21세기 문화환경과 한국 연극학 - 퍼포먼스 연구의 관점에서 본 굿 문화
Theaterforschung in der verwandelten Kulturumgebung des 21. Jahrhunderts - Das schamanistische Ritual Gut in neuer Sicht der Performance Studies
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초록
Der vorliegende Aufsatz setzt es sich als Aufgabe, das koreanische schamanistische Ritual Gut aus der Perspektive der Performance Studies zu untersuchen. Bekanntlich enthält das Gut in sich die prä-dramatische und energetische Theatralität, die Antonin Artaud schon im Rahmen der Theaterreformenbewegung der historischen Avantgarde(1905-1935) in den asiatischen Performanzen herausfand und als ein Alternative zum europäischen zugrunde gehenden dramatischen Theater erklärte. In dieser Hinsicht treten die Notwendigkeit und Gültigkeit zutage, das Gut als ein “Urdrama”(E. T. Kirby) der gesamten Menschheit ins Auge zu fassen. Die Untersuchungen zum Gut sind aber in Korea bisher meist aus der Sicht von der Volkskunde, Anthropologie, Soziologie, Philosophie und Religionsgeschichte u. a. durchgeführt worden. Selbst einige Forscher, die das Gut als eine kulturelle Performanz(cultural performance) darzulegen versuchten, haben den Gesichtspunkt von den Drama orientierten abendländischen Theatertheorien nicht überwunden und das Gut als eine ‘ungereifte’ Theaterform zu verfemen gepflegt. Das hat zur Folge, dass die dem Gut eigene performative Ästhetik weder gerecht noch ausführlich genug beleuchtet und analysiert werden kann. Der Verfasser der vorliegenden Studie versucht daher anhand der Performanztheorie und des Performativitätsbegriffs das koreanische schamanistische Ritual Gut als eine theatrale Performanz zu kennzeichnen und dessen Wirkungsästhetik heraus zu klären. Daraus hat es sich nun herausgestellt, dass das Gut nicht zuletzt seit der ‘performativen Wende’ im 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts als eine Aufführung in den Vordergrund rücken sollte, in der sich alle Partizipierenden(Schamane und Zuschauer) vor allem an die materiellen Performativierungs- und Wahrnehmungsprozesse beteiligen und dadurch die Verwandlung und Transformation(Heilung und Wiedergutmachung) miterleben können. Denn der Schamane kann als ein Regisseur über die Wirkngsweise wie “Magie und Ritual”(Artaud) verfügen, die mittels der physikalischen und materiellen Verkörperung und Performativierung die daran teilnehmenden Zuschauer sinnlich, leiblich und emotional anzustecken und auf sie einzuwirken trachtet. Solcher Effekt und Zweck der Gut-Performanz stimmen mit denjenigen vom “Social Drama”(Victor Turner) überein, in dem alle daran Beteiligten durch die drei Stufen wie “Separation - Transition - Incorporation”(Turner) hindurch die Liminalität und Transformation erfahren können. Auf diese Effekte hinauszuwollen, ist nicht nur das Ziel des Guts, sondern aller Theater seit der griechischen Tragödie. Das koreanische Gut als eine kulturelle Performanz präsentiert man in dem Sinne aus dem menschlichen Begehren und säkularisierten Wunsch, die Konflikt- und Krisensituation zu bewältigen und dadurch die höhere Selbsterkenntniss und das verbesserte Leben herbeizuführen. Das koreanische Gut lässt sich also ein “Drama für das Leben” und gleichzeitig “Drama des Lebens” zu nennen.
Abstract
Der vorliegende Aufsatz setzt es sich als Aufgabe, das koreanische schamanistische Ritual Gut aus der Perspektive der Performance Studies zu untersuchen. Bekanntlich enthält das Gut in sich die prä-dramatische und energetische Theatralität, die Antonin Artaud schon im Rahmen der Theaterreformenbewegung der historischen Avantgarde(1905-1935) in den asiatischen Performanzen herausfand und als ein Alternative zum europäischen zugrunde gehenden dramatischen Theater erklärte. In dieser Hinsicht treten die Notwendigkeit und Gültigkeit zutage, das Gut als ein “Urdrama”(E. T. Kirby) der gesamten Menschheit ins Auge zu fassen. Die Untersuchungen zum Gut sind aber in Korea bisher meist aus der Sicht von der Volkskunde, Anthropologie, Soziologie, Philosophie und Religionsgeschichte u. a. durchgeführt worden. Selbst einige Forscher, die das Gut als eine kulturelle Performanz(cultural performance) darzulegen versuchten, haben den Gesichtspunkt von den Drama orientierten abendländischen Theatertheorien nicht überwunden und das Gut als eine ‘ungereifte’ Theaterform zu verfemen gepflegt. Das hat zur Folge, dass die dem Gut eigene performative Ästhetik weder gerecht noch ausführlich genug beleuchtet und analysiert werden kann. Der Verfasser der vorliegenden Studie versucht daher anhand der Performanztheorie und des Performativitätsbegriffs das koreanische schamanistische Ritual Gut als eine theatrale Performanz zu kennzeichnen und dessen Wirkungsästhetik heraus zu klären. Daraus hat es sich nun herausgestellt, dass das Gut nicht zuletzt seit der ‘performativen Wende’ im 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts als eine Aufführung in den Vordergrund rücken sollte, in der sich alle Partizipierenden(Schamane und Zuschauer) vor allem an die materiellen Performativierungs- und Wahrnehmungsprozesse beteiligen und dadurch die Verwandlung und Transformation(Heilung und Wiedergutmachung) miterleben können. Denn der Schamane kann als ein Regisseur über die Wirkngsweise wie “Magie und Ritual”(Artaud) verfügen, die mittels der physikalischen und materiellen Verkörperung und Performativierung die daran teilnehmenden Zuschauer sinnlich, leiblich und emotional anzustecken und auf sie einzuwirken trachtet. Solcher Effekt und Zweck der Gut-Performanz stimmen mit denjenigen vom “Social Drama”(Victor Turner) überein, in dem alle daran Beteiligten durch die drei Stufen wie “Separation - Transition - Incorporation”(Turner) hindurch die Liminalität und Transformation erfahren können. Auf diese Effekte hinauszuwollen, ist nicht nur das Ziel des Guts, sondern aller Theater seit der griechischen Tragödie. Das koreanische Gut als eine kulturelle Performanz präsentiert man in dem Sinne aus dem menschlichen Begehren und säkularisierten Wunsch, die Konflikt- und Krisensituation zu bewältigen und dadurch die höhere Selbsterkenntniss und das verbesserte Leben herbeizuführen. Das koreanische Gut lässt sich also ein “Drama für das Leben” und gleichzeitig “Drama des Lebens” zu nennen.
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