에드가 즈네 그림 해석에 나타난 파울 첼란의 예술관
Paul Celans Poetologie in der Prosa Edgar Jené́ und der Traum vom Traume
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초록
첼란은 즈네의 그림을 외적 현실을 넘어 내면세계로 인도하는 매개체로 삼고서, 이 내적 세계로 이르는 길에 대해서는 자신의 독자적인 시각으로 서술하고 있다. 불의하고 비인간적인 현실에 저항하여 첼란은 절대적 순수성을 의미하는 원초성, 근원성을 찾아서 무의식 세계, 꿈의 영역, 삶과 죽음의 경계가 무너진 자유공간을 향하고 있다. 이 논문은 먼저 즈네의 그림을 계기로 제시된 예술, 언어, 현실에 대한 첼란의 시각을 파악한다. 첼란의 문학이 향하는 곳, 유토피아에 대한 윤곽, 거기로 가는 길에서 시인의 사명이 산문에서 어떻게 제시되고, 이후 첼란 시문학에서 어떤 모습으로 구체화되는지 살펴본다. 끊임없는 ‘변용’을 통해서 도달하려는 “절대적 순수성”이 “열린 공간, 자유 공간”으로 연결되는 과정을 밝히면서 첼란 시문학의 지향점을 살필 것이다. 또 어둡고 불의한 현실에 대한 인식과 망각에 대한 거부를 토대로 한 ‘변용’에서 나타나는 화자의 정체성에 대한 고민과 박해받고 유리방황하는 자들, 실종된 자들에 대한 유대감을 함께 고찰한다.
Abstract
In der Prosa, die Paul Celan 1948 in Wien zu den Bildern seines surrealistischen Malerfreundes Edgar Jené verfasst hat, hat Celan schon seine Konzeption von der Sprache und Kunst zum Ausdruck gebracht, die dann später in seinen Werken zur vollen Geltung kam. Obwohl der Text in der Literatur wenig Beachtung gefunden hat, weist er für die Dichtung Celans auf einige signifikante Motive hin, die hier erstmals vorkommen. Hier finden sich schon die meisten zentralen Metaphern, denen Celan sich in seinem dichterischen Schaffen bediente, so z.B. das Auge als Sprachinstrument, das Schweigen und die neue Helligkeit. Auch die Aufgabe des Künstlers wird thematisiert. Der vorliegende Aufsatz versucht daher aufzuzeigen, inwiefern dieser Text poetologisch Relevantes reflektiert und den Prozess der Dichtung Celans thematisiert. Neben der Entstehungsgeschichte der Prosa wird zunächst der Abstieg in die Innenwelt in Jenés Bildern in Bezug auf den Weg der Kunst betrachtet, der in Celans Prosa mit dem Begriff „Verwandlung“ zur „unbedingten Naivität“ gekennzeichnet wird. Anschließend werden unter Rückgriff auf Kleists Gespräch über das Marionettentheater ästhetische Prinzipien der Poesie Celans erläutert. Dabei geht es um die Möglichkeit zur Neugewinnung eines gebrochenen Verhältnisses zur Welt als eine Bestimmung des Ortes der Kunst, welchen Celan in diesem Zusammenhang im Text „das Neue also auch Reine“ sowie „die neue Helligkeit“ nennt, wo man in Freiheit lebt. Anhand der literarischen Auffassung Celans werden vier Bilder von Jené unter der Perspektive der literarischen „Verwandlung“ interpretiert. Dabei findet eine Auseinandersetzung mit Celans radikaler Kritik an der Wirklichkeit statt. Zum Schluss wird Celans Sprache beleuchtet, welche die Grenzen zwischen innen und außen auflöst und mit Ironie und Paradoxie die unerträgliche Wirklichkeit anklagt. Nicht zuletzt wird dabei auch auf die Vorstellung Celans vom Bild eines Dichters eingegangen.
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