아버지를 살해한 혁명 - 프랑크푸르트학파와 68혁명 (1)
Die Revolution, die ihre Väter fraß - Die Frankfurter Schule und die 68er Revolution (1)
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초록
Die 68er Revolution in Deutschland kann man sich kaum vorstellen, wenn man vom Einfluss der Frankfurter Schule absieht. Die Studenten im Umkreis des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS), die die Studentenbewegung weitgehend angeführt hatten, standen unter dem starken geistigen Einfluss der Frankfurter Schule, die sie die theoretischen Begriffe und Kategorien gelehrt hatte, deren sie sich im Rahmen der Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen im Spätkapitalismus bedienten. Das Verhältnis zwischen der Frankfurter Schule und der Studentenbewegung in Deutschland war aber recht widersprüchlich. Es waren nämlich ausgerechnet Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, die von der avantgardistischen Gruppe der Studenten am schärfsten kritisiert wurden und es war eben die maßgeblich von diesen beiden entwickelte Kritische Theorie, anhand derer die Studenten sie, die geistigen Väter der Bewegung, angriffen. Auf dem Höhepunkt dieses Zerwürfnisses verlor Horkheimer seine gesellschaftliche und wissenschaftliche Hegemonie, Adorno sogar sein Leben: Die Studentenrevolte fraß somit gleichsam ihre Väter. Die Geschichte der deutschen 68er Revolution lässt sich also als eine Geschichte des Streites zwischen der Frankfurter Schule und dem SDS sowie zwischen Kritischer Theorie und Studentenbwegung betrachten. Im Sog dieses Konfliktes wurde die Frankfurter Schule darüberhinaus in ihrem inneren Zusammenhalt zutiefst erschüttert: Horkheimer und Adorno einerseits und Herbert Marcuse anderderseits trugen in Form eines Briefwechsels eine unvorstellbar heftige Kontroverse aus, wobei dieser Streit allerdings kaum an die Öffentlichkeit gelangte. Es ging dabei vor allem um die Diskrepanz in der Bewertung des Status quo und der Einheit von Theorie und Praxis. Horkheimer legitimierte den Vietnam-Krieg im Sinne einer klaren Parteinahme an den Fronten des Kalten Kriegs, während Marcuse den Krieg als einen klaren Ausdruck des amerikanischen Imperialismus angriff. Adorno hegte ferner große Skepsis sowohl der Studentenbewegung gebenüber als auch gegenüber jeder Möglichkeit revolutionärer Praxis, Marcuse dagegen plädierte deutlich für das studentische Engagement und den utopischen Geist. In der vorliegenden Arbeit haben wir versucht, vor dem Hintergrund des widersprüchlichen Verhältnisses zwischen Frankturter Schule und Studentenbewegung die Hauptstreitpunkte zwischen Horkheimer bzw. Adorno und Marcuse analytisch zu beschreiben (1. Kapitel) und den Hauptgrund für diesen Konflikt zu beleuchten. (2. Kapitel)
Abstract
Die 68er Revolution in Deutschland kann man sich kaum vorstellen, wenn man vom Einfluss der Frankfurter Schule absieht. Die Studenten im Umkreis des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS), die die Studentenbewegung weitgehend angeführt hatten, standen unter dem starken geistigen Einfluss der Frankfurter Schule, die sie die theoretischen Begriffe und Kategorien gelehrt hatte, deren sie sich im Rahmen der Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen im Spätkapitalismus bedienten. Das Verhältnis zwischen der Frankfurter Schule und der Studentenbewegung in Deutschland war aber recht widersprüchlich. Es waren nämlich ausgerechnet Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, die von der avantgardistischen Gruppe der Studenten am schärfsten kritisiert wurden und es war eben die maßgeblich von diesen beiden entwickelte Kritische Theorie, anhand derer die Studenten sie, die geistigen Väter der Bewegung, angriffen. Auf dem Höhepunkt dieses Zerwürfnisses verlor Horkheimer seine gesellschaftliche und wissenschaftliche Hegemonie, Adorno sogar sein Leben: Die Studentenrevolte fraß somit gleichsam ihre Väter. Die Geschichte der deutschen 68er Revolution lässt sich also als eine Geschichte des Streites zwischen der Frankfurter Schule und dem SDS sowie zwischen Kritischer Theorie und Studentenbwegung betrachten. Im Sog dieses Konfliktes wurde die Frankfurter Schule darüberhinaus in ihrem inneren Zusammenhalt zutiefst erschüttert: Horkheimer und Adorno einerseits und Herbert Marcuse anderderseits trugen in Form eines Briefwechsels eine unvorstellbar heftige Kontroverse aus, wobei dieser Streit allerdings kaum an die Öffentlichkeit gelangte. Es ging dabei vor allem um die Diskrepanz in der Bewertung des Status quo und der Einheit von Theorie und Praxis. Horkheimer legitimierte den Vietnam-Krieg im Sinne einer klaren Parteinahme an den Fronten des Kalten Kriegs, während Marcuse den Krieg als einen klaren Ausdruck des amerikanischen Imperialismus angriff. Adorno hegte ferner große Skepsis sowohl der Studentenbewegung gebenüber als auch gegenüber jeder Möglichkeit revolutionärer Praxis, Marcuse dagegen plädierte deutlich für das studentische Engagement und den utopischen Geist. In der vorliegenden Arbeit haben wir versucht, vor dem Hintergrund des widersprüchlichen Verhältnisses zwischen Frankturter Schule und Studentenbewegung die Hauptstreitpunkte zwischen Horkheimer bzw. Adorno und Marcuse analytisch zu beschreiben (1. Kapitel) und den Hauptgrund für diesen Konflikt zu beleuchten. (2. Kapitel)
참고문헌 (15)
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- 조지 카치아피카스, "신좌파의 상상력, 세계적 차원에서 본 1968" (1999), 이후
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- Marcuse, Herbert, "Repressive Toleranz, In Robert Paul Wolff, Barrington Moore, Herbert Marcuse: Kritik der reinen Toleranz" (1966)
- Schröder, Klaus, "Freie Universität Berlin 1948-1973. Hochschule im Umbruch, Teil V 1967-1969" (1973)
- Shukow, Jurij, "Werwölfe. Der Pseudoprophet Marcuse und seine lärmenden Schüler. Pamphlet in der sowjetischen Tageszeitung Prawda, In Klaus Mehnert: Moskau und die Neue Linke" (1973)
