‘사랑’과 ‘사랑의 유희’가 빚어내는 양가적 비극성 - 슈니츨러의『사랑의 유희』와 시민 비애극의 전통
The ambivalent Tragedy of the 'Love' and the 'Flirtation' - Schnitzlers Liebelei and the Tradition of the Bourgeois Tragedy
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초록
In dieser Arbeit wird versucht, Schnitzlers frühes Drama Liebelei als ein modernes Gegenstück des traditionellen bürgerlichen Trauerspiels zu lesen. Das Schauspiel in drei Akten, in dem ‘Liebe’ und ‘Liebelei’ die dramatischen beiden Pole bilden, und das tragisch mit dem verlorenen Duell von Fritz’ und Christines Selbstmord endet, wird aufgrund der ähnlichen Figurenkonstellation und der einigen Motive immer wieder in eine Reihe mit Schillers Kabale und Liebe gestellt und als spätbürgerliche typisch Wienerische Variation des traditionellen bürgerlichen Trauerspiels gelesen. Aber Schnitzlers Drama, in dem die Liebe zum Gegenstand eines Spiels gemacht wird, liest sich bei näherer Betrachtung als Kontrafaktur zu Schillers Drama, in der das romantische Liebesideal, geprägt von moralischen Vorstellungen, nicht nur als eine ungleich gefährlichere fiktive Illusion gezeigt, sondern auch kompromisslos verabschiedet wird. Die Liebelei-Welt, in der Vergnügen, Spaß und Erholung oberstes Prinzip sind, und die als eine Art zeitlich begrenzte Gemeinschaft mit beschränkter Haftung die Lebensweise der jungen Leute bestimmt, stellt die wieder erkennbare Wirklichkeit der Gesellschaft der Zeit Schnitzlers vor Augen und lässt damit Liebelei ein Zeitstück sein, das als solches das gesellschaftliche Regelsystem schattenlos hart beleuchtet.
Abstract
In dieser Arbeit wird versucht, Schnitzlers frühes Drama Liebelei als ein modernes Gegenstück des traditionellen bürgerlichen Trauerspiels zu lesen. Das Schauspiel in drei Akten, in dem ‘Liebe’ und ‘Liebelei’ die dramatischen beiden Pole bilden, und das tragisch mit dem verlorenen Duell von Fritz’ und Christines Selbstmord endet, wird aufgrund der ähnlichen Figurenkonstellation und der einigen Motive immer wieder in eine Reihe mit Schillers Kabale und Liebe gestellt und als spätbürgerliche typisch Wienerische Variation des traditionellen bürgerlichen Trauerspiels gelesen. Aber Schnitzlers Drama, in dem die Liebe zum Gegenstand eines Spiels gemacht wird, liest sich bei näherer Betrachtung als Kontrafaktur zu Schillers Drama, in der das romantische Liebesideal, geprägt von moralischen Vorstellungen, nicht nur als eine ungleich gefährlichere fiktive Illusion gezeigt, sondern auch kompromisslos verabschiedet wird. Die Liebelei-Welt, in der Vergnügen, Spaß und Erholung oberstes Prinzip sind, und die als eine Art zeitlich begrenzte Gemeinschaft mit beschränkter Haftung die Lebensweise der jungen Leute bestimmt, stellt die wieder erkennbare Wirklichkeit der Gesellschaft der Zeit Schnitzlers vor Augen und lässt damit Liebelei ein Zeitstück sein, das als solches das gesellschaftliche Regelsystem schattenlos hart beleuchtet.
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