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『율리우스 카이사르씨의 사업』에 나타난 브레히트의 소설 이론

Brechts Romantheorie im Roman Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar

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주제분류독일어와문학

초록

In den dreißiger Jahren war der historische Roman eine bevorzugte Gattung für die exilierten Schriftsteller. Viele der deutschen Schriftsteller im Exil haben ihren literarischen Stoff der Geschichte entnommen. Am Ende der dreißiger Jahren wendet sich auch Brecht mit dem Werk Die Geschichte des Herrn Julius Cäsar, dem Genre des historischen Romans zu. Seine roman-theoretischen Überlegungen setzen gegen Ende der zwanziger Jahre ein und erreichen ihren Höhepunkt in der Realismusdebatte. In seinen Ausführungen “Über den formalistischen Charakter der Realismustheorie” hebt er die Darstellungsweise des Cäsar-Romans vom “bürgerlichen Roman des vorigen Jahrhunderts” ab und betont im Hinblick auf die Romantechnik ein realistisches Motiv. In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, im Zusammenhang mit Brechts Cäsar-Bild seine Realimustheorie zu untersuchen. Im historischen Prozess kommt Cäsar nicht als geschichtsmachendes, großes Individuum vor, sondern als Instrument einer Politik, daher als Gezogener, dessen Handlungsweise durch die gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse bestimmt ist. In diesem Zusammenhang lässt sich folgern, dass die Personalität des historischen Individuums nicht Voraussetzung für die historischen Prozesse ist, sondern deren Resultat. Nach Brecht kommt dem Individuum eine andere Bedeutung und Stellung zu als im ‘alten’ Roman, dem auch der bürgerliche Roman und viele Romane des 20. Jahrhunderts die Struktur verdanken. Im alten Roman steht der feste Charakter als Held im Mittelpunkt der Handlung. Brecht kritisiert aber die in dieser Romanform gestaltete, gegenwärtige Wirklichkeit als verfälscht, aus dem Grunde, dass die gegenwärtige Wirklichkeit, der komplizierte und verwickelte Lebensprozess nicht auf das Individuum zurückzuführen ist. Daher wird in dieser Struktur des Romans das gegenwärtige Problem vereinfacht. Brechts Einschränkung der Rolle des Individuums im Geschichtsverlauf hat ihre formale Entsprechung. In totaler Außenschau wird Cäsar dargestellt. In diesem Sinne ist Brechts historischer Roman Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar als Manifestation seiner Realismustheorie zu verstehen.

Abstract

In den dreißiger Jahren war der historische Roman eine bevorzugte Gattung für die exilierten Schriftsteller. Viele der deutschen Schriftsteller im Exil haben ihren literarischen Stoff der Geschichte entnommen. Am Ende der dreißiger Jahren wendet sich auch Brecht mit dem Werk Die Geschichte des Herrn Julius Cäsar, dem Genre des historischen Romans zu. Seine roman-theoretischen Überlegungen setzen gegen Ende der zwanziger Jahre ein und erreichen ihren Höhepunkt in der Realismusdebatte. In seinen Ausführungen “Über den formalistischen Charakter der Realismustheorie” hebt er die Darstellungsweise des Cäsar-Romans vom “bürgerlichen Roman des vorigen Jahrhunderts” ab und betont im Hinblick auf die Romantechnik ein realistisches Motiv. In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, im Zusammenhang mit Brechts Cäsar-Bild seine Realimustheorie zu untersuchen. Im historischen Prozess kommt Cäsar nicht als geschichtsmachendes, großes Individuum vor, sondern als Instrument einer Politik, daher als Gezogener, dessen Handlungsweise durch die gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse bestimmt ist. In diesem Zusammenhang lässt sich folgern, dass die Personalität des historischen Individuums nicht Voraussetzung für die historischen Prozesse ist, sondern deren Resultat. Nach Brecht kommt dem Individuum eine andere Bedeutung und Stellung zu als im ‘alten’ Roman, dem auch der bürgerliche Roman und viele Romane des 20. Jahrhunderts die Struktur verdanken. Im alten Roman steht der feste Charakter als Held im Mittelpunkt der Handlung. Brecht kritisiert aber die in dieser Romanform gestaltete, gegenwärtige Wirklichkeit als verfälscht, aus dem Grunde, dass die gegenwärtige Wirklichkeit, der komplizierte und verwickelte Lebensprozess nicht auf das Individuum zurückzuführen ist. Daher wird in dieser Struktur des Romans das gegenwärtige Problem vereinfacht. Brechts Einschränkung der Rolle des Individuums im Geschichtsverlauf hat ihre formale Entsprechung. In totaler Außenschau wird Cäsar dargestellt. In diesem Sinne ist Brechts historischer Roman Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar als Manifestation seiner Realismustheorie zu verstehen.

참고문헌 (23)

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