문화학적 연구모델들의 미학적 기초로서 지각학(II) - 괴테에서 신경생물학적 감성론까지
Die Aisthetik als ästhetische Grundlage kulturwissenschaftlicher Forschungsmodelle (II)
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초록
Ein wichtiger von den Gründen, die sich für die verschiedenen Wenden wie ‘visual turn’, ‘imagery turn’ und ‘anthropological turn’ in den Geistes- und Sozialwissenschaften anführen lassen, ist im Gewahrwerden einer Grenze des wissenschaftlichen Paradigmas zu finden, das bei der Verarbeitung der fundamentalen Änderungen der Lebensweise insuffizient ist. Abgesehen davon, dass innerhalb der Wissenschaftsbereiche eine Notwendigkeit des Paradigmenwechsels besteht, steht ein solches Problembewusstsein mit der Leistungsunfähigkeit der Wissensbetriebe, die mit den Grundveränderungen der Lebensweise in Wechselbeziehung stehenden verschiedenen Kulturphänomene des 21. Jahrhunderts wissenschaftlich bearbeiten, in Verbindung. Der zentrale Code der Kulturphänomene des 21. Jahrhunderts besteht darin, dass sie sich aufgrund der a-linearen Relationslogik unhierachisch und deterritorialisierend organisieren und ein unsichtbares räumliches Netzwerk konstruieren, indem sie nach jeweiligem Funktionsziel miteinander wechselwirkend verbunden und arrangiert werden. Daher ist es unumgänglich, sich statt an das der linearen Entwicklungslogik folgenden, schlicht abgeteilten Denkens an ein neues Denkparadigma als der ästhetischen Grundlage der kulturwissenschaftlichen Forschungsmodelle heranzutasten, das aufgrund der a-linearen Transitionslogik ein dynamisches System durch unendliche Umsetzungen und Ablösungen der Elemente ausformt. Bei der vorangegangenen Arbeit ist es darum gegangen, die Kernargumente, denen die netzartige Komplexitätsstruktur der alltäglichen Welterfahrungen beherrschende sinnliche und psychische Wahrnehmung zugrunde liegt, von der Geschichte der ästhetischen Ideen (von Platon bis Baumgarten) abzuleiten und dadurch eine Grundlage zur Aufstellung der allgemeinen Aisthetik als dem neuen Paradigma der Ästhetik zu verschaffen. Als die Folgeuntersuchung werden in dieser Arbeit die repräsentativen ästhetischen Diskurse von Goethe bis zur Neuroästhetik behandelt, und damit wird eine Perspektive für die Verifizierbarkeit der allgemeinen Aisthetik als der ästhetischen Basistheorie der kulturwissenschaftlichen Forschungsmodelle geboten.
Abstract
Ein wichtiger von den Gründen, die sich für die verschiedenen Wenden wie ‘visual turn’, ‘imagery turn’ und ‘anthropological turn’ in den Geistes- und Sozialwissenschaften anführen lassen, ist im Gewahrwerden einer Grenze des wissenschaftlichen Paradigmas zu finden, das bei der Verarbeitung der fundamentalen Änderungen der Lebensweise insuffizient ist. Abgesehen davon, dass innerhalb der Wissenschaftsbereiche eine Notwendigkeit des Paradigmenwechsels besteht, steht ein solches Problembewusstsein mit der Leistungsunfähigkeit der Wissensbetriebe, die mit den Grundveränderungen der Lebensweise in Wechselbeziehung stehenden verschiedenen Kulturphänomene des 21. Jahrhunderts wissenschaftlich bearbeiten, in Verbindung. Der zentrale Code der Kulturphänomene des 21. Jahrhunderts besteht darin, dass sie sich aufgrund der a-linearen Relationslogik unhierachisch und deterritorialisierend organisieren und ein unsichtbares räumliches Netzwerk konstruieren, indem sie nach jeweiligem Funktionsziel miteinander wechselwirkend verbunden und arrangiert werden. Daher ist es unumgänglich, sich statt an das der linearen Entwicklungslogik folgenden, schlicht abgeteilten Denkens an ein neues Denkparadigma als der ästhetischen Grundlage der kulturwissenschaftlichen Forschungsmodelle heranzutasten, das aufgrund der a-linearen Transitionslogik ein dynamisches System durch unendliche Umsetzungen und Ablösungen der Elemente ausformt. Bei der vorangegangenen Arbeit ist es darum gegangen, die Kernargumente, denen die netzartige Komplexitätsstruktur der alltäglichen Welterfahrungen beherrschende sinnliche und psychische Wahrnehmung zugrunde liegt, von der Geschichte der ästhetischen Ideen (von Platon bis Baumgarten) abzuleiten und dadurch eine Grundlage zur Aufstellung der allgemeinen Aisthetik als dem neuen Paradigma der Ästhetik zu verschaffen. Als die Folgeuntersuchung werden in dieser Arbeit die repräsentativen ästhetischen Diskurse von Goethe bis zur Neuroästhetik behandelt, und damit wird eine Perspektive für die Verifizierbarkeit der allgemeinen Aisthetik als der ästhetischen Basistheorie der kulturwissenschaftlichen Forschungsmodelle geboten.
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