브레히트의 장편소설 『율리우스 시저 씨의 사업』 -인식매체로서의 전기문학-
Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar von Bertolt Brecht -Eine Biographie als ein Medium der Erkenntnis-
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초록
Ein unvollendeter Roman Brechts Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar ist ein historischer Roman, der sich jodoch von den zeitgenössischen historischen Romanen unterscheidet: der Ich-Erzähler verzichtet auf die auktoriale Darstellung, sondern vermittelt verschiedene Perspektiven der Wirklichkeit. (das vermittelnde Ich) Das ist ein Versuch Brechts, den für den klassischen modernen Roman typischen Relativismus und Subjektivismus zu überwinden. Der Caesar-Roman ist eine literarische Formulierung des Hegelschen Satzes “Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt.” Das Bekannte über Caesar wird durch die Augenzeugenberichte und die Aufzeichnungen des Rarus - des Sekretärs Caesars - negiert und in Frage gestellt. Caesar wird verfremdet und der Biograph wird aufgefordert, seine Meinung zu korrigieren. Der Roman ist somit “ein Medium der Erkenntnis, nicht deren Formulierung” und sogleich ein Lernprozeß nicht nur des Biographen, sondern der Leser. Der Caesar-Roman ist “eine ästhetisch anspruchsvolle Antwort auf die zeitgenössischen biographischen Geschichtsromane und ein kritisches Gegenmodell zur historischen Belletristik”.
Abstract
Ein unvollendeter Roman Brechts Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar ist ein historischer Roman, der sich jodoch von den zeitgenössischen historischen Romanen unterscheidet: der Ich-Erzähler verzichtet auf die auktoriale Darstellung, sondern vermittelt verschiedene Perspektiven der Wirklichkeit. (das vermittelnde Ich) Das ist ein Versuch Brechts, den für den klassischen modernen Roman typischen Relativismus und Subjektivismus zu überwinden. Der Caesar-Roman ist eine literarische Formulierung des Hegelschen Satzes “Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt.” Das Bekannte über Caesar wird durch die Augenzeugenberichte und die Aufzeichnungen des Rarus - des Sekretärs Caesars - negiert und in Frage gestellt. Caesar wird verfremdet und der Biograph wird aufgefordert, seine Meinung zu korrigieren. Der Roman ist somit “ein Medium der Erkenntnis, nicht deren Formulierung” und sogleich ein Lernprozeß nicht nur des Biographen, sondern der Leser. Der Caesar-Roman ist “eine ästhetisch anspruchsvolle Antwort auf die zeitgenössischen biographischen Geschichtsromane und ein kritisches Gegenmodell zur historischen Belletristik”.
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