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문자와 진리, 그 변증법적 관계 - 괴테의 『파우스트』에 대한 하나의 단편적 고찰 -

Zur Dialektik von Schrift und Wahrheit - Eine Betrachtung des Goetheschen Faust

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주제분류기타인문학

초록

Die Szenen um den letzten Monolog Fausts im zweiten Teil der Tagödie sind bekanntlich mit unlösbaren Widersprüchen gekennzeichet. Es scheint, daß sich der “inkommensurabele” Charakter des Gesamtwerks in ihnen konzentriert. Denn in der Zukunftsvision seines letzten Monologs spricht Faust, der in der Realität der Gegenwart nur Herrschaft und Knechtschaft kennt, emphatisch vom Gegenteil: von Freiheit. Seine Freude darüber, daß ihm die “Menge” “frönt”, sein Befehl, Arbeiter mit allen Mitteln herbeizuschaffen, wobei er die Menschen auf eine bloße Quantität reduriert, dies stimmt nicht mit seiner Vision von einem Stehen “auf freiem Grund mit freiem Volke”zusammen. Dieser Widerspruch zwischen Fausts Zukunftsidee, eine utopische Menschengesellschaft zu gründen, und dem durchaus nicht utopischen Zustand der historischen Realität seiner Verwirklichung stellt ein exemplarisches Beispiel für jenen grundlegenden Widerspruch zwischen Idee und Wirklichkeit dar. Ideen müssen ihre Reinheit und Überzeitlichkeit verlieren, wenn sie historische Erscheinungen werden sollten. “Das gute Allgemeine realisiert sich”, um mit Adorno zu sprechen, “nur durch den bestimmten Zustand hindurch, in dessen Endlichkeit und Fehlbarkeit”.

Abstract

Die Szenen um den letzten Monolog Fausts im zweiten Teil der Tagödie sind bekanntlich mit unlösbaren Widersprüchen gekennzeichet. Es scheint, daß sich der “inkommensurabele” Charakter des Gesamtwerks in ihnen konzentriert. Denn in der Zukunftsvision seines letzten Monologs spricht Faust, der in der Realität der Gegenwart nur Herrschaft und Knechtschaft kennt, emphatisch vom Gegenteil: von Freiheit. Seine Freude darüber, daß ihm die “Menge” “frönt”, sein Befehl, Arbeiter mit allen Mitteln herbeizuschaffen, wobei er die Menschen auf eine bloße Quantität reduriert, dies stimmt nicht mit seiner Vision von einem Stehen “auf freiem Grund mit freiem Volke”zusammen. Dieser Widerspruch zwischen Fausts Zukunftsidee, eine utopische Menschengesellschaft zu gründen, und dem durchaus nicht utopischen Zustand der historischen Realität seiner Verwirklichung stellt ein exemplarisches Beispiel für jenen grundlegenden Widerspruch zwischen Idee und Wirklichkeit dar. Ideen müssen ihre Reinheit und Überzeitlichkeit verlieren, wenn sie historische Erscheinungen werden sollten. “Das gute Allgemeine realisiert sich”, um mit Adorno zu sprechen, “nur durch den bestimmten Zustand hindurch, in dessen Endlichkeit und Fehlbarkeit”.

참고문헌 (20)

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  16. Nietzsche, Friedrich, "Werke. Kritische Ausgabe" (1973), Berlin u. New York
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