아도르노와의 가상 대화에 나타난 첼란의 정체성 고민 - 첼란의 「산중 대화」를 중심으로 -
Selbstbegegnung Celans im fiktiven Gespräch mit Adorno - Anhand der Prosa Gespräch im Gebirg von Paul Celan
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초록
Celan war auf Einladung Peter Szondis Anfang Juni 1959 nach Sils-Maria gefahren. Ein von Szondi arrangiertes Treffen mit Th. Adorno fand nicht statt, da Celan eine Woche vor Adornos Eintreffen abreiste. Kurz danach verfasste Celan ein imaginäres Zusammentreffen von “Jud Groß” und “Jud Klein” im Text Gespräch im Gebirg. In dieser Prosadichtung geht Celan von seinem persönlich erlittenen jüdischen Schicksal aus. Im Dialog zwischen “Groß” und “Klein” offenbart sich der jüdische Fluch, die Entfremdung von der Natur und die tiefe Kluft zwischen Juden und Mitmenschen. Die Einsamkeit im Gebirge kommt von der Entfremdung von der Natur, von der Sprache und sogar von seinem Gegenstand, obwohl dieser das jüdische Dasein selbst ist. So ist das Gespräch der beiden Juden kein Dialog. Das Gespräch verkürzt sich zu einem Monolog und endet schließlich in einer Selbstbegegnung. In diesem Aufsatz habe ich erst durch die Begriffe “Gewölk”, “Schatten” und “Stein” die vor dem Hintergrund der historischen Situation nach der Shoah entfremdete jüdische Existenz wahrgenommen. Und dann ist die Entfremdung von der Natur, die die beiden Juden im Gebirge erleben, sowie von der Sprache und von den Mitmenschen in die Forschung gekommen. Vor allem habe ich die Möglichkeit der Schaffung einer literarischen Sprache erforscht, die Wirklichkeit und Shoah reflektiert und der Erinnerung an das Grässliche dieser jüdischen Existenz gewachsen wäre. Im Bezug darauf ist der Raum des Schweigens sehr wichtig, um eine neue Sprache zu begründen. Zum Schluss werden das Selbstbewusstsein des Dichters als jüdische Existenz mit der Metapher der “heruntergebrannten Kerze” und darauf das Gespräch im Gebirge als das Dokument einer Selbstbegegnung betrachtet. All diese Beobachtungen konzentrieren sich auf Celans Poetik “das Gedicht wird Gespräch”.
Abstract
Celan war auf Einladung Peter Szondis Anfang Juni 1959 nach Sils-Maria gefahren. Ein von Szondi arrangiertes Treffen mit Th. Adorno fand nicht statt, da Celan eine Woche vor Adornos Eintreffen abreiste. Kurz danach verfasste Celan ein imaginäres Zusammentreffen von “Jud Groß” und “Jud Klein” im Text Gespräch im Gebirg. In dieser Prosadichtung geht Celan von seinem persönlich erlittenen jüdischen Schicksal aus. Im Dialog zwischen “Groß” und “Klein” offenbart sich der jüdische Fluch, die Entfremdung von der Natur und die tiefe Kluft zwischen Juden und Mitmenschen. Die Einsamkeit im Gebirge kommt von der Entfremdung von der Natur, von der Sprache und sogar von seinem Gegenstand, obwohl dieser das jüdische Dasein selbst ist. So ist das Gespräch der beiden Juden kein Dialog. Das Gespräch verkürzt sich zu einem Monolog und endet schließlich in einer Selbstbegegnung. In diesem Aufsatz habe ich erst durch die Begriffe “Gewölk”, “Schatten” und “Stein” die vor dem Hintergrund der historischen Situation nach der Shoah entfremdete jüdische Existenz wahrgenommen. Und dann ist die Entfremdung von der Natur, die die beiden Juden im Gebirge erleben, sowie von der Sprache und von den Mitmenschen in die Forschung gekommen. Vor allem habe ich die Möglichkeit der Schaffung einer literarischen Sprache erforscht, die Wirklichkeit und Shoah reflektiert und der Erinnerung an das Grässliche dieser jüdischen Existenz gewachsen wäre. Im Bezug darauf ist der Raum des Schweigens sehr wichtig, um eine neue Sprache zu begründen. Zum Schluss werden das Selbstbewusstsein des Dichters als jüdische Existenz mit der Metapher der “heruntergebrannten Kerze” und darauf das Gespräch im Gebirge als das Dokument einer Selbstbegegnung betrachtet. All diese Beobachtungen konzentrieren sich auf Celans Poetik “das Gedicht wird Gespräch”.
참고문헌 (14)
- Celan, Paul, "Gesammelte Werke. Bd. I, III" (1986)
- 서경홍, "서재에서 만남 - 파울 첼란과 니체", 인문학연구, 55(1), pp.271~292 (2016), 인문과학연구소
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- Adorno, Theodor, "Ästhetische Theorie" (1970)
- Adorno, Theodor, "Negative Dialektik" (1966)
- Baumann, Gerhart, "Erinnerungen an Paul Celan" (1986)
- Büchner, Georg, "Lenz" (2013), Lambert Schneider Verlag
- Buhr, Gerhard, "Celans Poetik" (1976)
- Burger, Hermann, "Paul Celan. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache" (1974)
- Burkhardt, Arnim, "Die Fremdheit der Sprache" (1988)
- Felstiner, John, "Paul Celan. Eine Biographie" (1997)
- Lehmann, Jürgen, "Kommentar zu Paul Celans Sprachgitter" (1997)
- May, M., "Celan-Handbuch. Leben- Werk-Wirkung" (2008), Metzler
- Pöggeler, Otto, "Spur des Wortes" (1986)
