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수사학과 대중매체의 이중적 상관관계 - 「고삐 풀린 보탄」의 연설가상을 예로 한 고찰 -

Doppelte Beziehung zwischen Rhetorik und Massenmedien Eine Betrachtung auf Grund des Rednerbildes in Der entfesselte Wotan

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주제분류기타인문학

초록

Mit Hilfe von rhetorischen Regeln und Begriffen versucht ein Redner, Einfluss auf seine Zuhörerschaft auszuüben. Dafür vermittelt er ihr eine von seiner Perspektive rekonstruierte Realität. In diesem Sinne ist er wie ein Medium. Hier findet man eine Möglichkeit, sich die Rhetorik als Medientheorie nützlich zu machen. Aber gleichzeitig besteht auch die Möglichkeit, dass die Rhetorik von den Medien missbraucht wird. Im Drama Der entfesselte Wotan von Ernst Toller wird gezeigt, dass man die Vorgänge von der Rede bis hin zur Reaktion der Zuhörer mit den Erscheinungen der Massenmedien vergleichen kann. Die rhetorischen Strategien, von denen die Hauptfigur Wotan als Redner Gebrauch macht, kommen auch in den modernen Massenmedien vor. Sie können nicht nur positiv, sondern auch negativ - wie bei Wotan - angewendet werden: Man kann eine Sache erfinden, die dem Bedürfnis der Massen willfährig ist, und diese dadurch aufhetzen. Aber auch die Lösung der rhetorischen Probleme kann man nur in der Rhetorik selbst finden. Die Rhetorik setzt keine absolute Wahrheit voraus und strebt auch nicht danach. Diese grundlegende Position der Rhetorik ermöglicht eine Widerlegung gegenüber jeder Ideologie, auch falls ihr die ganze Gesellschaft folgen würde. Sie läßt den Verdacht auf eine Verdrehung oder eine Manipulation der Sache durch die Massendedien fallen. Außerdem kann man den Missbrauch der Rhetorik aufhalten, indem man den Begriff der ‘universalen Öffentlichkeit’ der neuen Rhetorik von Perelman aktualisiert. Der Begriff bietet eine Perspektive, von der man die Sache über das bevorstehende Interesse hinaus betrachten kann. Wenn man das Einverständnis der ‘universalen Öffentlichkeit’ als Kriterium der Beurteilung heranzieht, kann man sich von der Situationsgebunden- heit befreien.

Abstract

Mit Hilfe von rhetorischen Regeln und Begriffen versucht ein Redner, Einfluss auf seine Zuhörerschaft auszuüben. Dafür vermittelt er ihr eine von seiner Perspektive rekonstruierte Realität. In diesem Sinne ist er wie ein Medium. Hier findet man eine Möglichkeit, sich die Rhetorik als Medientheorie nützlich zu machen. Aber gleichzeitig besteht auch die Möglichkeit, dass die Rhetorik von den Medien missbraucht wird. Im Drama Der entfesselte Wotan von Ernst Toller wird gezeigt, dass man die Vorgänge von der Rede bis hin zur Reaktion der Zuhörer mit den Erscheinungen der Massenmedien vergleichen kann. Die rhetorischen Strategien, von denen die Hauptfigur Wotan als Redner Gebrauch macht, kommen auch in den modernen Massenmedien vor. Sie können nicht nur positiv, sondern auch negativ - wie bei Wotan - angewendet werden: Man kann eine Sache erfinden, die dem Bedürfnis der Massen willfährig ist, und diese dadurch aufhetzen. Aber auch die Lösung der rhetorischen Probleme kann man nur in der Rhetorik selbst finden. Die Rhetorik setzt keine absolute Wahrheit voraus und strebt auch nicht danach. Diese grundlegende Position der Rhetorik ermöglicht eine Widerlegung gegenüber jeder Ideologie, auch falls ihr die ganze Gesellschaft folgen würde. Sie läßt den Verdacht auf eine Verdrehung oder eine Manipulation der Sache durch die Massendedien fallen. Außerdem kann man den Missbrauch der Rhetorik aufhalten, indem man den Begriff der ‘universalen Öffentlichkeit’ der neuen Rhetorik von Perelman aktualisiert. Der Begriff bietet eine Perspektive, von der man die Sache über das bevorstehende Interesse hinaus betrachten kann. Wenn man das Einverständnis der ‘universalen Öffentlichkeit’ als Kriterium der Beurteilung heranzieht, kann man sich von der Situationsgebunden- heit befreien.

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