. “Der Student von Prag” basiert auf einer Idee von Paul Wegener, einem damals berühmten Bühnenschauspieler. Seine Idee war, einen Film mit einem Doppelgänger-Motiv zu realisieren, das nur durch das filmische Medium „realistisch“ zu verwirklichen war. Zusammen mit Hanns Heinz Ewers, einem Bestsellerautor und Filmverteidiger, der das Manuskript für den Film verfasste, und Stellan Rye, einem dänischen Regisseur, brachte er den Film mit 20,000 RM zu Stande. Der Film wurde 1913 in Berlin vorgestellt. “Der Student von Prag” wurde damals als der erste deutsche Film bezeichnet, der die Kunstfähigkeit des Films erfolgreich bezeugen konnte. In den Anfangsjahren des Films wurde generell in Frage gestellt, dass Film Kunst sein könne. Um die Skepsis zu widerlegen, hatte der Film versucht, damals etablierte Kunstmedien wie Literatur und Theater nachzuahmen. Dabei wurden viele Gestaltungstechniken von der Literatur und dem Theater übernommen. Dazu gehört auch die dreidimensionale Gestaltung des filmischen Raums in diesem Film: Die Handlung spielt sich nicht nur im Vordergrund ab, sondern ist häufig in den Mittelgrund bzw. Hintergrund verlagert. Es wurden kaum Schnitte gemacht und auch die Einstellungsgröße, meistens die Halbtotale, bleibt ohne Variationen konstant. Diese dreidimensionale Technik der Raumgestaltung geht auf den Versuch zurück, die Gestaltungstechniken des Theaters als eines etablierten Kunstmediums zu übernehmen, um die Kunstfähigkeit des Films zu demonstrieren. Diese Gestaltungstechnik wurde zusammen mit langen Einstellungen und mit wenigen Schnitten als das spezifische Markenzeichen des deutschen Films entwickelt, der dann mit dem expressionistischen Film in der Weimarer Republik einen Höhepunkt erreichen sollte.
Abstract
Das Faust-Motiv gehört zu den am häufigsten verfilmten der Weltliteratur. Statistisch gesehen, werden jährlich zwei Faustfilme irgendwo auf der Welt gedreht. “Der Student von Prag” (1913) ist einer der wichtigsten unter ihnen. In dieser Arbeit wird versucht, dieses Werk besonders unter dem Aspekt der Medien-Konstellation zu betrachten. Grundannahme ist dabei, dass die jeweiligen Medien nicht für sich allein existieren, sondern sich unter wechselseitigen Erhellungen gegenseitig entwickeln. “Der Student von Prag” basiert auf einer Idee von Paul Wegener, einem damals berühmten Bühnenschauspieler. Seine Idee war, einen Film mit einem Doppelgänger-Motiv zu realisieren, das nur durch das filmische Medium „realistisch“ zu verwirklichen war. Zusammen mit Hanns Heinz Ewers, einem Bestsellerautor und Filmverteidiger, der das Manuskript für den Film verfasste, und Stellan Rye, einem dänischen Regisseur, brachte er den Film mit 20,000 RM zu Stande. Der Film wurde 1913 in Berlin vorgestellt. “Der Student von Prag” wurde damals als der erste deutsche Film bezeichnet, der die Kunstfähigkeit des Films erfolgreich bezeugen konnte. In den Anfangsjahren des Films wurde generell in Frage gestellt, dass Film Kunst sein könne. Um die Skepsis zu widerlegen, hatte der Film versucht, damals etablierte Kunstmedien wie Literatur und Theater nachzuahmen. Dabei wurden viele Gestaltungstechniken von der Literatur und dem Theater übernommen. Dazu gehört auch die dreidimensionale Gestaltung des filmischen Raums in diesem Film: Die Handlung spielt sich nicht nur im Vordergrund ab, sondern ist häufig in den Mittelgrund bzw. Hintergrund verlagert. Es wurden kaum Schnitte gemacht und auch die Einstellungsgröße, meistens die Halbtotale, bleibt ohne Variationen konstant. Diese dreidimensionale Technik der Raumgestaltung geht auf den Versuch zurück, die Gestaltungstechniken des Theaters als eines etablierten Kunstmediums zu übernehmen, um die Kunstfähigkeit des Films zu demonstrieren. Diese Gestaltungstechnik wurde zusammen mit langen Einstellungen und mit wenigen Schnitten als das spezifische Markenzeichen des deutschen Films entwickelt, der dann mit dem expressionistischen Film in der Weimarer Republik einen Höhepunkt erreichen sollte.
참고문헌 (19)
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