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16~17세기의 마녀사냥과 밤베르크의 요한네스 유니우스 재판

Die Hexenvefolgung im 16.–17. Jahrhundert und das Schicksal des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius

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주제분류독일어와문학

초록

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Hexenvefolgung im 16.-17. Jahrhundert. Schon im späten 15. Jahrhundert begann das Ausmaß des Hexenwahns zuzunehmen, obwohl zeitgleich neues aufgeklärt kritisches Gedankengut Verbreitung fand. Der Glaube an ‘Hexenflug’, ‘Hexensabbat’ und an die ‘große Verschwörung’ nahm immer festere Formen an. Es hieß, dass Hexen dem Teufel dienten und das Ziel hätten, das Christentum zu zerstören. Diese Entwicklung erreichte in Europa während des Zeitalters der Reformation einen Höhepunkt. In West- und Südeuropa stabilisierte sich die Versorgungslage der Bevölkerung um 1600 allmählich, was vermutlich den Rückgang der Hexenverfolgungen bewirkte. In Zentraleuropa stieg die Hysterie allerdings noch einmal deutlich an, insbesondere während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Aufgrund dessen starben allein in Bamberg in Deutschland bis zum Jahr 1632 etwa 1.000 vermeintliche Hexen und Magier. Das entsprach fast jedem zehnten Bewohner der Stadt. Ein grausames Beispiel ist das Schicksal des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius. Er wurde im Juni 1628 verhaftet und mit brutalen Methoden verhört sowie gefoltert. Sein Widerstand brach nach sechs Tagen, so dass er gezwungenermaßen ein Geständnis ablegte, das ihn als vermeintlichen Teufelsanbeter und Gottesleugner identifizierte. Daraufhin folgte die Verurteilung als ‘Hexer’. Die Folter fand trotzdem kein Ende, um Junius dazu zu bringen, die Namen von anderen angeblichen Hexern oder Hexen zu nennen. Am 24. Juli 1628 schrieb Junius seiner Tochter Veronica einen Brief, der sie allerdings nie erreichte. Darin steht der folgende, bewegende Satz: “Ich bin zu Unrecht in dieses Gefängnis gekommen, ich bin zu Unrecht gefoltert worden und zu Unrecht muss ich sterben.”

Abstract

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Hexenvefolgung im 16.-17. Jahrhundert. Schon im späten 15. Jahrhundert begann das Ausmaß des Hexenwahns zuzunehmen, obwohl zeitgleich neues aufgeklärt kritisches Gedankengut Verbreitung fand. Der Glaube an ‘Hexenflug’, ‘Hexensabbat’ und an die ‘große Verschwörung’ nahm immer festere Formen an. Es hieß, dass Hexen dem Teufel dienten und das Ziel hätten, das Christentum zu zerstören. Diese Entwicklung erreichte in Europa während des Zeitalters der Reformation einen Höhepunkt. In West- und Südeuropa stabilisierte sich die Versorgungslage der Bevölkerung um 1600 allmählich, was vermutlich den Rückgang der Hexenverfolgungen bewirkte. In Zentraleuropa stieg die Hysterie allerdings noch einmal deutlich an, insbesondere während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Aufgrund dessen starben allein in Bamberg in Deutschland bis zum Jahr 1632 etwa 1.000 vermeintliche Hexen und Magier. Das entsprach fast jedem zehnten Bewohner der Stadt. Ein grausames Beispiel ist das Schicksal des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius. Er wurde im Juni 1628 verhaftet und mit brutalen Methoden verhört sowie gefoltert. Sein Widerstand brach nach sechs Tagen, so dass er gezwungenermaßen ein Geständnis ablegte, das ihn als vermeintlichen Teufelsanbeter und Gottesleugner identifizierte. Daraufhin folgte die Verurteilung als ‘Hexer’. Die Folter fand trotzdem kein Ende, um Junius dazu zu bringen, die Namen von anderen angeblichen Hexern oder Hexen zu nennen. Am 24. Juli 1628 schrieb Junius seiner Tochter Veronica einen Brief, der sie allerdings nie erreichte. Darin steht der folgende, bewegende Satz: “Ich bin zu Unrecht in dieses Gefängnis gekommen, ich bin zu Unrecht gefoltert worden und zu Unrecht muss ich sterben.”

참고문헌 (20)

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