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디지털 다매체시대와 상호매체성 -뮤직비디오 분석을 중심으로

Das digitale multimediale Zeitalter und Intermedialität -Musikvideos als Repräsentationen der intermedialen kulturellen Kommunikation

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주제분류독일어와문학

초록

Intermedialität gehört zu den Grundbegriffen der Medienästhetik. Ohne diesen Begriff läßt sich das heutige Phänomen der kulturellen Kommunikation nicht mehr erklären. Das Zeitalter medialer Vernetzungen produziert unzählige intermediale Hybriden und Medientexte, die sich längst von althergebrachten medialen Rahmungen abgelöst haben. Traditionelle mediale und gattungsspezifische Eingrenzungen verlieren dadurch ihre Gültigkeit. Ein intermedialer Medientext ist nicht allein eine simple Zusammensetzung unterschiedlicher Medien, sondern die Integration von Fragen, Konzepten und Prinzipien in einen spezifischen medialen Zusammenhang. Intermedialität realisiert sich nicht durch die einfache Addition oder Transformation verschiedener Medien, sondern durch deren gegenseitige Interferenz, Interaktion bzw. Integration. Dieses konzeptionelle Miteinander unterschiedlicher Medien und Strukturen, deren mediale und ästhetische Brechung und Verwerfung, eröffnen dem Rezipienten neue Dimensionen des Erlebens und Erfahrens. Auf solche medialen Dynamiken und Fusionen innerhalb einzelner Medientexte soll Medienwissenschaft, davon geht der vorliegende Text aus, ihr Erkenntnisinteresse ausdehnen. Damit wäre sie nicht nur in der Lage, sich den Herausforderungen der modernen kulturellen Kommunikation zu stellen, sondern sie erhielte auch eine neue Forschungsoptik, die breite Felder der traditionellen Medientheorie und Mediengeschichte reperspektiviert. Eine intermedial konzipierte Medientheorie behandelt nicht primär die additive Struktur, aber zwischen-medialen Prozesse, die auf den unterschiedlichen Ebenen medialer Repräsentation ablaufen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der historischen Konfiguration der Intermedialität in der Mediengeschichte und einer Fallanalyse des Musikvideos als intermediale Produktion von Film, Fernsehen und Videokunst. Die Sender MTV (New York), 1980 als Musikkanal gegründet, und das später entstandene M-net (Seoul) haben sich zum Ziel gesetzt, einem jugendlichen Publikum aktuelle Trends und Moden, Filme und Musikstile darzubieten, eineMischung von Unterhaltung, Mode, Rock und Pop; wobei mittlerweile die Musikvideos die wichtigste Rolle im Programm spielen. Musikvideos entwickeln sich, den Film als Vorbild, unbegrenzt mit den Fortschritten digitaler Aufzeichnungstechniken. Die Integration der technischen Möglichkeiten des Computers und Videos in das Fernsehen bedeutet einen entscheidendenqualitativen Sprung in der Geschichte des Fernsehens. Im Gegensatz zu einem analog funktionierenden System, ermöglicht nun die digitale Technik mit einem Mal das Codieren und Generieren von Klang, Sprache, Schrift und Bildern in einem vernetzten System. Diese Medienwerke, die die synthetisierenden Fähigkeiten des Computers und die Netz-Werke seiner digitalen Codes kreieren, zwingen uns zu einer Redifinition: Realität, Illusion, Imaginäres, Wahrnehmung, ästhetisches Erleben und andere zentrale Kategorien der Medien- und Kunsttheorie erhalten eine neue Bedeutung. Das Musikvideo hat einen anderen Status als die Videokunst. Während jene primär dem künstlerischen Ausdruck dient, verweist dieses darüber hinaus auf eine Umsatzstrategie: Kunst dient hier dem kommerziellen Erfolg. Musikvideos stimulieren; ein eindrucksvolles und suggestives Bild, Klang und Storybewegen die Massen zum Konsum. Die dabei zum Ausdruck gebrachte Ästhetik ist daher untrennbar mit der kommerziellen Funktion der Musikvideos verbunden. Die Bilder sollen Musik, durch sie präsentiert und repräsentiert, verkaufen helfen. Außerdem lässt sich das Musikvideo als ein selbstständiges Unterhaltungsprodukt vertreiben. Dabei tritt es nicht nur als Schaufensterware in Erscheinung, etwa als Videotape oder DVD, sondern auch als allgegenwärtige Kommunikationsbedingung, d.h. als Ubiquitous. Denn es ist durch Downloads im Internet erhältlich und mit dem DMB des Mobiltelefons rezipierbar. Die Aufgabe der vorliegenden Arbeit besteht zum einen darin, Musikvideos medienästhetisch hinsichtlich der Intermedialität zu analysieren. Zum anderen geht es um eine kulturkritische Betrachtung der Unterhaltungsindustrie. Denn der Dialog, in den verschiedene Ebenen - eine mediale-, technische- und kultursoziale – treten, reizt das periphere Nervensystem und ordnet sich gewinnbringenden Interessen unter. Die Pseudo-Qualität des Musikvideos, d.h. sein Charakter als Unterhaltungsware, erzeugt Vorbehalte. Jedoch befinden wir uns schon in einem unerträglich seichten und oberflächlichen Leben. Wir trachten fieberhaft danach, immer wieder neu zu probieren, wie sich kulturelle Inhalte, synästhetisch und intermedial eingepackt, als umsatzschaffende Waren vermarkten lassen - und diese Tendenz ist nicht mehr rückgängig zu machen. 'Anzuraten wäre für die Zukunft die Fortschreibung einer kritischen Phänomenologie des Fernsehens, die dem raschen Wandel des Mediums Rechnung tragen könnte." (R.Schnell) Angesichts einer Flut von prächtigen, aber sich sinnlosbewegenden und klingenden Bildern, sollten wir uns flexibel und offen verhalten, um als sinngebende Kulturhüter wirken zu können.

Abstract

Intermedialität gehört zu den Grundbegriffen der Medienästhetik. Ohne diesen Begriff läßt sich das heutige Phänomen der kulturellen Kommunikation nicht mehr erklären. Das Zeitalter medialer Vernetzungen produziert unzählige intermediale Hybriden und Medientexte, die sich längst von althergebrachten medialen Rahmungen abgelöst haben. Traditionelle mediale und gattungsspezifische Eingrenzungen verlieren dadurch ihre Gültigkeit. Ein intermedialer Medientext ist nicht allein eine simple Zusammensetzung unterschiedlicher Medien, sondern die Integration von Fragen, Konzepten und Prinzipien in einen spezifischen medialen Zusammenhang. Intermedialität realisiert sich nicht durch die einfache Addition oder Transformation verschiedener Medien, sondern durch deren gegenseitige Interferenz, Interaktion bzw. Integration. Dieses konzeptionelle Miteinander unterschiedlicher Medien und Strukturen, deren mediale und ästhetische Brechung und Verwerfung, eröffnen dem Rezipienten neue Dimensionen des Erlebens und Erfahrens. Auf solche medialen Dynamiken und Fusionen innerhalb einzelner Medientexte soll Medienwissenschaft, davon geht der vorliegende Text aus, ihr Erkenntnisinteresse ausdehnen. Damit wäre sie nicht nur in der Lage, sich den Herausforderungen der modernen kulturellen Kommunikation zu stellen, sondern sie erhielte auch eine neue Forschungsoptik, die breite Felder der traditionellen Medientheorie und Mediengeschichte reperspektiviert. Eine intermedial konzipierte Medientheorie behandelt nicht primär die additive Struktur, aber zwischen-medialen Prozesse, die auf den unterschiedlichen Ebenen medialer Repräsentation ablaufen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der historischen Konfiguration der Intermedialität in der Mediengeschichte und einer Fallanalyse des Musikvideos als intermediale Produktion von Film, Fernsehen und Videokunst. Die Sender MTV (New York), 1980 als Musikkanal gegründet, und das später entstandene M-net (Seoul) haben sich zum Ziel gesetzt, einem jugendlichen Publikum aktuelle Trends und Moden, Filme und Musikstile darzubieten, eineMischung von Unterhaltung, Mode, Rock und Pop; wobei mittlerweile die Musikvideos die wichtigste Rolle im Programm spielen. Musikvideos entwickeln sich, den Film als Vorbild, unbegrenzt mit den Fortschritten digitaler Aufzeichnungstechniken. Die Integration der technischen Möglichkeiten des Computers und Videos in das Fernsehen bedeutet einen entscheidendenqualitativen Sprung in der Geschichte des Fernsehens. Im Gegensatz zu einem analog funktionierenden System, ermöglicht nun die digitale Technik mit einem Mal das Codieren und Generieren von Klang, Sprache, Schrift und Bildern in einem vernetzten System. Diese Medienwerke, die die synthetisierenden Fähigkeiten des Computers und die Netz-Werke seiner digitalen Codes kreieren, zwingen uns zu einer Redifinition: Realität, Illusion, Imaginäres, Wahrnehmung, ästhetisches Erleben und andere zentrale Kategorien der Medien- und Kunsttheorie erhalten eine neue Bedeutung. Das Musikvideo hat einen anderen Status als die Videokunst. Während jene primär dem künstlerischen Ausdruck dient, verweist dieses darüber hinaus auf eine Umsatzstrategie: Kunst dient hier dem kommerziellen Erfolg. Musikvideos stimulieren; ein eindrucksvolles und suggestives Bild, Klang und Storybewegen die Massen zum Konsum. Die dabei zum Ausdruck gebrachte Ästhetik ist daher untrennbar mit der kommerziellen Funktion der Musikvideos verbunden. Die Bilder sollen Musik, durch sie präsentiert und repräsentiert, verkaufen helfen. Außerdem lässt sich das Musikvideo als ein selbstständiges Unterhaltungsprodukt vertreiben. Dabei tritt es nicht nur als Schaufensterware in Erscheinung, etwa als Videotape oder DVD, sondern auch als allgegenwärtige Kommunikationsbedingung, d.h. als Ubiquitous. Denn es ist durch Downloads im Internet erhältlich und mit dem DMB des Mobiltelefons rezipierbar. Die Aufgabe der vorliegenden Arbeit besteht zum einen darin, Musikvideos medienästhetisch hinsichtlich der Intermedialität zu analysieren. Zum anderen geht es um eine kulturkritische Betrachtung der Unterhaltungsindustrie. Denn der Dialog, in den verschiedene Ebenen - eine mediale-, technische- und kultursoziale – treten, reizt das periphere Nervensystem und ordnet sich gewinnbringenden Interessen unter. Die Pseudo-Qualität des Musikvideos, d.h. sein Charakter als Unterhaltungsware, erzeugt Vorbehalte. Jedoch befinden wir uns schon in einem unerträglich seichten und oberflächlichen Leben. Wir trachten fieberhaft danach, immer wieder neu zu probieren, wie sich kulturelle Inhalte, synästhetisch und intermedial eingepackt, als umsatzschaffende Waren vermarkten lassen - und diese Tendenz ist nicht mehr rückgängig zu machen. 'Anzuraten wäre für die Zukunft die Fortschreibung einer kritischen Phänomenologie des Fernsehens, die dem raschen Wandel des Mediums Rechnung tragen könnte." (R.Schnell) Angesichts einer Flut von prächtigen, aber sich sinnlosbewegenden und klingenden Bildern, sollten wir uns flexibel und offen verhalten, um als sinngebende Kulturhüter wirken zu können.

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