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안드로기니: 이상적 미의 형상화 - 빙켈만과 괴테의 안드로기니 구상을 중심으로

Androgynie: Verkörperung der idealen Schönheit - Unter Berücksichtigung der Auffassung des Androgyniebegriffs bei Winckelmann und Goethe

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주제분류독일어와문학

초록

Androgynie ist ein Motiv, das nicht nur in dem Mythos und der Kunst der Antike, sondern auch in der heutigen Kultur und Kunst von Bedeutung ist. Beruhend auf dem Androgynen-Mythos, beschreibt der Begriff Androgynie die Vereinigung männlicher (griech. “andros” = Mann) und weiblicher (griech. “gyne” = Frau) Merkmale. Diese ursprünglich physische Mannweiblichkeit kann jedoch auch als psychologische Doppelgeschlechtlichkeit angesehen werden. Aber in dieser Arbeit wird ausgehend vom Hermaphroditos-Mythos versucht darzustellen, daß Androgynie die Verkörperung der idealen Schönheit, welche den Göttern vorbehalten ist, und auch des idealen Menschenbildes an sich ist. Winckelmann, der Begründer der klassischen Ästhetik, interpretierte das in der antiken Kunst überlieferte Menschenbild, das aus den polaren Geschlechtern besteht, und erhob Androgynie zum Schönheitsideal. Winckelmann identifiziert die hermaphroditische Schönheit v. a. in der bildenen Kunst der Antike als die ideale Schönheit. Für Winckelmann sollte die bildende Kunst das Ideal der schönen Menschen vor Augen stellen und damit dazu beitragen, daß sich dieses Ideal unter günstigen gesellschaftlichen Bedingungen, in der freien bürgerlichen Gesellschaft, verwirkliche. Damit greift Winckelmann weit über eine einfache Analyse antiker Kunstwerke hinaus und entwirft ein Ideal der Schönheit und Menschlichkeit. Wilhelm Meisters Lehrjahre ist derjenige Roman, in dem Goethe die Auffassung des Androgyniebegriffs bei Winckelmann verwendet hat. Nach Winckelmanns Antikeverständnis stellt sich in der vorliegenden Untersuchung die Frage nach der Bedeutung von Goethes Antikeverständnis für die Gestaltung der Figuren in Wilhelm Meisters Lehrjahre. In diesem Text erscheint v. a. die Figur Mignon als das unbestimmte, ungeklärte und rätselhafte Geschlecht, das einen androgynen Charakter hat. Goethe charakterisiert Wilhelm Meisters Bildungsgang als Weg zum Ideal des schönen Menschen, in dem Sinnlichkeit und Vernunft in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Wie Winckelmann hat auch Goethe die griechische Antike als die Qualität eines verlorenen Ideals begriffen, in welchem er das harmonische Zusammenwirken von Mensch und Natur, Verstand und Sinnlichkeit erkannt hat.

Abstract

Androgynie ist ein Motiv, das nicht nur in dem Mythos und der Kunst der Antike, sondern auch in der heutigen Kultur und Kunst von Bedeutung ist. Beruhend auf dem Androgynen-Mythos, beschreibt der Begriff Androgynie die Vereinigung männlicher (griech. “andros” = Mann) und weiblicher (griech. “gyne” = Frau) Merkmale. Diese ursprünglich physische Mannweiblichkeit kann jedoch auch als psychologische Doppelgeschlechtlichkeit angesehen werden. Aber in dieser Arbeit wird ausgehend vom Hermaphroditos-Mythos versucht darzustellen, daß Androgynie die Verkörperung der idealen Schönheit, welche den Göttern vorbehalten ist, und auch des idealen Menschenbildes an sich ist. Winckelmann, der Begründer der klassischen Ästhetik, interpretierte das in der antiken Kunst überlieferte Menschenbild, das aus den polaren Geschlechtern besteht, und erhob Androgynie zum Schönheitsideal. Winckelmann identifiziert die hermaphroditische Schönheit v. a. in der bildenen Kunst der Antike als die ideale Schönheit. Für Winckelmann sollte die bildende Kunst das Ideal der schönen Menschen vor Augen stellen und damit dazu beitragen, daß sich dieses Ideal unter günstigen gesellschaftlichen Bedingungen, in der freien bürgerlichen Gesellschaft, verwirkliche. Damit greift Winckelmann weit über eine einfache Analyse antiker Kunstwerke hinaus und entwirft ein Ideal der Schönheit und Menschlichkeit. Wilhelm Meisters Lehrjahre ist derjenige Roman, in dem Goethe die Auffassung des Androgyniebegriffs bei Winckelmann verwendet hat. Nach Winckelmanns Antikeverständnis stellt sich in der vorliegenden Untersuchung die Frage nach der Bedeutung von Goethes Antikeverständnis für die Gestaltung der Figuren in Wilhelm Meisters Lehrjahre. In diesem Text erscheint v. a. die Figur Mignon als das unbestimmte, ungeklärte und rätselhafte Geschlecht, das einen androgynen Charakter hat. Goethe charakterisiert Wilhelm Meisters Bildungsgang als Weg zum Ideal des schönen Menschen, in dem Sinnlichkeit und Vernunft in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Wie Winckelmann hat auch Goethe die griechische Antike als die Qualität eines verlorenen Ideals begriffen, in welchem er das harmonische Zusammenwirken von Mensch und Natur, Verstand und Sinnlichkeit erkannt hat.

참고문헌 (20)

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  17. Jurca, Florina, "“Ich bin ein Knabe: ich will kein Mädchen sein!”, Studienarbeit" (2008)
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