한국무대의 카를 발렌틴 -오동식의 <변두리극장>
Karl Valentin auf der koreanischen Bühne -Dong Sik Ohs Theater in der Vorstadt
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초록
Karl Valentin ist ein wichtiger Komiker, Kabarettist, und Stückeschreiber, der im Bereich der deutschen Massenunterhaltung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine große Rolle gespielt hat. Trotzdem wurde seine künstlerische Tätigkeit bisher noch nicht in der koreanischen Theaterwelt konkret vorgestellt. Erst 2011 wurde ein Übersetzungsbuch mit seinen 22 Stücken in Korea veröffentlicht, und die das koreanische Theater vertretende Theatertruppe STT (Street Theatre Troup) richtete bald darauf ihre Aufmerksamkeit auf seine Texte. Sie brachte Theater in der Vorstadt zusammen mit weiteren fünf Stücken, und zwar Theaterbesuch, Ein komischer Liebesbrief, Vater und Sohn über den Krieg, Streit mit schönen Worten und Buchbinder Wanninger auf die Bühne (Übersetzung: Minyoung Chung, Regie: Dong Sik Oh, 24. Dezember 2011 bis 22. Januar 2012, Guerilla Theater Seoul). Die zwei Texte Theaterbesuch und Ein komischer Liebesbrief wurden als Prolog und die anderen drei Texte Vater und Sohn über den Krieg, Streit mit schönen Worten und Buchbinder Wanninger als Zwischenspiele benutzt. Der Regisseur Dong Sik Oh inszenierte Theater in der Vorstadt als ein Widerstand gegen die genormte, steif gewordene gegenwärtige Gesellschaft. Drei Clowns, und zwar der alles störende Clown, der faule Clown und der dumme Clown, die die eigentlichen Rollen des Musikers Valentin geteilt spielen, setzen sich mit dem Kapellmeister dauernd unlogisch auseinander und verhindern die Vorstellung. Ihre Verhinderungstaten sind nichts anderes als ein Kampf gegen die Autorität. Und in Bezug auf die Ausdrucksform ist es von besonderer Bedeutung, dass die Aufführung die Form des Kabaretts und der Farce rezipiert. Dadurch wurde die Komik bei Karl Valentin verstärkt und vor allem erstmals die Möglichkeit der Rezeption des Kabaretts, das es als Darstellungskunst in Korea nicht gibt, geschaffen. In der Situation der koreanischen Theaterwelt, wo man eine gute Komödie mit hohem Niveau noch selten antrifft, kann die Aufführung Theater in der Vorstadt ein produktiver Versuch sein, zur Vielfältigkeit der koreanischen Darstellungskunst beizutragen.
Abstract
Karl Valentin ist ein wichtiger Komiker, Kabarettist, und Stückeschreiber, der im Bereich der deutschen Massenunterhaltung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine große Rolle gespielt hat. Trotzdem wurde seine künstlerische Tätigkeit bisher noch nicht in der koreanischen Theaterwelt konkret vorgestellt. Erst 2011 wurde ein Übersetzungsbuch mit seinen 22 Stücken in Korea veröffentlicht, und die das koreanische Theater vertretende Theatertruppe STT (Street Theatre Troup) richtete bald darauf ihre Aufmerksamkeit auf seine Texte. Sie brachte Theater in der Vorstadt zusammen mit weiteren fünf Stücken, und zwar Theaterbesuch, Ein komischer Liebesbrief, Vater und Sohn über den Krieg, Streit mit schönen Worten und Buchbinder Wanninger auf die Bühne (Übersetzung: Minyoung Chung, Regie: Dong Sik Oh, 24. Dezember 2011 bis 22. Januar 2012, Guerilla Theater Seoul). Die zwei Texte Theaterbesuch und Ein komischer Liebesbrief wurden als Prolog und die anderen drei Texte Vater und Sohn über den Krieg, Streit mit schönen Worten und Buchbinder Wanninger als Zwischenspiele benutzt. Der Regisseur Dong Sik Oh inszenierte Theater in der Vorstadt als ein Widerstand gegen die genormte, steif gewordene gegenwärtige Gesellschaft. Drei Clowns, und zwar der alles störende Clown, der faule Clown und der dumme Clown, die die eigentlichen Rollen des Musikers Valentin geteilt spielen, setzen sich mit dem Kapellmeister dauernd unlogisch auseinander und verhindern die Vorstellung. Ihre Verhinderungstaten sind nichts anderes als ein Kampf gegen die Autorität. Und in Bezug auf die Ausdrucksform ist es von besonderer Bedeutung, dass die Aufführung die Form des Kabaretts und der Farce rezipiert. Dadurch wurde die Komik bei Karl Valentin verstärkt und vor allem erstmals die Möglichkeit der Rezeption des Kabaretts, das es als Darstellungskunst in Korea nicht gibt, geschaffen. In der Situation der koreanischen Theaterwelt, wo man eine gute Komödie mit hohem Niveau noch selten antrifft, kann die Aufführung Theater in der Vorstadt ein produktiver Versuch sein, zur Vielfältigkeit der koreanischen Darstellungskunst beizutragen.
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